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Leipzig - Das Leipziger Bach-Archiv hat eine neue Datenbank zum Komponisten und dessen Werk aufgebaut. Sie umfasse die ursprüngliche Bibliografie zum Bach-Schrifttum und die Daten aus dem Bestandskatalog der Bibliothek des Bach-Archivs, teilte die Forschungseinrichtung am Donnerstag mit. Damit enthalte die neue Datenbank 65 000 Titel für die Literaturrecherche.
Bereits seit 2008 gibt es Bach Digital, eine Online-Plattform, die den öffentlichen Zugang zu Notenhandschriften des Barock-Komponisten ermöglicht. Das Gemeinschaftprojekt mit der Staatsbibliothek Berlin und der Sächsischen Landesbibliothek Dresden soll bis 2015 erweitert werden. Bach Digital werde Teil der Deutschen Digitalen Bibliothek und der europaweiten Digitalisierungsplattform Europeana. Außerdem seien Kooperationen mit den weltweit größten Bach-Sammlungen wie der British Library in London und der Library of Congress in Washington geplant. Das Bach-Archiv in Leipzig gilt als eine der weltweit bedeutendsten Forschungsstätten zu Leben und Werk von Johann Sebastian Bach (1685-1750), der 27 Jahre in Leipzig lebte und unter anderem den Thomanerchor als Kantor leitete.