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Kunstfonds des Freiststaates Sachsen zeigt in Leipzig Neuerwerbungen +++ Geraer Kunstverein lädt zur ersten Kunstaktion
Kunstfonds des Freiststaates Sachsen zeigt in Leipzig NeuerwerbungenLeipzig (ddp-lsc). Rund 70 Werke unter dem Titel «Wunschbilder» zeigt der Kunstfonds des Freistaates Sachsen ab Sonntag im Museum der bildenden Künste Leipzig. Dabei handelt es sich um zeitgenössische Kunst, die vom Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst in den Jahren 2001 und 2002 angekauft wurde. «Damit präsentiert der Kunstfonds in den letzten Jahren entstandene Werke, die auf die Förderung bildender Kunst durch den Freistaat Sachsen zurückgehen», sagte Ralph Lindner, Leiter des Kunstfonds Sachsen am Freitag in Leipzig. «Künftig wollen wir die Neuerwerbungen jedes Jahr in einer anderen sächsischen Stadt präsentieren.»
Die bis 17. November gezeigten Arbeiten stammen von Malern, Grafikern, Bildhauern, Fotografen und Medienkünstlern, die in einem engen Bezug zu Sachsen stehen. Das zentrale Merkmal sei ein hohes künstlerisches Niveau, sagte Lindner weiter. Insbesondere verwies er auf die große Zahl Leipziger Künstler in «Wunschbilder». Einen Schwerpunkt der Ausstellung bilden Malerei und Fotografie, daneben werden auch Medienarbeiten und Installationen präsentiert. Die Schau «Wunschbilder» vereint Professoren und Absolventen, digitale Kunst und traditionelle Techniken. So entstehe ein spannungsreiches vielfältiges Bild der sächsischen Kunstlandschaft. Christiane Baumgartner beispielsweise zeigt einen über vier Meter langen Holzschnitt «Transall», Tjark Ihmels stellt seine interaktive «Elektronische Tapete» vor.
Zu den geförderten Künstlern gehören außerdem Tina Bara, Tilo Baumgärtel, Martin Borowski, Chat, Thomas Florschütz, Göran Gnaudschun, Ulrike Grossarth, Eberhard Havekost, Matthias Hoch und Axel Krause. Weiterhin sind in der Ausstellung «Wunschbilder» Arbeiten von Peter Krauskopf, Rosa Loy, Osmar Osten, Inga Paas, Ricarda Roggan, Christoph Ruckhäberle, Ursula Sax, Thomas Scheibitz, David Schnell, Annette Schröter, Klaus Süß, Heinz Tetzner und Clemens von Wedemeyer zu sehen.
Parallel dazu bietet das Bildermmuseum eine Sonderschau mit Werken aus dem Depot. Sechs prominente Leipziger sahen sich dort um und stellten eine Auswahl von Werken unter dem Moto «Meine Wahl» zusammen.
Arbeiten von Frank Berger, Jörg Herold und Tilo Schulz stellt der Kunstfonds vom 14. Februar bis zum 20. April 2003 im Kunst Haus Dresden aus.
www.kunstfonds.smwk.sachsen.de
www.leipzig.de/museum_d_bild_kuenste.htm
Geraer Kunstverein lädt zur ersten Kunstaktion
Gera (ddp-lth). «Zum ersten, zum zweiten und zum dritten» heißt es am Samstagabend im Geraer Museum für Angewandte Kunst. Dort geht die erste Auktion des Geraer Kunstvereins über die Bühne. 90 Werke von 57 Künstlern kommen dabei unter den Hammer. Es gebe «gute Kunst zu günstigen Preisen», erklärte Vereinsvorsitzende Regina Scheler am Freitag. Immerhin lägen die Anfangsgebote für die Gemälde, Grafiken und Zeichnungen, die Fotografien und Plakate, die Keramiken, Plastiken und Objekte zwischen 40 und 1000 Euro und damit bei rund 50 Prozent des Marktwertes.
Über die Vielfalt der Genres hinaus bietet die Auktion die unterschiedlichsten künstlerischen Handschriften und zudem einen interessanten Blick in die Kunstszene Ostdeutschlands. Von Gerhard Altenbourg bis Peter Zaumseil reicht die Liste der beteiligten Künstler. Hartwig Ebersbach, Jost Giese, Jost Heyder und Wolfgang Henne finden sich da ebenso wie Irmgard Horlbeck-Kappler, Gerda Lepke, Michael Morgner, Barbara Toch und Kay Voigtmann. Mit einer kleinen Bronzeplastik bringt sich Volkmar Kühn ein, mit Glasmalerei Katja Schütt und mit Objektkästen Wolfgang Schwarzentrub. Highlight neben einer 1968 entstandenen Lithografie von Gerhard Altenbourg ist eine 1998 von Karl Weschke geschaffene Radierung. Der in Gera geborene und seit den 40er Jahren in Großbritannien lebende Künstler schloss sich der Auktion spontan an.
Von deren Erlös fließen zehn Prozent dem Geraer Kunstverein zur Finanzierung neuer Projekte zu. Um die Gebote so hoch wie möglich zu treiben, wurde mit dem Rudolstädter Jens Henkel ein Experte gefunden. Der Museologe ist Gründer und Chef des Verlages «burgart presse», der sich insbesondere Künstlerbüchern in der Einheit von Text und bildender Kunst verschrieben hat.
www.kunstverein-gera.de