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Duisburg erwirbt Nachlass von Bildhauer Wilhelm Lehmbruck

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Duisburg (ddp). Die Stadt Duisburg hat sich den Nachlass des Bildhauers Wilhelm Lehmbruck gesichert. Dank eines «großartigen Engagements der Duisburger Wirtschaft, des Bundes und des Landes NRW sowie der Familie Lehmbruck» habe dieser Schritt nach vierjährigen Verhandlungen umgesetzt werden können, teilte Kulturdezernent Karl Janssen am Donnerstag mit. Private Förderer und öffentliche Hand stellen dafür 20 Millionen Euro zur Verfügung.

   Aus dem künstlerischen Nachlass des Bildhauers können nun - vertraglich gesichert und bis 2011 - 33 Skulpturen, 18 Gemälde, 11 Pastelle, 819 Zeichnungen und 260 Druckgrafiken erworben werden. Diese Werke standen seit 1964 nur als Leihgaben der Familie Lehmbruck zur Verfügung und wurden von ihr 2005 der Stadt Duisburg, der Heimat des Künstlers, vorrangig und befristet zum Kauf angeboten.

   «Damit ist die Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum, die bisher - neben ihrer herausragenden Sammlung zur internationalen Skulptur des 20. Jahrhunderts - rund 165 Werke Lehmbrucks erworben hatte, weltweit zur alleinigen und einzigartigen Sammlungs- und Forschungsstätte dieses bedeutenden Künstlers der klassischen Moderne avanciert», sagte der Duisburger Oberbürgermeister Adolf Sauerland (CDU).

   Nach Angaben des Direktors der Stiftung Wilhelm Lehmbruck Museum, Christoph Brockhaus, stellt das Museum mit Blick auf das Kulturhauptstadt-Jahr 2010 das Lebenswerk Lehmbrucks in den kommenden beiden Jahren in einer Folge von wechselnden Präsentationen der Öffentlichkeit vor.



 

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