Gestern bestätigte der Chefdirigent der Berliner Philharmoniker, Sir Simon Rattle, bis 2018 an der Spitze des Orchesters zu bleiben. Der ursprünglich bis 2012 laufende Vertrag, der im Jahr 2002 geschlossen wurde, soll im September verlängert werden. Zum gleichen Zeitpunkt wird ein neuer Subventionsvertrag des Berliner Senats unterschreiben, betonte Rattle.
In den kommenden Monaten soll über künftige Zuwendungen durch den Senat verhandelt werden. Zur Zeit liegen diese bei rund 15 Millionen Euro im Jahr. Das Orchester erwirtschaftet fast 62 Prozent seines Etats mit Eigeneinnahmen. Mit mehr als 196 000 Besuchern lag die Auslastung der Philharmoniker 2008 bei 94 Prozent.
Sir Simon Rattle kann sich auf die positive Abstimmung in seinem Orchester stützen, welches über seinen Chefdirigenten eigenständig entscheidet. Philharmoniker- Intendantin Pamela Rosenberg bestätigte hingegen, dass sie 2010 ihr Amt aufgibt, ein Nachfolger für sie ist noch nicht in Sicht.
In der Spielzeit 2009/2010 wollen die Philharmoniker insgesamt 130 Sinfoniekonzerte und zwei Opernvorstellungen spielen. Außerdem steht eine große Konzertreise durch die USA auf dem Plan. Im Mittelpunkt der Saison stehen die Komponisten Johannes Brahms (1833-1897) und Arnold Schönberg (1874-1951) mit Gastauftritten unter anderem der Dirigenten Christian Thielemann und Claudio Abbado.