Body
Druckgrafiken Dalis im Passauer Museum Moderner Kunst +++ Anziehungspunkt - Schwaaner Wassermühle lockt Kunstfreunde +++ Ingo Ronkholz - Ausstellung mit Zeichnungen und Skulpturen in Mülheim +++ Ausstellungseröffnung im Halberstädter Kunsthof
Druckgrafiken Dalis im Passauer Museum Moderner Kunst
Passau (ddp-bay). Anlässlich des 100. Geburtstags von Salvador Dali in diesem Jahr zeigt das Museum Moderner Kunst in Passau (MMK) eine Auswahl druckgrafischer Werke des spanischen Surrealisten. In einer Sonderausstellung werden vom 7. Februar bis Mitte März rund 350 Litografien, Radierungen und Holzstiche sowie von Dali geschriebene und illustrierte Bücher aus privaten Sammlungen gezeigt. Darunter sind auch einige bisher nicht in Deutschland präsentierte Exponate wie Radierungen zum Nonsensgedicht «deux fatrasies» sowie Dalis einzige Fotocollagen, wie Kuratorin Uta Spies am Dienstag auf ddp-Anfrage sagte.
In den Druckgrafiken Dalis offenbare sich dem Betrachter eine große Fülle an literarischen, philosophischen und naturwissenschaftlichen Themen vergangener Jahrhunderte, betonte Spies. Während seiner rund 50-jährigen Schaffenszeit habe der große Meister eine enorme Anzahl literarischer Werke illustriert, etwa Dantes «Göttliche Komödie», Goethes «Faust», Casanovas Memoiren, Boccaccios «Decamerone», Cervantes\' «Don Quichotte», die Bibel sowie mittelalterliche Sagen oder Legenden um die «Suche nach dem Graalsschatz». Im Mittelpunkt seines Werks stehe das Bemühen um systematische Erkenntnis und Erschließung der Welt des Unbewussten, der Träume, Wünsche und Visionen.
Dali wurde am 11. Mai 1904 in Figueras in Katalonien geboren und starb dort am 23. Januar 1989. In einer Gruft im «Teatre Museu Dali» in Figueras liegt er begraben. Das Museum Moderner Kunst ist dienstags bis sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Jeden Sonntag um 15.00 Uhr werden Führungen durch die aktuellen Ausstellungen angeboten.
http://www.mmk-passau.de
Anziehungspunkt - Schwaaner Wassermühle lockt Kunstfreunde
Schwaan (ddp-nrd). Das Kunstmuseum Wassermühle in Schwaan ist in den 14 Monaten seit der Eröffnung zu einem Anziehungspunkt für Freunde der Malerei geworden. Mehr als 6000 Besucher besichtigten bisher die Werke von Vertretern der Schwaaner Künstlerkolonie. «Das ist mehr als wir erwartet haben», sagt Museumsleiter Heiko Brunner. Er begleitet seit 1992 die Aufarbeitung der Geschichte der einzigen Künstlerkolonie in Mecklenburg.
Im Gebäude der 1791 errichteten Mühle werden gegenwärtig etwa 85 Bilder unter anderem von Franz Bunke, Peter Paul Draewing, Alfred Heinsohn und Erich Venzmer gezeigt. In einer Sonderausstellung sind erstmals 14 Werke von Rudolf Bartels aus der Privatsammlung der Rostocker Familie Bernitt zu sehen. Die Schau soll im Februar noch um 15 Bilder eines Sammlers aus Frankfurt am Main ergänzt werden, die noch nicht im Werksverzeichnis von Bartels enthalten sind. Die Stadt Schwaan besitzt gegenwärtig 48 Bilder von Künstlern der Kolonie. Vier Werke von Peter Paul Draewing, Otto Tarnogrocki und Peter Busch kamen erst in jüngster Zeit zu der Sammlung dazu.
Ingo Ronkholz - Ausstellung mit Zeichnungen und Skulpturen in Mülheim
Mülheim (ddp-nrw). In Mülheim an der Ruhr ist ab Donnerstag eine Ausstellung mit Werken des Krefelder Bildhauers Ingo Ronkholz zu sehen. Der Schüler von Gotthard Graubner wird neben kleineren Skulpturen vor allem sein zeichnerisches Werk darstellen, wie das Kunstmuseum in der Alten Post am Dienstag mitteilte.
In seinen Zeichnungen hat Ronkholz verschiedene Techniken von Collage, Schnitt, Klebung und Relief vereint und dabei die Themen Raum, Umraum und Fläche analog zu seinen Skulpturen entwickelt. Die gleichsam dreidimensionalen Zeichnungen besetzen einen Raum zwischen Malerei und Skulptur, der in der Ausstellung in Kombination mit den Skulpturen besonders deutlich wird. Die Schau ist bis 29. Februar zu sehen.
Ausstellungseröffnung im Halberstädter Kunsthof
Halberstadt (ddp-lsa). Mit einer Vernissage unter dem Titel «Mapping» beginnt am Donnerstagabend in der Halberstädter Galerie im Kunsthof die erste Ausstellungseröffnung des Jahres 2004. Hinter dem Titel verberge sich eine ungewöhnliche Art und Weise, mit der die Künstlerin Beate Schoppmann-Fuchs ebenso künstlerische wie auch emotionale Inhalte zu vermitteln versucht, teilten die Organisatoren am Dienstag in Halberstadt mit. Der Begriff «Mapping» leitet sich vom englischen «to map» ab und bedeutet «eine Karte machen» oder auch «in eine (geographische) Karte eintragen».
Bei der Künstlerin sind daher nicht konventionelle Leinwände zu sehen, sondern ausgediente und von ihr übermalte Schullandkarten. Selbige Karten dienten einstmals der Beschreibung und Darstellung von Ländern und Erdteilen - nun sind sie zur Basis eines Gemäldes geworden. Geographische Schemata werden kunstvoll mit Farben, Formen, graphischen Strukturen verknüpft und eröffnen dem Betrachter somit völlig neue Perspektiven. Die so entstandenen neuen Welten transportieren Gefühle wie Bedrohung oder Angst mit unübersehbarer malerischer Präzision und werden bis zum 29. Februar 2004 in der Galerie im Kunsthof, Voigtei 48, zu sehen sein.