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18.5.: bildende kunst aktuell +++ bildende kunst

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Duisburg: Museum Küppersmühle zeigt Gemälde und Grafiken von Maxim Kantora +++ Bonn: Macke Haus zeigt «Landschaft im rheinischen Expressionismus» +++ Aachen: Suermondt-Ludwig-Museum in Aachen zeigt Maether-Retrospektive +++ Stuttgart: Staatsgalerie zeigt Landschaftsbilder von Monet +++ Dortmund: Dasa zeigt Ausstellung mit Werken von Jürgen Brodwolf +++ Chemnitz: Studenten zeigen in Chemnitz Textildesign für die «Fabrik Europa»


Duisburg: Museum Küppersmühle zeigt Gemälde und Grafiken von Maxim Kantora
Duisburg (ddp-nrw). 35 Gemälde und 140 Grafiken des russischen Künstlers Maxim Kantor präsentiert seit Donnerstag das Museum Küppersmühle in Duisburg. Unter dem Titel «New Empire» zeigen die Werke nach Museumsangaben die beherrschenden Themen des Künstlers: Macht und Machtmissbrauch, die Isolation des Menschen sowie das «Ruinöse und Erbärmliche des Alltags«.
In dem Begleittext zur Ausstellung heißt es, Kantors Bilder «spiegeln in ihrer dichten Motivik die Leidensgeschichte des Einzelnen». Gerade durch seine intensive gesellschaftskritische Auseinandersetzungen unterstreiche der Künstler «die Unverwechselbarkeit und Bedeutung jedes Individuums».
Die Ausstellung ist bis 2. Juli mittwochs von 14.00 bis 18.00 Uhr sowie donnerstags, samstags und sonntags von 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet vier Euro.

Bonn: Macke Haus zeigt «Landschaft im rheinischen Expressionismus»
Bonn (ddp-nrw). Rund 90 Arbeiten zum Thema «Landschaft im rheinischen Expressionismus» sind ab Freitag im Bonner August Macke Haus zu sehen. Bei den Werken handele es sich überwiegend um Ölgemälde, aber auch Aquarelle, Zeichnungen und druckgraphische Arbeiten von zwölf Künstlern würden gezeigt, teilten die Veranstalter am Donnerstag mit.
Präsentiert werden Arbeiten unter anderem von August Macke, Heinrich Campendonk und Carlo Mense. Die Werke stammen aus öffentlichem und privatem Besitz im In- und Ausland, darunter bislang völlig unbekannte und selten ausgestellte Bilder, die erst in jüngster Zeit entdeckt wurden.
Landschaftsdarstellungen dienten den Expressionisten einerseits der Erprobung neuer künstlerischer Ausdrucksmittel und spiegelten andererseits das Verhältnis der Künstler zu ihrer Umwelt und zur Natur wider. Sie gäben Auskunft über ihre Geisteshaltung und Weltanschauung und könnten so etwas von der Mentalität und Befindlichkeit der Epoche ihrer Entstehung vermitteln, hieß es.
Das August Macke Haus in Bonn ist dienstags bis freitags von 14.30 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet; samstags, sonntags und feiertags von 11.00 bis 17.00 Uhr. Der Eintritt für einen Erwachsenen kostet vier Euro, ermäßigt drei Euro.
http://august-macke-haus.de

Aachen: Suermondt-Ludwig-Museum in Aachen zeigt Maether-Retrospektive
Aachen (ddp-nrw). Eine umfangreiche Retrospektive der Künstlerin Christiane Maether ist ab Freitag im Suermondt-Ludwig-Museum in Aachen zu sehen. Dabei werden unter anderem großformatige, leuchtende Ölbilder, aber auch plastische Gipsarbeiten gezeigt, wie das Museum am Donnerstag mitteilte. Daneben können Besucher Einblick in die Entstehensgeschichte der Werke, in Sammlungen von Vorbildern, Skizzenbücher sowie plastische Modelle Maethers erhalten. Außerdem wird in der Schau eine repräsentative Auswahl von Arbeiten ihrer älteren Schüler gezeigt.
Das malerische, plastische und graphische Werk Maethers dreht sich den Angaben nach immer wieder um die menschliche Figur, die Architektur als menschliche Behausung und Personifikationen aus Geschichte, Religion und Mythologie. Die 1941 in Berlin geborene Künstlerin ist seit 24 Jahren als Professorin an der FH Aachen tätig.
Die Schau ist bis zum 23. Juli dienstags bis sonntags von 12.00 Uhr bis 18.00 Uhr, mittwochs zusätzlich bis 21.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet 3, ermäßigt 1,50 Euro.

Stuttgart: Staatsgalerie zeigt Landschaftsbilder von Monet
Stuttgart (ddp). Die Staatsgalerie Stuttgart widmet sich in einer hochkarätigen Jubiläumsschau den Landschaftsdarstellungen von Claude Monet (1840-1926). Von Samstag bis 24. September vereint die Kunstinstitution unter dem Titel «Claude Monet: Effet de soleil - Felder im Frühling» 47 Werke des französischen Malers und einiger Wegbegleiter unter ihrem Dach. «Die Ausstellung lädt zum vergleichenden Sehen ein», sagte Kurator Christofer Conrad am Donnerstag bei der Vorabpräsentation. Erwartet werden rund 100 000 Besucher.
Mit der Schau feiert die Staatsgalerie den 100. Jahrestag der Erwerbung des Gemäldes «Felder im Frühling» durch den Stuttgarter Galerieverein im Jahre 1906. Monet schuf dieses Bild im Sommer 1887 in Giverny. Den Ausstellungsmachern zufolge gilt es als ein Schlüsselwerk in einer Phase des Künstlers, in der er sich allmählich vom Impressionismus loslöste. Um das Werk herum gruppieren sich chronologisch rund 40 weitere Felder- und Wiesenbilder Monets sowie Arbeiten von Adolph William Bouguereau, Camille Pissarro, Alfred Sisley und Vincent van Gogh.
Für die Ausstellung hat die Staatsgalerie Leihgaben aus 30 internationalen Sammlungen zusammengetragen, unter anderem aus dem Museum of Modern Art in New York, der Eremitage in St. Petersburg, dem Museum of Western Art in Tokyo und dem Musée d\'Orsay in Paris. Es ist das letzte große Projekt unter dem scheidenden Staatsgalerie-Direktor Christian von Holst, der die Schau gemeinsam mit Conrad erarbeitete und Ende Oktober in den Ruhestand geht. Seine Nachfolge tritt Sean Rainbird an, bisher Kurator an der Tate Gallery London.
Die Ausstellung gilt als einer der Höhepunkte des Kulturprogramms des Landes Baden-Württemberg anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft. Sie steht unter der Schirmherrschaft von Ministerpräsident Günther Oettinger (CDU).

Dortmund: Dasa zeigt Ausstellung mit Werken von Jürgen Brodwolf
Dortmund (ddp-nrw). In der Deutschen Arbeitsschutzausstellung (Dasa) in Dortmund sind ab Sonntag rund 20 Werke des ehemaligen documenta-Teilnehmers und Professors für Bildhauerei, Jürgen Brodwolf, zu sehen. Wie die Dasa am Donnerstag mitteilte, setzt sich die Schau mit dem Thema «Mensch und Maschine» auseinander.
Präsentiert wird unter anderem ein Speicherkasten mit 75 Bild- und Dokumentationstafeln, die von den Besuchern herausgezogen und betrachtet werden können. Die Tafeln befassen sich zum Beispiel mit Dortmunder Bergwerken oder der Arbeiterbewegung. Der 1932 in Dübendorf bei Zürich geborene Brodwolf lebt und arbeitet im südbadischen Kandern. Ausgestellt werden in Dortmund Figurentücher aus den 1970er Jahren und aktuelle Bronzefiguren. Sie dokumentierten "die Entwicklungsgeschichte, die Metamorphose meiner Figuren», sagte Brodwolf.
Geöffnet ist die bis zum 30. Juli dauernde Schau dienstags bis samstags von 9.00 bis 17.00 Uhr und donnerstags von 10.00 bis 17.00 Uhr. Der Eintritt für einen Erwachsenen kostet drei Euro.

Chemnitz: Studenten zeigen in Chemnitz Textildesign für die «Fabrik Europa»
Chemnitz (ddp-lsc). Die internationale Designausstellung «Factory Europe - Remember the future» ist am Donnerstag in Chemnitz eröffnet worden. In einer ehemaligen Webstuhlfabrik präsentieren junge Textilgestalter von 16 Kunsthochschulen aus 13 Ländern ihre Vorstellungen von der «Fabrik Europa». Die moderne Gestaltung der maroden Räume spiegele das Spannungsfeld zwischen den Anforderungen heutigen Lebens und den Wurzeln der europäischen Industriekultur wider, sagte Initiator Hervé Francois vom Verein «Rooms für free» zur Eröffnung. Gleichzeitig sei die bis 31. Juli dauernde Ausstellung ein Beitrag zum Zusammenwachsen Europas.
Das Projekt solle der Bildung eines europaweiten Netzwerkes der Kunsthochschulen und der Herstellung von Kontakten junger Designer mit der Industrie dienen, sagte Francois. Die unter schwierigen wirtschaftlichen Rahmenbedingungen arbeitende europäische Textilindustrie sei auf neue, frische Ideen angewiesen, um bestehen zu können. Die Unternehmen müssten erkennen, dass Design zur Wertschöpfung beitrage.
Die Ausstellung «Rooms for free» vor zwei Jahren im Schloss Lichtenwalde mit sieben teilnehmenden Hochschulen sei der erste Schritt des Projekts gewesen und habe ein sehr gutes Echo erfahren.
Der mit Unterstützung des Verbandes der Nord-Ostdeutschen Textil- und Bekleidungsindustrie (vti) mittlerweile gegründete Verein «Rooms for free» wolle das Projekt weiter befördern. Bei «Factory Europe» sei außerdem die Frankfurter Messe «Heimtextil» mit im Boot. Dadurch könne die Internationalität des Netzwerkgedankens weiter erhöht werden.
http://www.roomsforfree.de