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Theo Koll wird neuer Moderator des Theatermagazins «Foyer» +++ Norweger Magnar Åm bekommt Europäischen Komponistenpreis
Theo Koll wird neuer Moderator des Theatermagazins «Foyer»
Hamburg (ddp). Theo Koll übernimmt von Minh-Khai Phan-Thi die Moderation des Magazins «Foyer». Der TV-Journalist «(Frontal 21») werde ab Oktober im Wechsel mit Esther Schweins das 35-minütige Format des ZDF-Theaterkanals präsentieren, teilte der Sender am Montag in Hamburg mit. Die Schauspielerin Phan-Thi («Nachtschicht») wolle sich nach drei Jahren neuen Aufgaben widmen und sei am 16. September (19.20 Uhr) letztmalig in dem Magazin auf 3sat zu sehen. Kolls erste Sendung wird am 7. Oktober ausgestrahlt und knüpft an die «Foyer»-Tradition an, wonach alle Formen der Bühnenkunst aufgegriffen werden.
Zudem bestückt der ZDF-Theaterkanal sein Programm demnächst mit Uwe Jansons Theaterfilm «Peer Gynt» (13. Dezember auf Arte) nach der Vorlage von Henrik Ibsen mit Robert Stadlober, Ulrich Mühe und Susanne-Marie Wrage in den Hauptrollen. Damit stellt sich der Berliner Regisseur nach Bertolt Brechts «Baal» und Frank Wedekinds «Lulu» zum dritten Mal der Herausforderung, einen Bühnenklassiker mit zeitgemäßen filmischen Mittel neu für ein größeres TV-Publikum zu erschließen.
Dani Levys begehbare Inszenierung «Freie Sicht aufs Mittelmeer» an realen Orten seiner Heimatstadt Basel (27. Januar in 3sat), die neue Dokumentationsreihe «Meisterwerke der Menschheit (Frühjahr 2007) mit einer Entdeckungsreise durch die Vielfalt der Weltkultur sowie weitere Folgen von »Theaterlandschaften« (ab 14. Januar in 3sat) mit Esther Schweins Blick ins deutsche Regie-Theater sollen das Programm des ZDF-Theaterkanals in den kommenden Monaten abrunden.
Unterdessen laufen die Vorbereitungen für eine Verfilmung des George-Tabori-Stückes »Mein Kampf« und für Schillers »Maria Stuart«.
Der digitale Spartensender startete im Dezember 1999 im Verbund mit 3sat und Arte und sieht sich seither als «Werkstatt» dieser Sender - mit dem Ziel, Lust auf Theater zu machen. Künftig wird das Programm laut ZDF über Internet Protocol TV (IPTV) unverschlüsselt empfangbar sein. Durch den Abschluss mit der Telekom können demnach sechs Millionen Haushalte mehr erreicht werden.
Norweger Magnar Åm bekommt Europäischen Komponistenpreis
Berlin (ddp). Der norwegische Komponist Magnar Åm ist mit dem Europäischen Komponistenpreis ausgezeichnet worden. Der 54-Jährige nahm die mit 5000 Euro dotierte Ehrung am Sonntagabend im Konzerthaus Berlin zum Abschluss des Festivals Young Euro Classic entgegen, wie die Organisatoren mitteilten. Eine elfköpfige Publikumsjury hatte die Auszeichnung aus den insgesamt zwölf Uraufführungen und deutschen Erstaufführungen des Festivals ermittelt.
Åm wurde 1952 in Trondheim geboren. Er absolvierte eine Ausbildung als Organist am Konservatorium in Bergen. Später studierte er Komposition in Bergen und Stockholm. Sein Repertoire reicht von Vokalwerken und Kammermusik über elektroakustische Musik bis zu großformatigen Orchesterkompo¬sitionen.
Der vom Regierenden Bürgermeister von Berlin ausgelobte Europäische Komponistenpreis wird seit 2000 vergeben.