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Ausstellung zur Arte Povera im Herbst in Magdeburg +++ Stiftungen zeigen Werke von Bewersdorff +++ Libeskind will Berlin verlassen
Ausstellung zur Arte Povera im Herbst in Magdeburg
Magdeburg (ddp-lsa). Das Magdeburger Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen zeigt im Herbst eine umfassende Werkschau zur Arte overa. Mit der bisher für Ostdeutschland einmaligen Exposition sollten Einblicke in eine der wichtigsten Kunstrichtungen der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts gegeben werden, sagte Museumsleiterin Annegret Laabs am Freitag in der Elbestadt. Die Ausstellung ist vom 14. September bis zum 7. Dezember zu sehen.
80 Arbeiten von 13 Künstlern wie Giovanni Anselmo, Jannis Kounellis, Pino Pascali und Gilberto Zorio werden den Angaben zufolge erwartet. Leihgaben kommen unter anderem aus Museen in Berlin, Bremen, Hamburg, Weimar und dem Fürstentum Liechtenstein. Daneben steuern private Sammlungen aus ganz Europa Arbeiten für das Ausstellungsprojekt bei.
Die Kunst der Arte Povera entstand zwischen 1967 und 1971 in erster Linie in Turin, Mailand und Rom. Mit ihr reagierten Künstler Italiens auf die zu dieser Zeit vorherrschenden Tendenzen aus den USA wie der Popart. Es entstand eine Art Protestbewegung. Mit ihr verließen deren Macher bis dahin geläufige Kunstbegriffe und definierten sie in ungewohnten Präsentationsformen völlig neu. Traditionelle Gattungen wie die Malerei oder die Bildhauerei fanden dabei keine Anwendung.
http://www.kunstmuseum-magdeburg.de
Stiftungen zeigen Werke von Bewersdorff
Halle (ddp-lsa). Eine Ausstellungen mit Werken von Ullrich Bewersdorff wurde am Samstag in den Franckeschen Stiftungen von Halle eröffnet. Zu seinem 83. Geburtstag würdigt sie das Lebenswerk des halleschen Künstlers und eröffnet den Blick auf die Gesamtheit seines facettenreichen Schaffens, wie die Einrichtung mitteilte. Die Exposition ist bis zum 18. Mai täglich außer montags von 10.00 bis 17.00 Uhr in den Stiftungen zu sehen. In dieser Zeit werden zwei Holzschnittbücher von Bewersdorff mit Motiven der Franckeschen Stiftungen sowie farbige Holzschnitte des Künstlers verkauft. Bewersdorff war von 1962 bis 1985 Dozent mit künstlerischem Lehrauftrag an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Von 1950 bis 1960 war er Kunsterzieher der Oberschule August Hermann Francke.
Libeskind will Berlin verlassen
Berlin (ddp-bln). Der in Berlin lebende US-Architekt Daniel Libeskind will der Hauptstadt den Rücken kehren. Er habe seinen Wohnsitz schon «weitgehend» nach New York verlegt, sagte der Stararchitekt, der den Wettbewerb zur Neubebauung von «Ground Zero» gewonnen hat, dem «Tagesspiegel» (Samstagausgabe). Libeskinds Tochter beendet gerade in Berlin das achte Schuljahr. «Wenn Ende Mai in der Schule Schluss ist, werden wir wohl endgültig nach New York ziehen», sagte Libeskind. Er selbst sei ja dort in der Bronx aufgewachsen und zur Schule gegangen. Die Neugestaltung des Geländes des ehemaligen World Trade Centers, das bei den Terroranschlägen vom 11. September 2001 zerstört worden war, sei für ihn «die größte Herausforderung - emotional, intellektuell, spirituell», betonte Libeskind. Er fügte hinzu: «Das ist einfach das großartigste Projekt, mit dem ich je zu tun hatte.»