Nach den Wassereinbrüchen infolge starker Regenfälle wollen die Salzburger Festspiele eine Generalsanierung des Großen Festspielhauses in Angriff nehmen. Das gute Ergebnis der am Donnerstag zu Ende gehenden Saison könne nicht davon ablenken, dass die Festspiele vor großen finanziellen Problemen stünden, sagte Festspielpräsidentin Helga Rabl-Stadler am Dienstag in Salzburg. „Wir bereiten aktuell einen Masterplan für die Generalsanierung vor, vom Keller bis zum Dach.“
Lukas Crepaz, kaufmännischer Direktor des Festivals, sprach von einer „riesigen Herausforderung“. Eine Schließung des 1960 eröffneten Hauses sei nicht geplant, man werde die Sanierung abschnittsweise im laufenden Betrieb organisieren.
„Wir haben einen sehr gewaltigen Sommer fast bewältigt“, sagte Intendant Markus Hinterhäuser. Es habe zum Teil dramatische Erkrankungen und Umbesetzungen gegeben, unter anderem habe man in kurzer Zeit Ersatz für Tobias Moretti als „Jedermann“ finden müssen.
Auch Asmik Grigorian als Salome in Richard Strauss' gleichnamiger Oper und Sophie Rois, die eine tragende Rolle in Frank Castorfs Deutung von Knut Hamsuns Roman „Hunger“ spielte, fielen zeitweise krank aus.
Die zweite Saison der Intendanz Hinterhäuser habe mit Ticket-Erlösen in Höhe von gut 30 Millionen Euro – 400.000 Euro mehr als 2017 – und einer Platzauslastung von 97 Prozent das gute Ergebnis des Vorjahres noch übertroffen, sagte Crepaz. Innerhalb der zurückliegenden 42 Tage präsentierten die Festspiele 206 Aufführungen an 18 Spielstätten, darunter fünf Opern- und vier Schauspiel-Neuinszenierungen.