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11.3.: theater und literatur aktuell +++ theater und literatur

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Köln: TEMPORÄRE THEATRALE ZONE +++ Dresden: Hartz-IV-Empfänger zahlen einen Euro Einritt für «Dresdner Weber» +++ Gera: Studiobühne des Theaters feiert Richtfest +++ Düsseldorf: Ingrid Noll bekommt den Friedrich-Glauser-Preis +++ Berlin: Janosch, Härtling und Erlbruch für Lindgren-Preis nominiert


Köln: TEMPORÄRE THEATRALE ZONE
Vom 15. März bis zum 3. Mai 2005 eröffnen Drama Köln und Theater im Bauturm jeden Dienstag eine TEMPORÄRE THEATRALE ZONE, in der sie die Sieger des Autorenwettbewerbs DRAMA KÖLN 2005 präsentieren.
Die 14 besten Kurzdramen aus über 300 Einsendungen werden in diesem Zeitraum vorgestellt. Zu erleben ist neue, zeitgenössische Dramatik in moderner, schneller Form. Zu Gast in Köln sind die spannendsten jungen deutschsprachigen Autoren.
Das Begleitprogramm: Musik, Video, Talk und Club. Und das alles nicht im Theater, sondern an "heimlich besetzten Plätzen". So wird zum Beispiel in leerstehenden, ungenutzten gewerblichen Räumen für einen Abend, eine Nacht ein Theater eröffnet. Die theatrale Zwischennutzung findet unter anderem in ehemaligen Ladenlokalen, Tanzschulen, Fitness-Studios, Supermärkten, Kneipen, Kinos und Büros statt.
Termine im März: 15., 22. und 29. 3. 2005
Termine im April: 5., 12., 19. und 26. 4. 2005
Abschlußveranstaltung: 3. Mai 2005
http://www.temporaere-theatrale-zone.de/

Dresden: Hartz-IV-Empfänger zahlen einen Euro Einritt für «Dresdner Weber»
Dresden (ddp-lsc). Das Staatsschauspiel Dresden verkauft Hartz-IV-Empfängern Theaterkarten für die Inszenierung «Die Dresdner Weber» zum Preis von einem Euro. Wie das Theater am Donnerstag in der Landeshauptstadt mitteilte, gilt diese Regelung für alle Vorstellungen ab dem 19. März bis zum Ende der laufenden Spielzeit. Die Tickets werden den Angaben zufolge gegen Vorlage einer entsprechenden Bescheinigung verkauft. Eine telefonische Reservierung ist allerdings nicht möglich.
Nach dem gerichtlichen Verbot der umstrittenen Inszenierung des Gerhart-Hauptmann-Werks «Die Weber» von Regisseur Volker Lösch hat sich das Staatsschauspiel des Stoffes neu angenommen und «Die Dresdner Weber» auf die Bühne gebracht. Gegen die erste Fassung hatte unter anderem die TV-Moderatorin Sabine Christiansen geklagt. Beide Fassungen thematisieren die Problematik der Massenarbeitslosigkeit und der gesellschaftlichen Ausgrenzung von Hartz-IV-Empfängern.
http://www.staatsschauspiel-dresden.de

Gera: Studiobühne des Theaters feiert Richtfest
Gera (ddp-lth). Auf die neue Geraer Studiobühne des Theaters Altenburg-Gera wird heute die Richtkrone gesetzt. Knapp fünf Monate nach dem offiziellen Baustart zeigt sich der 4,6 Millionen Euro teure Anbau an das Große Haus damit rohbaufertig. Eröffnet werden soll das als Kubus gebaute Haus am 17. Dezember mit einem Doppelprojekt des Musiktheaters. Ursprünglich sollte sich der Vorhang erstmals mit Beginn der Spielzeit 2005/2006 heben.

Düsseldorf: Ingrid Noll bekommt den Friedrich-Glauser-Preis
Düsseldorf (ddp-nrw). Schriftstellerin Ingrid Noll («Die Apothekerin») erhält für ihre Verdienste um die deutschsprachige Kriminalliteratur den diesjährigen Friedrich-Glauser-Preis. Der Ehrenpreis ist undotiert und wird am 30. April im Rahmen der Criminale in Arnsberg verliehen, wie das Syndikat, die Vereinigung deutschsprachiger Kriminalschriftsteller, am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte.
Zugleich wurden die Nominierungen in den weiteren Kategorien des wichtigsten deutschen Krimipreises bekannt gegeben. Für den besten deutschsprachigen Kriminalroman des Vorjahres (dotiert mit 5000 Euro) nominiert sind: Gert Anhalt («Für eine Hand voll Yen», Knaur), Sabine Deitmer («Scharfe Stiche», Krüger), Christine Grän («Marx, my love», Bertelsmann), Robert Hültner («Inspektor Kajetan und die Betrüger») sowie Hansjörg Schneider («Hunkeler macht Sachen», Amman).
«2004 war ein guter Jahrgang für Kriminalliteratur», sagte Horst Eckert, Sprecher der Autorenvereinigung. Nach Großbritannien und Skandinavien habe der Krimiboom nun auch die deutsche Literatur erfasst. «Vieles, was man früher oft als Regionalkrimi bezeichnet hat, braucht sich hinter Mankell und Co nicht zu verstecken», betonte Eckert. Der Trend in Deutschland gehe weiter in Richtung Vielfalt und Professionalität. Jeder der nominierten Autoren liefere «ein spannendes Stück deutscher Erzählliteratur auf der Höhe der Zeit».
http://www.das-syndikat.com

Berlin: Janosch, Härtling und Erlbruch für Lindgren-Preis nominiert
Berlin (ddp). Drei Klassiker der deutschen Kinderliteratur sind für den Astrid Lindgren Memorial Award 2005 («ALMA») nominiert worden. Der Zeichner und Texter Janosch, der Autor Peter Härtling und der Kinderbuch-Illustrator Wolf Erlbruch stehen mit auf der Liste der 118 internationalen «ALMA»-Kandidaten, teilte die Schwedische Botschaft am Freitag in Berlin mit. Der Gewinner soll am 16. März in Astrid Lindgrens Kindheitsort Vimmerby bekannt gegeben werden. Kronprinzessin Victoria von Schweden wird den Preis am 25. Mai in Stockholm übergeben.
Der Astrid-Lindgren-Preis wurde 2002 nach dem Tod der weltberühmten Autorin von der schwedischen Regierung gestiftet. Mit rund 550 000 Euro ist er der höchstdotierte Kinder- und Jugendliteraturpreis und die zweitgrößte Literaturauszeichnung der Welt.
Janosch alias Horst Eckert wurde 1931 im oberschlesischen Hindenburg geboren. Sein erstes Kinderbuch schrieb und illustrierte er 1960. Bis heute sind über 200 Janosch-Bücher erschienen, die in bis zu 35 Sprachen übersetzt wurden.
Der 1933 in Chemnitz geborene Peter Härtling erlangte seit den 50er Jahren Bekanntheit als Novellist, Lyriker und Essayist. Seit 1970 hat er über 20 Kinderbücher geschrieben.
Der Zeichner Wolf Erlbruch wurde 1948 in Wuppertal geboren und gilt als einer der bekanntesten deutschen Bilderbuchillustratoren. Derzeit ist er als Kunstprofessor an der Fachhochschule Wuppertal tätig.