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Bariton Christian Gerhaher erhält den NDR Musikpreis 2006 +++ Komponist Michael van der Aa erhält Paul-Hindemith-Preis 2006 +++ Frédéric Chaslin löst Vertrag in Mannheim +++ Daniel Barenboim wird leitender Gastdirigent an der Mailänder Scala +++ VDKD-Präsident Michael Russ im Amt bestätigt +++ Kapellmeister John Bell gestorben +++ Peter Ruzicka erhielt der Preis "Neues Hören"


Bariton Christian Gerhaher erhält den NDR Musikpreis 2006
Hamburg (ddp-nrd). Der NDR Musikpreis geht in diesem Jahr an den Bariton Christian Gerhaher. Der Sänger bekommt die mit 10 000 Euro dotierte Auszeichnung am 15. August im Rahmen des Schleswig-Holstein Musik Festivals von NDR-Intendant Jobst Plog überreicht, wie der Sender am Freitag mitteilte. Gerhaher verfüge über eine besonders ausdrucksstarke Baritonstimme, betonte Plog. «Vor allem seine außergewöhnlichen Fähigkeiten im Bereich des Liedgesangs machen diesen jungen Künstler zu einer Ausnahmeerscheinung», fügte er hinzu.
Die Auszeichnung wird zum dritten Mal bei dem Festival verliehen. Der NDR prämiert damit herausragende sängerische Leistungen.
Gerhaher wurde 1969 im bayerischen Straubing geboren. Zusammen mit seinem Klavierpartner Gerold Huber bekam er für seine Schubert-Einspielungen 2002 und 2004 den Klassik-Echo. Er gastierte bei den Wiener Festwochen, dem Edinburgh Festival und dem Lucerne Festival. Opernproduktionen führten den Künstler ans Festspielhaus Baden-Baden, an die Opéra du Rhin und zur Ruhr-Triennale. 2003 debütierte er beim Symphonieorchester des Bayerischen Rundfunks unter Riccardo Muti und gastierte bei den Berliner Philharmonikern unter Donald Runnicles.

Komponist Michael van der Aa erhält Paul-Hindemith-Preis 2006
Lübeck (ddp). Der niederländische Komponist und Regisseur Michael van der Aa erhält den mit 20 000 Euro dotierten Paul-Hindemith-Preis 2006. Die Preisverleihung findet am 28. Juli statt. Die Jury unter Vorsitz des Intendanten des Schleswig-Holstein Musik Festivals, Rolf Beck, habe einstimmig für den 26-jährigen Künstler votiert, teilte die Festival-Stiftung am Freitag in Lübeck mit. Der Hindemith-Preis ist einer der höchst dotierten Komponistenpreise und wird gemeinsam von vier Stiftungen aus der Schweiz und Deutschland verliehen.
Der Niederländer absolvierte zunächst eine Ausbildung zum Recording Engineer, bevor er Komposition bei Diderik Wagenaar, Gilius van Bergeijk und Louis Andriessen studierte. Außerdem ließ er sich in New York zum Filmregisseur ausbilden. Die Werke des mehrfachen Preisträgers wurden auf zahlreichen renommierten Festivals gespielt. Am 30. Juli ist seine Oper für einen Sopran »One« in Hamburg zu erleben. Derzeit arbeitet van der Aa an einer neuen Oper. Das Stück mit dem Namen »Afterlife« soll im Juni zur Eröffnung des Holland Festivals uraufgeführt werden.

Frédéric Chaslin löst Vertrag in Mannheim
Der Generalmusikdirektor des Nationaltheaters Mannheim, Frédéric Chaslin, hat aufgrund seiner stetig zunehmenden Angebote von großen deutschen und internationalen Opernhäusern, die sich in absehbarer Zukunft nicht mehr mit seinen Verpflichtungen gegenüber dem Nationaltheater Mannheim vereinbaren lassen, darum gebeten, seinen Vertrag als Generalmusikdirektor zum Ende der Spielzeit aufzulösen. Dies teilte die Intendantin des Nationatheaters, Regula Gerber, mit. "Ich bedauere dies sehr, zumal Frédéric Chaslin ein herausragender Musiker und Dirigent ist und im Laufe dieser Spielzeit als Generalmusikdirektor viel für das Nationaltheater geleistet hat. Gleichwohl respektiere ich seine Entscheidung. Aufgrund meiner Verantwortung für die notwendige Planungssicherheit unseres Hauses in der Oper, bin ich seiner Bitte um Auflösung des Vertrages zum 31. August 2006 nachgekommen", so Gerber weiter.
Quelle: http://www.nationaltheater.de

Daniel Barenboim wird leitender Gastdirigent an der Mailänder Scala
Der Generalmusikdirektor der Staatsoper Unter den Linden, Daniel Barenboim, soll künftig an der Mailänder Scala "eine wichtige Position" bekleiden. Das bestätigte heute die Staatsoper in Berlin. Bereits am Mittwoch hatte ein Sprecher der Skala erklärt, man werde mit der Staatsoper in Berlin eine Kooperation eingehen und Barenboim langfristig und kontinuierlich an die Scala binden. Er soll dort als leitender Gastdirigent arbeiten. Barenboim gilt als Favorit für die Nachfolge von Riccardo Muti, der vor gut einem Jahr als Musikdirektor der Scala zurückgetreten war. Daniel Barenboim wird am Freitag in Wien mit dem Ernst von Siemens-Musikpreis ausgezeichnet, der mit 150.000 Euro dotiert ist.
Quelle: 3sat

VDKD-Präsident Michael Russ im Amt bestätigt
Der Präsident des Verbandes der Deutschen Konzertdirektionen (VDKD), Michael Russ, ist gestern bei den Vorstandswahlen während der Mitgliederversammlung des VDKD in Hamburg für weitere drei Jahre im Amt bestätigt worden. Ebenso wiedergewählt wurden die stellvertretenden Präsidenten Karsten Jahnke und Elisabeth Ehlers. Neu im Vorstand sind Pascal Funke als Beisitzer U-Musik sowie Folkert Koopmans als Schriftführer. Weiterhin im Amt sind auch Michael Herrmann in der Position des Schatzmeisters sowie Helge Augstein als Beisitzer E-Musik.
Am Vorabend, dem 9.Mai, würdigte Gitta Connemann, MdB und Vorsitzende der Enquete Kommission der Kultur, die Verdienste des Verbandes in einer Festrede anlässlich des 60-jährigen Bestehens des VDKD. Während der Feierlichkeiten wurde zudem der mit 10.000 Euro dotierte Musikpreis des VDKD 2006 an den 18-jährigen Pianisten Joseph Moog verliehen.
Der Verband der Deutschen Konzertdirektionen e.V. wurde 1946 in Hamburg gegründet. Ziel des Verbandes ist die Stärkung der privatwirtschaftlich organisierten deutschen Konzertwirtschaft. Im VDKD sind rund 250 Agenturen, Konzertveranstalter und Stiftungen zusammengeschlossen, die im Bereich E- und U-Musik jährlich rund 1,6 Milliarden Euro umsetzen und ein Publikum von rund 40 Millionen Besuchern ansprechen.
Quelle: http://www.vdkd.de

Kapellmeister John Bell gestorben
Krefeld/Mönchengladbach. In der Nacht zum 11. Mai ist nach langer schwerer Krankheit der ehemalige 1. Kapellmeister und das Ehrenmitglied des Theaters Krefeld Mönchengladbach John Bell gestorben. Der gebürtige Engländer wurde 1967 vom damaligen Generalmusikdirektor Romanus Hubertus an den Niederrhein verpflichtet und blieb dem hiesigen Theater und den Niederrheinischen Sinfonikern 25 Jahre treu. Die Liste der von John Bell einstudierten und dirigierten Werke ist umfangreich und beeindruckend: Jules Massenets „Don Quichote“, „Mignon“, Petruschka“, „Troubadour“, „Die Kavaliere von Ekebu“, „Rigoletto“, „Carmen“ und Eugen d’Alberts „Tiefland“ – um nur einige zu nennen. Am 21. Juni 1992 – kurz vor Eintritt in den Ruhestand – brachte Bell seine letzte Premiere heraus: Mozarts „Gärtnerin aus Liebe“ im damaligen Opernhaus Rheydt.
Mehr Infos. http://www.theater-kr-mg.de/159-news-523.htm

Peter Ruzicka erhielt der Preis "Neues Hören"
Gestern wurde Peter Ruzicka der Preis "Neues Hören" für gelingende Vermittlung zeitgenössischer Musik von der Bayerischen Akademie der Schönen Künste verliehen. Der preis ist mit 10.000 Euro dotiert. Die Auszeichnung wird von der Kölner Stiftung «Neue Musik im Dialog» finanziert und soll künftig alle zwei Jahre von der Akademie vergeben werden. Die Laudation auf Ruzicka hielt Münchens Kulturdezernentin Lydia Hartl im Rahmen der 10. Münchener Biennale.
Der Komponist, Dirigent und Musikmanager Peter Ruzicka erhält diese Auszeichnung für seinen langjährigen und unermüdlichen Einsatz um die Vermittlung und Verbreitung zeitgenössischer Musik.
Quelle: BADSK