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5 Jahre Institut für zeitgenössische Musik

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Frankfurt - In diesem Semester feiert das Institut für zeitgenössische Musik (I z M) der Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Frankfurt am Main (HfMDK) sein fünfjähriges Bestehen. Neben dem vielfältigen Lehrangebot zur zeitgenössischen Musik holte es in diesen Jahren zahlreiche international renommierte Gastdozenten nach Frankfurt – unter Ihnen George Benjamin, Wolfgang Rihm, Beat Furrer, Helmut Lachenmann und Hans Zender.

‚Die positive Entwicklung des I z M steht symptomatisch für die Entwicklung der Hochschule insgesamt’, reflektiert Thomas Rietschel, der Präsident der HfMDK. ‚Die HfMDK hat in den vergangenen Jahren viel getan, um zukunftsfähig zu werden. Unser Institut für zeitgenössische Musik ist heute hervorragend aufgestellt. Aufgrund der akuten Finanzsituation drohen uns nun jedoch dramatische Einschnitte in der Hochschule’, erklärt Thomas Rietschel besorgt. Damit schleichen sich in den erfreulichen Rückblick sorgenvolle Töne für eine positive Weiterentwicklung an der Eschersheimer Landstraße.

Im Sommersemester 2005 feierte die HfMDK die Gründung des I z M: Im Zentrum steht die theoretische, ästhetische und praktische Beschäftigung mit dem gesamten Spektrum neuerer und neuester Musik. Die Geschäftsführerin und Programmleiterin Dr. Julia Cloot und das Direktorium – Prof. Gerhard Müller-Hornbach (Vorsitz), Prof. Rainer Römer, Prof. Dr. Christian Thorau, Prof. Eike Wernhard – haben von Beginn an engagiert und kontinuierlich den Ausbau des Instituts vorangetrieben, u. a. mit einem attraktiven fachbereichsübergreifenden Lehrangebot und zahlreichen Projekten mit regionalen und überregionalen Kooperationspartnern wie dem Ensemble Modern, der Oper Frankfurt, dem Hessischen Rundfunk, dem Internationalen Musikinstitut Darmstadt, den Donaueschinger Musiktagen und den Schwetzinger Festspielen. Die Arbeit für die neue Musik an der HfMDK durch das I z M wird wunderbar ergänzt durch die Internationale Ensemble Modern Akademie (IEMA) und den weltweit einmaligen gemeinsamen Masterstudiengang von Ensemble Modern und der HfMDK. Damit bietet die HfMDK im Bereich der Neuen Musik ein Lehrangebot von internationaler Strahlkraft.

Daneben hat die HfMDK in den vergangenen fünf Jahren insgesamt entscheidende Weichen gestellt für eine positive Weiterentwicklung von Hessens Hochschule für Musik, Tanz und Theater – sowohl im bundesweiten und internationalen Hochschulreformprozess als auch im Rahmen der hauseigenen Entwicklungsplanung. Die HfMDK gilt inzwischen als eine der lebendigsten Musik- und Theaterhochschulen. Das zeigen die zahlreichen und erfolgreichen Konzertauftritte mit ihren Studierenden, die Präsenz in den Medien, die zahlreichen Kooperationen mit allen wichtigen Kulturinstitutionen aus Frankfurt und der Region sowie die stetig wachsende Mitgliederzahl des HfMDK-Freundevereins. ‚Das Thema das uns nun akut beschäftigt, ist ‚das Aufrüsten’ nach innen’, so Thomas Rietschel; ‚hierfür steht insbesondere die Vorbereitung der Hochschule auf die Systemakkreditierung.’

Eine weitere gewaltige Herausforderung der nächsten Jahre ist der Neubau der HfMDK, als absolut notwendige Verbesserung der Rahmenbedingungen für eine auch weiterhin erfolgreiche Lehre an der HfMDK. ‚Auch hierbei ist die Vernetzung der wesentliche Entwicklungsmotor unserer Hochschule, die wir selbstverständlich auch mit unserem Fundraising weiter engagiert vorantreiben werden. Immerhin konnten wir in den vergangenen fünf Jahren viele Unterstützer für die Hochschule gewinnen, in der Wirtschaft, der Politik und der Gesellschaft. Trotzdem sind wir nach wie vor auf eine finanzielle Grundsicherung vor allem durch das Land angewiesen, und die ist momentan – durch den aktuellen Hochschulpakt – nicht gesichert. Wir sehen die Probleme des Landes, aber wir müssen auch darauf hinweisen, dass die HfMDK immer noch deutlich unterfinanziert ist und langfristig einer deutlich besseren finanzielle Ausstattung bedarf’, resümiert Thomas Rietschel.

 

 

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