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14.7.: film aktuell +++ filmfestival

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Potsdam: Vivendi verkauft Studio Babelsberg an Münchner Investoren +++ Bad Düben: Dreharbeiten zur «Sonnenallee»-Fortsetzung haben begonnen +++ München: 20 Filme mit deutscher Beteiligung in Locarno


Potsdam: Vivendi verkauft Studio Babelsberg an Münchner Investoren
Potsdam (ddp). Der Verkauf der Filmstudios Babelsberg ist entschieden. Neuer Eigentümer wird eine Investorengruppe unter Führung der Münchner Carl Woebcken und Christoph Fisser, wie die Berlin Animation Film GmbH mitteilte, bei der Woebcken Geschäftsführer ist. Woebcken will sich nach Angaben des Unternehmens erst am Montag zum Vertragsabschluss äußern.
Brandenburgs Wirtschaftsminister Ulrich Junghanns (CDU) sagte, das Land sei den Käufern gegenüber «unvoreingenommen und für Gespräche offen». Er sei über die konkreten Pläne der Investoren noch nicht informiert worden.
Woebcken war bis 2002 Finanzvorstand der Münchner Trickfilmfirma TV-Loonland AG. Er führt heute die Berlin Animation Film GmbH an, die Zeichentrickfilme vermarktet und produziert. Fisser hat in München ein Filmstudio.
Nach Angaben der «Berliner Morgenpost» (Mittwochausgabe) hat das französische Unternehmen Vivendi die Filmstudios Babelsberg für den symbolischen Preis von einem Euro verkauft. Vivendi übernehme dazu 18 Millionen Euro Altschulden der Studios, hieß es.
Der französische Konzern war 1992 Eigentümer der legendären Studios geworden. Das Unternehmen war schon seit längerem auf der Suche nach einem Käufer. Zu den Interessenten zählten neben der Investorengruppe um Fisser und Woebcken unter anderem die NDR-Tochter Studio Hamburg und Vivendis Vertreter in Babelsberg, Thierry Potok.

München: 20 Filme mit deutscher Beteiligung in Locarno
München (ddp). 20 deutsche Filme und deutsch-internationale Koproduktionen werden beim 57. Internationalen Filmfestival Locarno zu sehen sein. Im offiziellen Wettbewerb des Festivals, das vom 4. bis 14. August dauert, läuft der deutsche Streifen «En Grade» von Ayse Polat. Die Hamburger Regisseurin beschreibt in ihrem zweiten Spielfilm die Freundschaft zweier außergewöhnlicher Mädchen in einem katholischen Erziehungsheim, wie die Export-Union des Deutschen Films am Mittwoch mitteilte.
Auf der Piazza Grande werden beim Festival unter anderem «Der neunte Tag» von Volker Schlöndorff und «Die syrische Braut» von Iran Riklis präsentiert. Beides sind Koproduktionen mit deutscher Beteiligung. Im Video-Wettbewerb ist Deutschland mit «Egoshooter» von Christian Becker und Oliver Schwabe vertreten. In der Jury des «A-Festival» sitzt unter anderen Schauspieler Udo Kier.

Bad Düben: Dreharbeiten zur «Sonnenallee»-Fortsetzung haben begonnen
Bad Düben (ddp). Die Dreharbeiten zur «Sonnenallee»-Fortsetzung «NVA» haben am Mittwoch in Bad Düben begonnen. Am Morgen sei auf dem Gelände der leer stehenden Heidekaserne die erste Klappe gefallen, sagte Martin Rohrbeck von der Produktionsfirma BojeBuck auf ddp-Anfrage. Gedreht worden sei die Ankunft von Rekruten in einer Kaserne der Nationalen Volksarmee (NVA).
«NVA» setzt die Geschichte der in Ostberlin auf der «falschen Seite der Sonnenallee» aufwachsenden Kinder fort: Inzwischen sind Micha, Mario, Wuschel und Co. im wehrpflichtigen Alter und müssen zu NVA. Die Dreharbeiten sollen Ende August abgeschlossen sein. Regie führt wieder Leander Haußmann.
«Sonnenallee» lief ab Ende der 90er Jahre in den deutschen Kinos und zählte 2,7 Millionen Zuschauer.