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Münster: Werke von Eric Winarto ab heute im initalraum +++ Bonn: Ausstellung zeigt Karikaturen von August Macke +++ Dresden: Ausstellung mit Stiftungen des Kunstsammlers Cichorius im Semperbau +++ Berlin: Nolde-Stiftung Seebüll eröffnet Dependance in Berlin
Münster: Werke von Eric Winarto ab heute im initalraum
Münster (ddp-nrw). Arbeiten des malaysischen Künstlers Eric Winarto sind ab heute (20. September) im initalraum in Münster zu besichtigen. Die Malereien des 1980 in Kuala Lumpur Geborenen beschäftigten sich auf vielfältige Art mit Vergänglichkeit und Zerfall, teilten die Veranstalter mit. Die Werke seien eine zeitgemäße Interpretation von Landschaft und Landschaftsmalerei. Für Winarto sei die Malerei die Verkörperung einer Metaphysik, deren Ursprung er sowohl in gesellschaftlichen Phänomenen als auch in persönlichen Themen sehe.
Die Ausstellung im initalraum in Münster sei die erste Einzelausstellung Winartos in Deutschland. Im französischen Sprachraum gehöre der in Genf lebende Künstler «zum jungen, aufmerksam beobachteten Nachwuchs», hieß es.
Die Ausstellung im initalraum in Münster wird bis zum 10. Oktober gezeigt. Zu sehen ist sie mittwochs bis freitags von 15.00 Uhr bis 19.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 11.00 bis 16.00 Uhr.
Bonn: Ausstellung zeigt Karikaturen von August Macke
Bonn (ddp-nrw). Anlässlich des 120. Geburtstages von August Macke (1887-1914) sind ab heute (20. September) in Bonn rund 100 Karikaturen und humoristische Arbeiten des Künstlers zu sehen. Die Schau zeigt einen weitgehend unbekannten Aspekt von Mackes Werk, wie eine Sprecherin des August-Macke-Hauses mitteilte. Ein Teil der jetzt gezeigten Arbeiten war noch nie öffentlich zu sehen.
Die Ausstellung dokumentiere das humorvolle Naturell des Künstlers, der das Karikieren ohne ausgeprägten ästhetischen oder gesellschaftskritischen Anspruch betrieben habe, hieß es weiter. So hielt er zumeist das charakteristische Äußere seiner Mitmenschen, ihre Missgeschicke und Schwächen fest.
Als Motive dienten ihm Familienmitglieder, Lehrer und persönliche Bekannte. In der Bonner Ausstellung werden diesen Porträts Fotografien der karikierten Personen gegenübergestellt. Auch mit der bildenden Kunst verschiedener Epochen und Kulturkreise setzte Macke sich auf ironische Weise auseinander.
Den Originalen von August Macke werden in der Ausstellung Werkreproduktionen der Künstler gegenübergestellt, die Macke in seinen Karikaturen inhaltlich und stilistisch inspirierten. Neben Wilhelm Busch (1832 - 1908) sind es vor allem Honoré Daumier (1808-1879) und Henri de Toulouse-Lautrec (1864-1901). Darüber hinaus ermöglicht die Schau den Vergleich zu zeittypischen sozialkritischen und politischen Karikaturen, wie sie etwa in der Zeitschrift «Simplicissimus» erschienen.
Die Ausstellung wird bis 13. Januar im August Macke Haus gezeigt. Das Museum ist dienstags bis freitags von 14.30 bis 18.00 Uhr geöffnet, an Wochenenden und Feiertagen von 11.00 bis 17.00 Uhr.
Dresden: Ausstellung mit Stiftungen des Kunstsammlers Cichorius im Semperbau
Dresden (ddp-lsc). Die Galerie Neue Meister in Dresden widmet sich ab heute (20. September) in einer Sonderausstellung dem Kunstsammler Eduard Cichorius. Wie die Staatlichen Kunstsammlungen mitteilten, sind im Semperbau am Zwinger zum 100. Todestag des Privatsammlers Gemälde zu sehen, die Cichorius der Galerie stiftete. Darunter sind Werke von Ludwig Richter, Joseph Anton Koch sowie mehrerer niederländischer Meister. Die Schau ist bis 9. März 2008 geöffnet.
Die Galerie Neue Meister präsentiert zum vierten Mal eine Sonderausstellung im Semperbau, seit das Albertinum im Januar 2006 geschlossen wurde. Dort finden umfassende Sanierungsarbeiten statt, und es wird ein neues Depot- und Werkstattgebäude gebaut.
Berlin: Nolde-Stiftung Seebüll eröffnet Dependance in Berlin
Berlin (ddp). Die Nolde-Stiftung Seebüll hat in Berlin eine Dependance eröffnet. Die erste Ausstellung in den Räumen am Gendarmenmarkt zeigt unter dem Titel «Emil Nolde in Berlin 1910/11 - Tanz, Theater, Cabaret» 113 Aquarelle, Grafiken, Tuschpinselzeichnungen und Ölbilder, die Nolde im Winter 1910/11 in Berlin schuf, wie Stiftungs-Direktor Manfred Reuther am Mittwoch sagte.
Das Ehepaar Nolde wohnte Reuther zufolge in den Sommermonaten auf der Ostseeinsel Alsen und verbrachte die Winter in Berlin. Noldes gingen in Berlin ins Theater, in Ausstellungen und Varietés. Im Spätherbst 1910 bezog das Ehepaar eine eigene Wohnung in der Tauentzienstraße, wo Nolde viele seiner Berlin-Bilder vollendete. Unzählige Bilder malte er jedoch nicht zu Hause, sondern in Cafés, Theatern und Kabaretts der Hauptstadt, wie der Stiftungs-Direktor betonte. Auf manchen Bildern könnten sogar bekannte Schauspieler identifiziert werden.
Emil Nolde (1867-1956) ist einer der bedeutendsten Maler des deutschen Expressionismus. Bereits zu Lebzeiten gründete er eine private Stiftung zur Verwaltung seines umfangreichen Werkes.
Die Eröffnung der Berliner Dependance fällt in das 50. Jubiläumsjahr der Stiftung Seebüll Ada und Emil Nolde. In den über 600 Quadratmeter großen Galerieräumen in dem denkmalgeschützten Stadthaus werden drei Wechselausstellungen pro Jahr gezeigt. Dabei wird das Werk Noldes den Angaben zufolge auch mit anderen Künstlern konfrontiert.
http://www.nolde-stiftung.de