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Köln: ARD-Dokumentation zu Jörg Immendorff +++ Berlin: Martina Gedeck startet Dreh als Clara Schumann +++ Berlin: Cannes-Gewinnerfilm kommt noch dieses Jahr in die deutschen Kinos
Köln: ARD-Dokumentation zu Jörg Immendorff
Köln (ddp). Anlässlich des Todes des Malers Jörg Immendorff zeigt die ARD in der Nacht zu Donnerstag (00.20 Uhr) eine Dokumentation über den Künstler. Für den 45-minütigen WDR-Film «Ich. Immendorff» begleitete Regisseurin Nicola Graef den Maler knapp zwei Jahre lang. Die Dokumentation zeigt Immendorff in seinem Atelier, mit seinen Studenten in der Düsseldorfer Kunstakademie und während seiner Retrospektive in der Neuen Nationalgalerie in Berlin.
Die Ehefrau des verstorbenen Künstlers, Oda Jaune-Immendorff, berichtet in dem Film, wie sie ihren Mann in den vergangenen Jahren erlebte. Zudem erzählen die Mutter des Künstlers, Irene Immendorff, und die erste Ehefrau Chris Reinecke von ihren Erlebnissen mit dem Maler. Zu Wort kommen zudem Wegbegleiter und Freunde, unter anderen die Künstler Markus Lüpertz und Jonathan Meese, der Direktor aus Immendorffs Zeit als Hauptschullehrer, ein ehemaliger Schüler sowie Immendorffs Arzt Thomas Meyer, der ihn bis zum Schluss betreute.
Der Maler und Kunstprofessor war am Montag in Düsseldorf im Alter von 61 Jahren an Herzstillstand gestorben. Immendorff, der seine Frau und eine kleine Tochter hinterlässt, litt seit Jahren an der unheilbaren Nervenkrankheit ALS. Er galt mit seiner expressiven Malweise als einer der wichtigsten Künstler der Neuzeit.
Berlin: Martina Gedeck startet Dreh als Clara Schumann
Berlin (ddp). Schauspielerin Martina Gedeck steht ab Freitag (1. Juni) als Pianistin und Komponistin Clara Schumann (1819-1896) vor der Kamera. Gedreht wird der Kinofilm «Clara» nach Angaben der zuständigen Agentur unter anderem in Düsseldorf, Kerpen und in Ungarn.
Pascal Greggory («La vie en rose») und Malik Zidi («Les amitiés maléfiques») spielen die «zwei wichtigsten Männer im Leben der Clara Schumann»: ihr Mann Robert Schumann und der Komponist Johannes Brahms, mit dem sie eine enge Beziehung verband. Nikolai Kinski («Klimt») stellt den jungen Robert Schumann dar.
Regisseurin und Drehbuchautorin der deutsch-französisch-ungarischen Koproduktion ist Helma Sanders-Brahms («Unter dem Pflaster liegt der Strand», «Shirins Hochzeit»). Ein genauer Kino-Starttermin steht noch nicht fest.
Berlin: Cannes-Gewinnerfilm kommt noch dieses Jahr in die deutschen Kinos
Berlin (ddp). Der diesjährige Gewinnerfilm des Internationalen Filmfestivals von Cannes kommt noch 2007 in die deutschen Kinos. Ein genauer Starttermin von Cristian Mungius «Vier Monate, drei Wochen und zwei Tage» stehe aber noch nicht fest, teilte der Concorde Filmverleih am Dienstag in München mit. Der rumänische Regisseur war am Sonntag bei den Filmfestspielen mit der Goldenen Palme ausgezeichnet worden.
Der Hauptpreis des Festivals ging erstmals an einen rumänischen Film. Die Produktion erzählt die Geschichte der schwangeren Rumänin Gabita (Laura Vasiliu), die illegal abtreiben will. Gleichzeitig porträtiert Mungiu den Alltag in den letzten Jahren des Kommunismus in seinem Heimatland. Der deutsch-türkische Regisseur Fatih Akin war beim 60. Internationalen Filmfestival von Cannes für das Drehbuch seines Films «Auf der anderen Seite» ausgezeichnet worden.