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Berlin: Designer Burkhard Schmitz zum Ersten Vizepräsidenten der UdK gewählt +++ Frankfurt/Main: Stadt sichert Erbe der «Neuen Frankfurter Schule»+++ München: Neue Pinakothek bleibt auf unbestimmte Zeit geschlossen +++ Leipzig: Eintritt für Bildermuseum soll teurer werden
Berlin: Designer Burkhard Schmitz zum Ersten Vizepräsidenten der UdK gewählt
Burkhard Schmitz ist der neue Erste Vizepräsident der Universität der Künste Berlin. Der 48-jährige Professor am Institut für zeitbasierte Medien wurde heute morgen vom Erweiterten Akademischen Senat der größten deutschen Kunsthochschule zum Vertreter von Präsident Prof. Martin Rennert gewählt. Sein wichtigstes Anliegen sei es, “fakultätsübergreifende Projekte und Initiativen zu unterstützen, da diese in besonderem Maße die Einzigartigkeit unserer Universität nutzen”. Schließlich seien an keiner anderen Institution derart viele Künste vertreten. “Und das verpflichtet”, so Schmitz.
Der gebürtige Bitburger hat selber an der UdK Berlin studiert und ist dort seit 1993 Professor für das Entwerfen von interaktiven Systemen. Zuvor war er für die Produktentwicklung Roericht Ulm und als Professor für Interaction Design an der Fachhochschule Schwäbisch-Gmünd tätig. Für seine Arbeiten und Veröffentlichungen ist er vielfach auf internationaler Ebene ausgezeichnet worden.
Frankfurt/Main: Stadt sichert Erbe der «Neuen Frankfurter Schule»
Frankfurt/Main (ddp). Die Stadt Frankfurt am Main hat insgesamt 7000 Werke der legendären Satirikergruppe «Neue Frankfurter Schule» gekauft. Damit sollen die Werke für die Allgemeinheit gesichert werden, teilte die Stadt am Dienstag mit. Der Vertrag über die Bilder, Grafiken und Karikaturen von F. W. Bernstein, Robert Gernhardt, Chlodwig Poth und Hans Traxler sei am Dienstag unterzeichnet worden. Über den Kauf 4000 weiterer Arbeiten des im September 2005 verstorbenen F. K. Waechter liefen noch Gespräche mit der Familie Waechters.
Um den Kauf zu finanzieren, hofft die Stadt auf die Unterstützung der Kulturstiftung der Länder. Bernstein, Gernhardt, Traxler und die Witwe Poths erhalten nach Angaben des Frankfurter Kulturdezernats bis zum Lebensende je 2000 Euro pro Monat, mindestens aber 360 000 Euro. Die erstandenen Originale der Satiriker sollen den Grundstock für ein Museum der Komischen Kunst in Frankfurt am Main bilden.
München: Neue Pinakothek bleibt auf unbestimmte Zeit geschlossen
München (ddp). Wegen Mängeln beim Brandschutz muss die Neue Pinakothek in München auf unbestimmte Zeit geschlossen bleiben. Man bedauere diese Maßnahme außerordentlich, betonten die Bayerischen Staatsgemäldesammlungen am Dienstag. Zunächst seien Reparaturen an der Brandschutzvorrichtung nötig. Ein Ende der Schließung sei «nicht absehbar».
Die Neue Pinakothek bietet einen Überblick über die Epochen der europäischen Kunst vom Klassizismus bis zum Jugendstil. Ergänzt wird die ständige Sammlung durch Ausstellungen, die das Spektrum des 19. Jahrhunderts erweitern. Gründer des Museums war König Ludwig I. von Bayern, der das 1853 eröffnete Haus für seine aus Privatmitteln erworbene Sammlung von Werken zeitgenössischer Künstler errichten ließ.
Nach der Zerstörung des ursprünglichen Gebäudes im Zweiten Weltkrieg und einer provisorischen Präsentation von ausgewählten Werken im Haus der Kunst wurde 1981 der Neubau nach Plänen des Architekten Alexander von Branca eröffnet. Durch eine stetige Vermehrung der Bestände zählt die Neue Pinakothek heute zu den bedeutendsten Museen zur Kunst des 19. Jahrhunderts weltweit.
Leipzig: Eintritt für Bildermuseum soll teurer werden
Leipzig (ddp-lsc). Besucher des Leipziger Museums der bildenden Künste müssen sich auf höhere Eintrittspreise gefasst machen. Um die Einnahmen der Einrichtung zu steigern, soll die Einzelkarte für die Dauerausstellung fortan für Vollzahler 7 statt 5 Euro und mit Ermäßigung 5 statt 3,50 Euro kosten, wie die Stadtverwaltung am Dienstag mitteilte.
Für Sonderschauen des Bildermuseums soll der Preis künftig bei 8,50 statt wie bislang bei 6 Euro liegen. Ermäßig kostet der Besuch einer Sonderausstellung dem Vorhaben nach künftig 6 statt 4 Euro.
Weitere Mehreinnahmen erhofft sich die Stadt aus der Verlegung des monatlichen eintrittsfreien Tages von Sonntag auf Mittwoch. Voraussichtlich im Juni muss der Stadtrat über die Neuregelung befinden.