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Frankfurt/Oder: Ausstellung mit DDR-Landschaftsbildern +++ Berlin: «Masterplan Museumsinsel» - Ausstellung zeigt erstmals 3D-Modelle +++ Ahrenshoop: «Seestücke» - Berliner Künstlerin stellt aus +++ Dresden: Kupferstichkabinett - Freude auf Mappen aus der Ukraine +++ Dresden: Zeitgenössische Malerei aus vier Metropolen
Frankfurt/Oder: Ausstellung mit DDR-Landschaftsbildern
ddp. Eine Ausstellung mit Landschaftsbildern aus 40 Jahren DDR wird am Sonntag (11.00 Uhr) im Museum Junge Kunst Frankfurt (Oder) eröffnet. Für die Schau wurden aus dem rund 11 000 Exponate zählenden Fundus des Museums 104 Arbeiten von 41 Künstlern ausgewählt, kündigte der Vize-Direktor Armin Hauer an. Gezeigt werden unter anderem Werke von Werner Tübke (Hiroshima II, 1958), Wolfgang Mattheuer (Fenster II, 1966) und Bernhard Kretzschmars «Blick auf Stalinstadt» (1955).
Die Ausstellung setzt eine Reihe des Museums fort, die vor zwei Jahren mit der Ausstellung «Frauenbilder in der DDR» begann. Im vergangenen Jahr lag der Schwerpunkt auf Bildhauerei. Die Malereien, Aquarelle, Handzeichnungen und Druckgrafiken für die jetzige Landschaftsbilder-Schau seien ausschließlich unter dem Aspekt der künstlerischen Qualität ausgewählt worden, sagte Hauer. Die Ausstellung präsentiere damit eine in dieser Form noch nicht gesehene Vielfalt der Handschriften.
Die Ausstellung ist bis 26. September in der Rathaushalle des Museums Junge Kunst zu sehen. Sie ist dienstags bis sonntags von 11.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.
http://www.museum-junge-kunst.de
Berlin: «Masterplan Museumsinsel» - Ausstellung zeigt erstmals 3D-Modelle
Berlin (ddp-bln). Die Ausstellung «Masterplan Museumsinsel - ein europäisches Projekt» ermöglicht bisher noch nie öffentlich gezeigte dreidimensionale Einblicke in die umfangreiche Bauplanung. «Wir zeigen ein Stück aktueller Planung und ein Stück Zukunft», sagte Senatsbaudirektor Hans Stimmann bei der Ausstellungseröffnung am Freitag in der Hauptstadt. Die Hauptidee sei es, etwas von der Leistung und den Potenzialen auf der Museumsinsel sichtbar zu machen.
Peter-Klaus Schuster, Generaldirektor der Staatlichen Museen zu Berlin, zeigte sich in seinem Rückblick auf die bisherigen Baumaßnahmen «guter Dinge, dass wird das alles durchzuziehen». So werde das Bode-Museum 2006 wiedereröffnet. Gegen das Neue Museum seien «alle Finanzierungsvorbehalte gefallen», sagte Schuster. 300 Millionen Euro seien etatiert und die Eröffnung des Hauses für 2009 geplant.
Der für 2005 geplante Umzug der Nofretete-Büste aus der ägyptischen Sammlung auf die Museumsinsel bringe jährlich zusätzliche 500 000 Besucher mit sich. Ohne das geplante neue Eingangsgebäude gehe damit ein jedoch «schieres Desaster» einher, warnte Schuster. In diesem Bereich herrsche aber ein «absolutes Defizit». Bisher gebe es keine Planung und keine Genehmigung für ein zentrales Eingangsgebäude. Ohne dieses könne der Masterplan aber nicht funktionieren. Auch im Bereich des Pergamonmuseums sei bisher lediglich eine reine Bestandssicherung auf den Weg gebracht. In welchen Zeiträumen und in welchem Umfang die Modernisierung und Erweiterung erfolge, werde derzeit noch beplant.
Die Ausstellung vermittelt neben einem kurzen geschichtlichen Abriss der Museumsinsel die wesentlichen Merkmale des Masterplanes und die aktuellen Bau- und Planungsstände. Sie ist bis 24. März im Lichthof der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung, Behrenstraße 24, 10117 Berlin zu sehen.
http://www.museumsinsel-berlin.de
Ahrenshoop: «Seestücke» - Berliner Künstlerin stellt aus
Ahrenshoop (ddp-bln). Mit der Ausstellung «Seestücke» in der Strandhalle Ahrenshoop gibt die Berliner Künstlerin Bettina Albrecht erstmals ihre Visitenkarte im Nordosten ab. Die landschaftlichen Ölgemälde entstanden in den vergangenen drei Jahren nach Besuchen der Halbinsel Fischland/Darß, wie die Galerie am Freitag mitteilte.
Albrecht, Jahrgang 1961, arbeitet seit ihrer Ausbildung zur Malerin und Bühnenbildnerin freischaffend. Sie wird in Berlin von der Galerie Brennecke in Charlottenburg vertreten und stellte zuletzt in der Königlichen Porzellanmanufaktur Berlin aus. Die Exposition in Ahrenshoop wird am Samstag eröffnet und ist bis 28. März zu sehen.
Dresden: Kupferstichkabinett - Freude auf Mappen aus der Ukraine
Dresden/Berlin (ddp). Das Dresdner Kupferstichkabinett freut sich auf die Rückkehr zweier Kunstalben, die nach dem Zweiten Weltkrieg in die Ukraine gebracht worden waren. Bislang seien die Formalitäten der Rückkehr aber noch nicht geklärt, sagte der Direktor des Kuperstich-Kabinetts der Staatlichen Kunstsammlungen, Wolfgang Holler, am Freitag der Nachrichtenagentur ddp in Dresden. Die Übergabe sei sicher auch als ein Erfolg in dem Bemühen zu werten, «immer mit der Ukraine im Gespräch zu bleiben», fügte Holler hinzu.
Bei den 5. deutsch-ukrainischen Regierungskonsultationen am Freitag in Berlin hatte der ukrainische Präsident Leonid Kutschma die zwei Mappen mit Zeichnungen und Kupferstichen, die einst den Dresdner Kunstsammlungen gehörten, an Bundeskanzler Gerhard Schröder (SPD)übergeben. Schröder versprach, diese sofort nach Dresden weiterzuleiten.
Bei den Alben handelt es sich um Werke des Franzosen Nicolas Bertin (1667-1736) und um eine Sammlung der Arbeiten von Floristenmalern aus dem 17. und 18. Jahrhundert, darunter ein Botanischer Atlas und mehrere Stilleben. Beide Mappen wurden in Kiew aufbewahrt. Sie stehen auf der Liste verschollener Exponate des Dresdner Kupferstichkabinetts.
Holler hofft, dass die Übergabe ein «hoffnungsvoller Auftakt» für weitere Rückführungen sein könne. Bereits 1996 waren drei künstlerische Mappenwerke aus der Ukraine an das Dresdner Kupferstichkabinett restituiert worden.
Dresden: Zeitgenössische Malerei aus vier Metropolen
Dresden (ddp-lsc). Zeitgenössische Malerei aus vier deutschen Kunstmetropolen präsentiert eine gemeinsame Ausstellung der Galerie Neue Meister und der Gläsernen Manufaktur der Volkswagen AG in Dresden. Die Schau «Fehlfarben - Neue Malerei aus München, Dresden, Leipzig, Berlin» ist zwischen dem 5. April und dem 31. Mai im Georgenbau des Residenzschlosses sowie im Firmengebäude des Automobil-Herstellers zu sehen, wie die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) und der VW-Konzern am Freitag in der sächsischen Landeshauptstadt gemeinsam mitteilten. Die Ausstellung solle einen Überblick über aktuelle Strömungen in der Malerei geben.
Zu sehen sind Werke der Künstler Martin Borowski, Eberhard Havekost, Johannes Kahrs, Martin Kobe, Wolfgang Koethe, Uwe Kowski, Thoralf Knoblcoh, Peter Krauskopf, Rosa Loy, Sophia Schama, Cornelia Schleime und Florian Thomas.