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Dresden: Vivaldi-Fund wird in Annenkirche aufgeführt +++ Berlin: Festival «UltraSchall» präsentiert neue Musik +++ Dortmund: Dasa präsentiert Musik-Ausstellung +++ Wilhelmshaven: Internationales A-cappella-Festival mit vier Formationen +++ Erfurt: Theater setzt verstärkt auf Musik-Produktionen +++ Erfurt: Sondershausen ruft Schlossfestspiele ins Leben +++ Gladbeck: Mehr als 150 Tänzer zu Festival erwartet +++ Berlin: Studioorchester spielt Werke US-amerikanischer Komponisten
Dresden: Vivaldi-Fund wird in Annenkirche aufgeführt
Die in Dresden entdeckte Komposition "Dixit Dominus" von Antonio Vivaldi (1678-1741) wird am 22. April in der Dresdner Annenkirche erstmals wieder zu hören sein. Das teilte die Sächsische Landesbibliothek mit. Das Spätwerk des Venezianers war 2005 von der australischen Musikwissenschaftlerin Janice Stockigt in der Musikabteilung der Bibliothek gefunden worden. Experten sprachen daraufhin vom "wichtigsten Vivaldi-Fund seit etwa 75 Jahren". Bisher war die Komposition Baldassarre Galuppi (1706-1785) zugerechnet worden.
Berlin: Festival «UltraSchall» präsentiert neue Musik
Berlin (ddp-bln). Neue Musik findet zum achten Mal ein Forum auf dem Festival «UltraSchall» in Berlin. Die zwei Schwerpunkte des Festivals vom 19. bis 29. Januar widmen sich der Musik des 1980 verstorbenen italienischen Avantgardisten Franco Evangelisti, der in diesem Jahr 80 Jahre alt geworden wäre, sowie Werken polnischer Künstler, teilten die Veranstalter mit. Im Mittelpunkt zahlreicher Konzerte stehen neueste Werke junger Komponisten und Klassiker der Avantgarde. «UltraSchall» wird veranstaltet vom Kulturradio des Rundfunks Berlin-Brandenburg (RBB) und Deutschlandradio Kultur.
Aufgeführt werden sollen wichtige Werke der polnischen Avantgarde aus der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts von Krysztof Penderecki sowie Witbold Lutoslawski. Spannung verspricht den Angaben zufolge die neue Oper des Komponisten Pascal Dusapin in der Inszenierung der Staatsoper Unter den Linden. Dusapins «Faustus» begegnet verschiedenen Persönlichkeiten der Geschichte und stellt ihnen Fragen nach Raum und Zeit, nach Anfang und Ende der Welt.
Dortmund: Dasa präsentiert Musik-Ausstellung
Dortmund (ddp-nrw). Die Deutsche Arbeitsschutzausstellung (Dasa) in Dortmund widmet sich im ersten Halbjahr 2006 musikalischen Themen. Wie die Einrichtung am Dienstag mitteilte, eröffnet am 29. Januar die interaktive Ausstellung «Macht Musik». In der bis zum 15. Oktober dauernden Schau sind rund 200 Objekte und 70 Musikbeispiele zu sehen und hören.
Zur Eröffnung der Ausstellung wird unter anderem die deutsche Reggae-Sängerin Zoe erwartet. Zudem ist im Rahmen der Präsentation eine Foto-Schau mit Prominenten der Rockmusik geplant. Der in Dortmund lebende Fotograf Carl van der Walle stellt dabei Bilder aus den 1960er und 1970er Jahren aus.
Auch das Polizeicorps NRW wird in der Dasa aufspielen. Nach Veranstalterangaben soll es am 10. März unter dem Motto «Postkarten aus der Ferne» Stücke von reisenden Komponisten anstimmen.
Wilhelmshaven: Internationales A-cappella-Festival mit vier Formationen
Wilhelmshaven (ddp-nrd). A-cappella-Gruppen aus Weißrussland, den Niederlanden, Belgien und Deutschland gastieren ab Donnerstag im niedersächsischen Wilhelmshaven. Die neunte Auflage des Festivals «European Voices» ist einer der Programmhöhepunkte zum 30-jährigen Bestehen des Kulturzentrums Pumpwerk, wie die Veranstalter am Dienstag mitteilten.
Zum Auftakt tritt die niederländische Formation «Rock4» auf, die Lieder der Rockgruppe «Queen» zu Gehör bringt. Das Konzert des Kölner Quintetts «Wise Guys» am 19. Februar ist bereits ausverkauft. Karten gibt es indes noch für die belgische Gruppe «Voice Male», die am 4. März ihren A-cappella-Pop-Sound erklingen lässt. Von Klassik über Pop bis Jazz und Weltmusik reicht das Repertoire von «Camerata» aus Weißrussland am 25. März.
http://www.pumpwerk.de
Erfurt: Theater setzt verstärkt auf Musik-Produktionen
Erfurt (ddp-lth). Das Erfurter Theater hat das Jahr 2005 erfolgreich abgeschlossen. Mit 152 000 Besuchern seien rund 2500 Gäste mehr als im Jahr zuvor gekommen, sagte Generalintendant Guy Montavon am Dienstag in Erfurt. Die 484 Veranstaltungen seien zu 81 Prozent ausgelastet gewesen. «Damit waren wir erfolgreicher als erwartet», sagte Montavon.
Erfolgreich liefen den Angaben zufolge vor allem die Musik-Produktionen des Zwei-Sparten-Hauses. Die Gastauftritte auswärtiger Schauspiel-Ensembles seien hingegen meist nur auf mäßige Resonanz gestoßen, räumte Montavon ein. Daher solle dieses Angebot künftig reduziert werden. Stattdessen könnten die eigenen Musik-Produktionen an mehr Abenden gespielt werden.
Erfurt: Sondershausen ruft Schlossfestspiele ins Leben
Erfurt (ddp-lth). Sondershausen lädt in diesem Sommer erstmals zu Schlossfestspielen ein. Am 14. Juli werde die Mozart-Oper «Die Hochzeit des Figaro» im Hof des Schlosses Premiere feiern, teilte die Stadt am Montag mit. Die künstlerische und organisatorische Verwirklichung der Schlossfestspiele werde der Theater Nordhausen/Loh-Orchester Sondershausen GmbH übertragen. Das Sondershäuser Schloss solle zu einem lebendigen Festspielort gemacht werden. Bis zum 29. Juli seien weitere sechs Vorstellungen vorgesehen.
Im Mittelpunkt der Festspiele soll den Angaben zufolge künftig in jedem Jahr die Neuinszenierung einer bekannten Oper stehen. Die Produktionen sollten jeweils innerhalb einer Sommerakademie mit jungen Sängern aus ganz Deutschland erarbeitet werden. Die jungen Künstler erhielten so die Gelegenheit, unter professioneller Anleitung bereits frühzeitig an einer Opernproduktion teilzunehmen und eine Brücke zwischen Studium und Berufsleben zu spannen. Die Stadt will mit dem Projekt auch an ihre Tradition in der Musikausbildung anknüpfen. Kooperationspartner seien unter anderem die Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten sowie die 2005 gegründete Landesmusikakademie Sondershausen. Die Partner planten den Abschluss einer Kooperationsvereinbarung und die Einrichtung eines Kuratoriums für die Schlossfestspiele.
Die Karten werden den Angaben zufolge 25 Euro, ermäßigt 19 Euro kosten. Gruppen ab zehn Personen werde Rabatt gewährt.
http://www.schlossfestspiele-sondershausen.de
Gladbeck: Mehr als 150 Tänzer zu Festival erwartet
Gladbeck (ddp-nrw). Mehr als 150 Tänzer werden am 4. Februar in Gladbeck zum XVII. Modern Dance Festival erwartet. Wie die Veranstalter am Montag mitteilten, nehmen etwa 20 Tanzgruppen aus ganz Deutschland an der Festival-Show in der Stadthalle teil. Zu sehen sind unter anderem Darbietungen in Showtanz, Tanztheater, Musical, Jazz-Dance, Ballett oder Hip-Hop.
Zusätzlich zu der Vorstellung gibt es am 4. und 5. Februar elf Workshops, in denen unter anderem Salsa, Videoclip-Dance oder zeitgenössischer Tanz gelehrt werden. Die Kurse finden in der Anne-Frank-Realschule statt und werden nach Angaben der Veranstalter von erfahrenen Tänzern geleitet.
Berlin: Studioorchester spielt Werke US-amerikanischer Komponisten
Berlin (ddp-bln). Das Studioorchester der Hochschule für Musik (HfM) spielt am Mittwoch im Berliner Konzerthaus am Gendarmenmarkt Werke US-amerikanischer Komponisten. Auf dem Programm stehen Stücke von Charles Ives, George Gershwin, Alan Broadbent und Bill Holman, wie ein Sprecher der Hochschule sagte. Unter der Leitung von Christian Ehwald und Jiggs Whigham treten gemeinsam mit dem Studioorchester Sorin Creciun am Klavier und Peter Weniger am Tenorsaxophon auf.
Der Klangkörper setzt sich aus Mitgliedern des Sinfonieorchesters der Hochschule und der Big Band des neu gegründeten Jazz-Instituts Berlin zusammen. Das Konzert beginnt um 20.00 Uhr im Großen Saal des Konzerthauses. Die Karten kosten sechs Euro, ermäßigt vier Euro.