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24.2.: kulturelle bildung aktuell +++ kulturelle bildung

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Rostock: Europäische Musiklehrer lehren in Rostock +++ Leipzig: Wissenschaftler kritisiert sprachliche Fähigkeiten von Studenten +++ Leipzig: Wissenschaftler kritisiert sprachliche Fähigkeiten von Studenten


Berlin: Universität der Künste ernennt neue Honorarprofessoren
Berlin (ddp-bln). Die Berliner Universität der Künste (UdK) hat drei Kultur- und Medienfachleute zu Honorarprofessoren ernannt. Im Studiengang Kulturjournalismus werden künftig der Intendant von Radio Bremen, Heinz Glässgen, der Intendant der Berliner Festspiele, Joachim Sartorius, sowie der ehemalige Hörfunkdirektor des Senders Freies Berlin, Jens Wendland, lehren, teilte die Hochschule am Dienstag in Berlin mit. Alle drei sind den Angaben zufolge bereits seit Gründung des Studiengangs 2003 in der Lehre, im Kuratorium und im Leitungsgremium aktiv.
Glässgen - früher stellvertretender Programmdirektor des NDR-Fernsehens - wird sich an der UdK um öffentlich-rechtliche Medien und Radio kümmern. Sartorius, der unter anderem Kulturbeirat der EG-Kommission war, ist für den Bereich Kulturpolitik zuständig. Wendland - früher Feuilletonredakteur bei der «Frankfurter Allgemeinen Zeitung», beim «Spiegel» und bei «Der Zeit» - wird sich überwiegend mit dem Bereich Medienkritik beschäftigen.

Rostock: Europäische Musiklehrer lehren in Rostock
Rostock (ddp-nrd). Angehende Musiklehrer aus mehreren europäischen Ländern bringen derzeit in Rostock Schüler zum Singen. Die knapp 50 Teilnehmer eines Intensivkurses an der Rostocker Hochschule für Musik und Theater (HMT) testen zwei Wochen lang unterschiedliche Unterrichtsformen. Im Mittelpunkt der Musikstunden steht das Thema «Welle», wie eine Sprecherin der Hochschule am Dienstag sagte. Die Schulmusiker versuchen, dieses Motto durch gemeinsames Tanzen, Musizieren und Singen umzusetzen.
Die Schulmusik-Studenten aus Belgien, Großbritannien und Schweden sowie Dozenten aus Dänemark und Ungarn sind in Kindergärten und Grundschulen wie auch in Gymnasien zu Gast. Auf ihrem Programm stehen auch Workshops sowie ein Kulturbummel durch das gastgebende Bundesland.
Der internationale Intensivkurs an europäischen Musikhochschulen findet zum sechsten Mal statt. Die HMT Rostock ist zum zweiten Mal Gastgeber.

Leipzig: Wissenschaftler kritisiert sprachliche Fähigkeiten von Studenten
Leipzig (ddp-lsc). Deutschen Studenten mangelt es an literarischen Fähigkeiten und Kompetenzen. «Mit der Sprache liegt es ziemlich im Argen, auch bei Akademikern», sagte der Geschäftsführende Direktor des Deutschen Literaturinstituts Leipzig, Josef Haslinger, am Dienstag in Leipzig. Die Nachwuchswissenschaftler bedienten sich in ihren Texten und Arbeiten allzu oft einfacher Sprachschablonen und achteten vor allem auf fachliche Richtigkeit. Ob ein Text aber auch mit dem Leser kommuniziert, interessiere nur am Rande, sagte Haslinger bei der Vorstellung des Instituts-Programms für die Leipziger Buchmesse vom 17. bis 20. März. Das Institut ist das einzige in Deutschland, das literarisches Schreiben lehrt. Jährlich werden 20 junge Frauen und Männer aufgenommen.
Das Literaturinstitut arbeite momentan an einem Modulbaustein für die allgemeine akademische Ausbildung. In ein bis zwei Jahren, wenn das Studium komplett auf europäische Bachelor- und Masterabschlüsse umgestellt ist, sollen an der Universität Leipzig Übungen und Seminare für Textverständnis und kreatives Schreiben für alle Fachrichtungen angeboten werden, kündigte Haslinger an.
Der Wissenschaftliche Geschäftsführer des Zentrums für Höhere Studien, Matthias Middell, sagte, dass ein Text mit dem Leser kommuniziert, «ist etwas, das man lernen kann und muss». Im angelsächsischen Raum sei dies selbstverständlich und habe darüber hinaus eine lange Tradition.
Die Universität Leipzig wird auf der Buchmesse im März mit einer eigenen Buchmesse-Akademie und einem Internationalen Kongress für Literarisches Schreiben vertreten sein. Unter anderem sollen die 150 Bücher, die die Wissenschaftler der Hochschule im vergangenen Jahr veröffentlicht haben, vorgestellt werden. Zum anderen bietet der Stand der Universität auf der Messe ein Podium, um über aktuelle politische, soziale aber auch naturwissenschaftliche Erkenntnisse und Trends zu diskutieren, teilte Middell mit. Dabei solle die Buchmesse-Akademie vor allem als Knoten zwischen Wissenschaftlern und interessierten Laien betrachtet werden.
http://www.leipziger-buchmesse.de