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30.11.: bildende kunst aktuell +++ bildende kunst

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Stuttgart: Kunstmuseum Stuttgart präsentiert Porträts von Dix +++ Halle: Otto Möhwald erhält Kunstpreis des Landes Sachsen-Anhalt +++ Köln: Ab heute Schau mit deutschen Meisterzeichnungen +++ Rostock: Kunsthalle zeigt Werke aus der Sammlung de Knecht +++ Dresden: Kunstsammlungen fordern seit 1945 vermisstes Gemälde zurück +++ Emden: Kunsthalle öffnet nach Umbau mit großer Garten-Ausstellung +++ Weimar: Ausstellung zeigt «Welt der Wiegendrucke» +++ Recklinghausen: Museum zeigt Ausstellung zu Kunstpreis «junger westen 2007»


Stuttgart: Kunstmuseum Stuttgart präsentiert Porträts von Dix
Stuttgart (ddp). Das Kunstmuseum Stuttgart widmet ab Samstag der Porträtkunst von Otto Dix eine große Ausstellung. Bis 6. April 2007 sind nach Museumsangaben 65 Gemälde des Künstlers zu sehen, darunter 40 Leihgaben aus der ganzen Welt. Die Bandbreite reicht von Selbstbildnissen über Frauendarstellungen bis zu Sozialporträts. Das Kunstmuseum Stuttgart verfügt über eine der weltweit größten Dix-Sammlungen.
In der Ausstellung mit dem Titel «Getroffen. Otto Dix und die Kunst des Porträts» stehen die Dix-Arbeiten nicht für sich, sondern werden 88 Porträts anderer Künstler aus verschiedenen Epochen gegenübergestellt. Zu sehen sind etwa Andy Warhols Porträt von Liz Taylor, Gemälde von Lucas Cranach d.J. sowie Lucas Cranach d.Ä.. und Werke deutscher Expressionisten wie Ernst Ludwig Kirchner.
http://www.kunstmuseum-stuttgart.de


Halle: Otto Möhwald erhält Kunstpreis des Landes Sachsen-Anhalt
Halle (ddp-lsa). Der Kunstpreis des Landes Sachsen-Anhalt wird am Samstag (1. Dezember) in Halle verleihen. Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz (parteilos) überreicht die mit 7500 Euro dotierte Auszeichnung an den Maler Otto Möhwald aus Halle, wie das Kultusministerium mitteilte. Der Kunstpreis wird seit 1992 – zunächst jährlich - seit 1995 alle zwei Jahre vergeben. Er geht an Künstler, die sich durch ihre herausragenden künstlerischen Leistungen um die Kunst in Sachsen-Anhalt besonders verdient gemacht haben.
Den Kunstpreis erhielten bisher: Ludwig Ehrler (1992), Christina Brade (1993), Manfred Gabriel (1994), Meinolf Splett (1995), Gertraud Möhwald (1997), Olaf Wegewitz (1999), Irmtraud Ohme (2001), 2003 Helmut Brade und 2005 Steffen Kroll.
Am Sonntag eröffnet der Hallesche Kunstverein zum 75. Geburtstag des Künstlers im Januar 2008 eine Ausstellung mit dessen Arbeiten im Opernhaus. Zu sehen sind vor allem Aquarelle und Übermalungen. Damit wird erstmals ein bisher weniger bekannter Werkskomplex Möhwalds öffentlich gemacht. Bei den Aquarellen dominieren Aktdarstellungen, bei den kolorierten Lithografien Stadtlandschaften. Die Ausstellung ist bis zum 3. Februar 2008 geöffnet.


Köln: Ab heute Schau mit deutschen Meisterzeichnungen
Köln (ddp-nrw). Im Kölner Wallraff-Richartz-Museum ist ab heute (30. November) eine Ausstellung mit deutschen Meisterzeichnungen zu sehen. Präsentiert werden nach Museumsangaben Werke der Zeichenkunst von Künstlern wie etwa Philipp Otto Runge (1777-1810), Wilhelm Liebl (1844-1900), Adolph Menzel (1815-1905) sowie Max Liebermann (1847-1935).
Die rund 150 ausgestellten Blätter ermöglichten einen umfassenden Blick in die wohl intensivste Zeitspanne der deutschen Kunstgeschichte, von der Romantik über den Realismus bis hin zum Impressionismus, hieß es. Neben den wichtigsten Stilentwicklungen könnten die Besucher anhand der gezeigten Studien, Skizzen und Entwürfe auch herausragende Künstler-Persönlichkeiten und deren Arbeitsweise studieren. Die Zeichnungen böten einen neuen und seltenen Blick auf die große Kreativität und Vielfalt dieser wechselhaften Epoche.
Die Ausstellung ist bis zum 27. Januar zu sehen. Das Wallraf-Richartz-Museum ist dienstags, mittwochs und freitags von 10.00 bis 18.00 Uhr, donnerstags von 10.00 bis 22.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt kostet acht Euro, ermäßigt fünf Euro.


Rostock: Kunsthalle zeigt Werke aus der Sammlung de Knecht
Rostock (ddp-nrd). In der Rostocker Kunsthalle wird heute (30. November) eine Ausstellung zeitgenössischer Werke aus der Privatsammlung des niederländischen Ehepaars Astrid und Arie de Knecht eröffnet. Die bis zum 3. Februar dauernde Schau zeigt Bilder und Skulpturen von Künstlern wie Immendorff, Lüpertz, Bisky, Held und Leiberg. Die Plastikarbeit des spanischen Künstlers Amador gab der Ausstellung ihren Namen «Auf dem Weg ins Licht».
Die Exposition wird in Anwesenheit von Alt-Bundeskanzler Schröder und des Sammlerehepaars eröffnet. Ab morgen ist sie auch für Besucher zugänglich.


Dresden: Kunstsammlungen fordern seit 1945 vermisstes Gemälde zurück
Dresden/München (ddp). Die Staatlichen Kunstsammlungen Dresden fordern ein seit 1945 verschollenes und jetzt in Bayern wieder aufgetauchtes Gemälde zurück. Das Bayerische Landeskriminalamt habe das Werk «Vor der Dorfschenke» von Jan Breughel II. (1601-1678) zu Beweiszwecken sichergestellt, teilte der Verwaltungsdirektor der Kunstsammlungen, Dirk Burghardt, am Donnerstag in Dresden mit. Das Gemälde sollte am 8. Dezember in München versteigert werden. Im Onlinekatalog des Auktionshauses sei sogar auf den Dresdner Verlustbildkatalog von 1963 verwiesen worden. Der Wert des Bildes sei mit 60 000 bis 80 000 Euro beziffert worden, sagte Burghardt.
Er verwies darauf, dass die Kunstsammlungen nach ersten Hinweisen bereits am Montag ihre Eigentumsansprüche geltend gemacht sowie um eine Rückziehung des Bildes von der Auktion gebeten hätten. Das Auktionshaus habe jedoch auf den Eigentumsrechten seines Lieferanten bestanden. Burghardt sagte, die Kunstsammlungen setzten nach wie vor auf eine gütliche Einigung.


Emden: Kunsthalle öffnet nach Umbau mit großer Garten-Ausstellung
Emden (ddp-nrd). Nach 20 Monaten Umbauzeit feiert die Kunsthalle Emden am Sonntag mit der hochkarätigen Ausstellung «Garten Eden – Der Garten in der Kunst seit 1900» ihre Neueröffnung. 202 Werke von 105 Künstlern aus 21 Ländern sind in der ersten umfassenden Gartenkunst-Schau eines deutschen Museums zu sehen, wie die Kunsthalle am Freitag in Emden mitteilte. Bis zum 30. März 2008 werden Klassiker wie Monet, Cézanne oder Nolde jungen Video- und Installationskünstlern aus aller Welt gegenübergestellt. Ältestes Exponat ist den Angaben zufolge eine Arbeit des französischen Impressionisten Camille Pissarro aus dem Jahr 1880.
Sieben Millionen Euro wurden in ein komplett umgestaltetes Foyer, einen neuen Bootsanleger samt Freitreppe und eine Sichtachse zur Innenstadt investiert. Hinzu kam der Umbau der 1700 Quadratmeter großen Ausstellungsräume, um modernsten Museumsanforderungen wie etwa in der Klimatechnik zu genügen.
Zur offiziellen Ausstellungseröffnung am Samstag in der Nordseehalle durch Niedersachsens Wissenschaftsminister Lutz Stratmann (CDU) werden rund 1500 geladene Gäste erwartet. Am Samstagabend wird Kunsthallen-Chefin Eske Nannen die Ehrenmünze der Stadt Emden verliehen. Durch ihren beispielhaften Einsatz habe sie den Ruf der Kunsthalle in Deutschland und Europa gemehrt, heißt es in der Begründung des Stadtrates.
Die Ausstellung «Garten Eden - Der Garten in der Kunst seit 1900» ist am Sonntag ab 11.00 Uhr zugänglich. Der Eintritt ist am Eröffnungstag frei. An den folgenden Tagen kostet er zehn Euro. Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre zahlen generell nichts.
http://www.kunsthalle-emden.de


Weimar: Ausstellung zeigt «Welt der Wiegendrucke»
Weimar (ddp). In die «Welt der Wiegendrucke» entführt ab Sonntag eine Ausstellung der Weimarer Herzogin Anna Amalia Bibliothek (HAAB). Die Schau im Renaissancesaal des nach einem Brand wiederaufgebauten historischen Stammhauses der Bibliothek stelle die Weimarer Inkunabeln-Sammlung anhand einer repräsentativen Auswahl erstmals in ihrer ganzen Breite vor, sagte Bibliotheksdirektor Michael Knoche. Es sei der wertvollste Bestand unter den Drucken der HAAB überhaupt.
Wiegendrucke oder Inkunabeln sind Stücke, die in den ersten 50 Jahren nach der Erfindung des Buchdrucks durch Johannes Gutenberg um 1400-1468) gedruckt wurden. Im Bestand HAAB finden sich 427 solcher seltenen und oft sehr prachtvollen frühen Drucke. Sie wurden von den Weimarer Herzögen für die fürstliche Bibliothek zusammengetragen oder kamen mit anderen Sammlungen in den Bestand.
Die Exposition vereine 60 der interessantesten Weimarer Inkunabeln, sagte Kuratorin Eva Raffel. Als eine Besonderheit wertete sie den hohen Bestand an griechischen Wiegendrucken. Die Wissenschaft gehe davon aus, dass lediglich 66 Werke in Griechisch gedruckt wurden. Weimar besitze davon allein 14 Stücke.
Einige davon präsentiert die Weimarer Exposition ebenso wie beispielsweise die erste gedruckte Ausgabe der «Dracula»-Legende und seltene Rot-Schwarz-Drucke auf Pergament. Unter den Exponaten finden sich Bibeln und juristische Traktate, Kräuterbücher und Reiseberichte. Gezeigt werden aber auch sogenannte Blockbücher, die Vorläufer der Inkunablen, sowie Lesezeichen aus dem 15. Jahrhundert.
http://www.anna-amalia-bibliothek.de


Recklinghausen: Museum zeigt Ausstellung zu Kunstpreis «junger westen 2007»
Recklinghausen (ddp-nrw). Arbeiten von 15 zeitgenössischen Bildhauern zeigt die Kunsthalle Recklinghausen ab Sonntag. Wie die Veranstalter mitteilten, hatten sich die Künstler mit den präsentierten Werken an der Ausschreibung zum Kunstpreis «junger westen 2007» beteiligt. Ausgestellt wird auch die Arbeit desdiesjährigen Kunstpreisträgers Gereon Krebber, der 1973 in Oberhausen geboren wurde.
Krebber verbindet den Angaben zufolge künstlerische Tradition mit der Gegenwart. So stattet er seine Objekte und Installationen unter anderem mit Paketklebeband, Alu-Folie, Haferflocken, Gelatine oder Kleister aus. Dadurch solle alltägliches Material in einen ungewohnten Zusammenhang versetzt werden, hieß es.
In diesem Jahr war der Kunstpreis, der als Förderpreis für Bildende Kunst von der Stadt Recklinghausen seit 1948 alle zwei Jahre vergeben wird, in der Sparte Skulptur ausgeschrieben. Den Angaben zufolge hatten sich 436 Künstler um den Preis beworben. Die Auszeichnung erinnert an die in Recklinghausen gegründete Künstlergruppe «junger westen» und wurde unter anderem schon an Karl Otto Götz, Emil Schumacher und Gerhard Richter verliehen.
Die Ausstellung zu dem Kunstpreis ist bis zum 3. Februar dienstags bis sonntags jeweils von 11.00 bis 18.00 Uhr geöffnet. Der Eintritt für einen Erwachsenen kostet 1,50 Euro.
http://www.kunst-re.de