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Leipzig: Neo Rauch verläßt HGB +++ Erfurt: egapark mit neuem Skulpturengarten +++ Frankfurt/M.: Schirn zeigt Terence-Koh-Skulturpen +++ Zingst: Festival zeigt Aufnahmen internationaler Spitzenfotografen
Leipzig: Neo Rauch verläßt HGB
Leipzig (ddp-lsc). Der Maler und Wegbereiter der Neuen Leipziger Schule, Neo Rauch, legt ab Februar 2009 seine Professur an der Leipziger Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) nieder. Es sei zeitlich nicht mehr möglich, den 50 Studenten der HGB Einzelunterricht zu geben, berichtet das Berliner Kunstmagazin «Monopol» in seiner Juni-Ausgabe. Eine HGB-Sprecherin sagte am Dienstag auf ddp-Anfrage, man sei in Verhandlungen, um «eine andere Art der Zusammenarbeit zu finden». Rauch werde der Hochschule verbunden bleiben, die Rückgabe seiner Professorenstelle geschehe «rein aus zeitlichen Gründen».
Der 1960 in Leipzig geborene Rauch hatte die Professorenstelle an der HGB im August 2005 von Arno Rink übernommen. Rauch gilt als wichtigster Vertreter der Neuen Leipziger Schule, seine Bilder hängen unter anderem im Metropolitan Museum of Art in New York und erreichten weltweit Spitzenpreise.
Erfurt: egapark mit neuem Skulpturengarten
Erfurt (ddp-lth). Der Erfurter egapark bekommt einen weiteren Anziehungspunkt. Am Samstag wird auf dem Areal ein neuer Skulpturengarten eröffnet, der auf rund 6000 Quadratmetern Ausstellungsfläche in neuem Kontext etwa 20 figürliche Plastiken präsentiert, die seit den 1960er Jahren über den größten Garten Thüringens verstreut waren. In Wechselausstellungen sollen darüber hinaus weitere rund 20 Skulpturen zeitgenössischer Künstler aus Deutschland gezeigt werden.
Seit den 1960er Jahren hat die frühere Erfurter iga - die Internationale Gartenbauausstellung - Kunst, Kunsthandwerk und weitere Objekte angekauft. Unter den insgesamt rund 70 Arbeiten befinden sich Werke von bedeutenden Künstlern wie Walter Arnold, Theo Balden, Fritz Cremer, Heinrich Drake, Wieland Förster, Waldemar Grzimek oder Christa Sammler. Sie stehen für die künstlerische Richtung der figürlichen Plastik, die den neuen Skulpturengarten prägen soll.
Frankfurt/M.: Schirn zeigt Terence-Koh-Skulturpen
Frankfurt/Main (ddp). Arbeiten des chinesisch-kanadischen Performance- und Installations-Künstlers Terence Koh zeigt die Frankfurter Schirn ab Mittwoch. Koh ist einer der Stars am derzeitigen Kunstmarkt und wird von einigen bereits als neuer Andy Warhol bezeichnet. In Frankfurt sind von Koh 15 weiß überzogene Bronzeobjekte zu sehen, die der Betrachter in weißem Licht ausfindig machen muss. Für die Installationen hat Koh nach Angaben der Schirn die Welt des Buddhismus mit Hermann Melvilles Roman «Moby Dick» verknüpft - der Titel der Ausstellung lautet denn auch «Captain Buddha». Zu sehen ist die Schau bis zum 31. August.
Zingst: Festival zeigt Aufnahmen internationaler Spitzenfotografen
Zingst (ddp-nrd). Aufnahmen von Spitzenfotografen aus Deutschland, Finnland, Kanada, Litauen, Norwegen, Österreich, Polen, Russland und den USA werden ab Samstag in 23 Ausstellungen des Fotofestivals «Horizonte» in Zingst gezeigt. Darüber hinaus gehörten 18 Workshops, Vorträge und Diskussionsrunden zum einwöchigen Veranstaltungsprogramm, teilte die Kur- und Tourismusgesellschaft Zingst am Dienstag mit.
Im Mittelpunkt des Festivals steht der Beitrag der Fotografie zur Bewahrung von Natur und Umwelt. Für den Erfahrungsaustausch haben namhafte Fotografen ihre Teilnahme angekündigt, unter ihnen Nomi Baumgartl, Tasja Keetman, Eric Klemm, Christian Popkes, Michael Schnabel und Walter Schels.
Gegenstände der Ausstellungen auf der Halbinsel Darß-Zingst sind unter anderem Aufnahmen wildlebender Tiere in Deutschland sowie Landschaftsfotografien aus Vorpommern und dem Baltikum. Mit Lichtbildvorträgen widmen sich die Fotografen den Küstenlandschaften im Ostseeraum, dem Leben von Eisbären und Kranichen sowie den noch weitgehend intakten Naturräumen der Masuren. Zudem geben Profis in öffentlichen Foren Tipps für die Landschaftsfotografie sowie zur digitalen Bildbearbeitung.