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TU zeigt Malerei und Graphik von Wolfgang Leber +++ Arnulf Rainer erhält Rhenus-Kunstpreis +++ Bilder und Reflexionen kompakt von Picasso-Muse Gilo
TU zeigt Malerei und Graphik von Wolfgang Leber
Berlin (ddp-bln). Malerei und Graphik sowie einige Keramiken von Wolfgang Leber zeigt die Technische Universität Berlin (TU) vom 21. Oktober bis 26. November 2003 in der Galerie in der Mathematischen Fachbibliothek der TU. In der zurzeit laufenden Ausstellung «Kunst in der DDR» in der Neuen Nationalgalerie ist Leber mit zwei Arbeiten vertreten, sagte eine TU-Sprecherin am Montag.
Der 1936 in Berlin geborene Künstler begann seine Ausbildung 1957 zunächst an der Werkkunstschule Berlin-Charlottenburg und setzte sie dann an der Hochschule für Bildende Kunst Berlin-Charlottenburg fort. Aufgrund des Mauerbaus musste er sein Studium dort abbrechen. Wolfgang Leber übernahm neben seiner künstlerischen Arbeit Lehraufträge und eine Gastprofessur an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Seit 1964 stellt er regelmäßig in Ausstellungen, auf Kunstmessen und in Galerien aus.
«Für Wolfgang Leber steht das Verhältnis des Menschen zu seinen Gehäusen im Mittelpunkt», schreibt Mathias Flügge in dem Katalog zur Ausstellung «Sept peintres de Berlin». Die Bildstrukturen seien offen, die Figuren darin scheinen ständig an der Grenzscheide von Innen und Außen zu verharren. So werde das Problem der Vereinzelung und Vermassung auf eine malerische Formel gebracht. Was an Lebers Bildräumen zuweilen bühnenhaft wirke, sei aus dem Erlebnis moderner Architektur, ihrer gläsernen Unpersönlichkeit gewonnen und in den Bildern zu labyrinthischer Verstrickung geführt.
Arnulf Rainer erhält Rhenus-Kunstpreis
Mönchengladbach (ddp-nrw). Der Maler und Bildhauer Arnulf Rainer wird für sein künstlerisches Gesamtwerk mit dem diesjährigen Rhenus-Kunstpreis geehrt. Der in Wien lebende Künstler erhält die mit 50 000 Euro dotierte Auszeichnung am 7. November im Mönchengladbacher Museum Abteiberg. Rainer sei einer der bedeutensten Maler unserer Epoche, erklärte der Sprecher der Jury, Markus Lüpertz, am Sonntag in Möchengladbach.
Der 1929 geborene Österreicher ist vor allem durch seine Übermalungen von bestehenden Gemälden und die Bearbeitung von Fotos und Werken auf Papier bekannt geworden. Der Preis wird von dem Mönchengladbacher Unternehmen Rhenus Lub gestiftet. Die ausgezeichneten Künstler müssen in einem der rheinanliegenden Staaten Schweiz, Lichtenstein, Österreich, Frankreich, Deutschland oder die Niederlande tätig sein. Die bisherigen Preisträger waren 1999 Georg Baselitz und 2001 Sigmar Polke.
Bilder und Reflexionen kompakt von Picasso-Muse Gilot
Chemnitz (ddp-lsc). Eine einmalige Begegnung zwischen bildender und darstellender Kunst ist am Dienstag in Chemnitz möglich. Passend zur derzeitigen Francoise-Gilot-Ausstellung in den Kunstsammlungen wird in der Villa Esche der dritte Teil des Bühnenstücks «Picassos Frauen» aufgeführt. Dabei lernen die Zuschauer die persönlichen Sichten der Picasso-Musen Francoise Gilot und Jacqueline Roque auf den genialen Künstler und tyrannischen Mann kennen. Die ersten beiden Teile mit insgesamt sechs Frauen-Monologen wurden nach Veranstalterangaben begeistert aufgenommen.
Chemnitz ist die bisher einzige deutsche Stadt, die bis 23. November Gemälde von Gilot aus fast 60 Jahren ihres Schaffens zeigt. Die 1921 geborene Künstlerin hatte das Malergenie 1943 in Paris kennen gelernt und ein Jahrzehnt später verlassen. Von Oktober 2002 bis Januar 2003 hatten die Kunstsammlungen Chemnitz bereits als weltweit erstes Museum «Picasso und die Frauen» thematisiert und dazu mehr als 200 Werke präsentiert.
Parallel dazu bearbeitete die Berliner Regisseurin Barbara Geiger das Bühnenstück des Briten Brian Mc Avera, in dem in Form einer fiktiven Pressekonferenz acht Picasso-Gefährtinnen von Fernande Olivier bis Jacqueline Roque zu Wort kommen. Chemnitz erlebte im Januar 2004 die deutschsprachige Premiere der Erstfassung. Die Aufführungen finden meist in Museen und Galerien in direkter Nähe zu Werken des Künstlers statt. Nach einem ersten Zyklus in Wien stehen laut Geiger für nächstes Jahr bereits mehrere Gastspiele in Österreich und eine Tournee durch die Schweiz fest.
http://www.picassos-frauen.de; http://www.Chemnitz.de/kunstsammlungen