Leipzig - Das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig hat eine Sammlung von mehr als 1.000 Objekten zum Komponisten und Dirigenten Felix Mendelssohn Bartholdy erworben. Die Sammlung des früheren Leiters der Musikabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin, Rudolf Elvers, zu der unter anderem handschriftliche Unterlagen des Komponisten, Kompositionsfragmente und Zeichnungen gehören, wird am 30. März offiziell übergeben, wie das Museum am Dienstag mitteilte.
Unter den Objekten sind auch rund 200 Handschriften, deren Verfasser von dem dänischen Dichter Hans Christian Andersen über Johann Wolfgang von Goethe, Cécile Mendelssohn, Max Reger, Clara Schumann und Carl Maria von Weber bis zum Komponisten Anton Wilhelm von Zuckalmaglio reichen.
Ebenfalls zu der Sammlung gehören mehrere, auch unbekannte Bilder von Mendelssohn, die ihn dem Museum zufolge als talentierten Zeichner ausweisen; außerdem ein unbekanntes Aquarell mit dem Bildnis seiner Frau Cécile sowie ein Familienalbum mit Zeichnungen der Ehefrau und der Kinder.
Mendelssohn Bartholdy war von 1835 bis zu seinem Tod 1847 Gewandhauskapellmeister in Leipzig und gründete dort das erste deutsche Konservatorium. «Mit dem Erwerb der 'Sammlung Elvers'», heißt es in der Mitteilung, «avanciert das Stadtgeschichtliche Museum Leipzig zu einer der zentralen Mendelssohn-Einrichtungen und trägt so zur Profilierung Leipzigs als Zentrum der Mendelssohn-Pflege bei.»