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5.9.: bildende kunst aktuell +++ bildende kunst

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Kunst am Zug - Galerienverband zeigt Videos auf 26 Bahnhöfen +++ «Bilder zum Alten Testament» in Schwerin +++ Berlins Kunstszene gets british

Kunst am Zug - Galerienverband zeigt Videos auf 26 Bahnhöfen
Köln (ddp). «artworks» (Kunstwerke) sind ab Sonntag bundesweit auf 26 Bahnhöfen zu sehen. Der Bundesverband Deutscher Galerien (BVDG) in Köln und Kultur im Bahnhof (Berlin) starten ihr gemeinsames Projekt am Sonntag (11.00 Uhr) auf dem Hauptbahnhof in Frankfurt am Main. 13 Künstler zeigen drei Monate lang stündlich auf Videoscreens ihre neuen Arbeiten, teilten die Organisatoren am Donnerstag in Köln mit. Zusammengestellt wurde das «artworks»-Videoprogramm von der Düsseldorfer Künstlergruppe «Strictly public».
Kunst solle so für eine große Öffentlichkeit erlebbar werden, sagte BVDG-Vorsitzender Heinz Holtmann. Der Verband hoffe, mit der Aktion Hemmschwellen abzubauen und Kunstinteressierte dazu anzuregen, auch einmal Galerien und Ausstellungen zu besuchen. In Berlin gibt es eine «artworks»-Vernissage am 6. Oktober (11.00 Uhr) auf dem Bahnhof Zoo, in Köln am 3. November (11.00 Uhr) auf dem Hauptbahnhof.
(www.galerienindeutschland.net)

«Bilder zum Alten Testament» in Schwerin
Schwerin (ddp-nrd). Zu einem Tempel für die klassische Moderne hat sich das Schweriner Schleswig-Holstein-Haus gemausert. Nach Dali, Miro und anderen werden nun seit Mittwoch «Bilder zum Alten Testament» von Marc Chagall (1887-1985) gezeigt. Damit gibt das Haus Einblick in das Schaffen eines Künstlers, für den das «Buch der Bücher» die «reichste poetische Quelle aller Zeiten» war.
Der russisch-jüdische Maler und Grafiker, der als einer der Väter des Surrealismus gilt, bereiste viele Länder und lebte seit 1923 in Frankreich, bevor er 1941 vor den Nationalsozialisten in die USA flüchtete, wo er bis 1947 blieb. Bereits 1931 begann er mit den Vorarbeiten zu einem druckgrafischen Bibelzyklus, wofür er sich unter anderem nach Palästina begab. Das Ergebnis waren 39 Gouachen, die er später als Vorlagen für seine Lithografien verwendete. 1956/60 erschienen dann die «Bilder zur Bibel». Damit spricht Chagall sowohl menschliche Grunderfahrungen als auch seelische Tiefenschichten an. 1966 brachte der Künstler als letzte große Arbeit zu biblischen Themen den «Exodus-Zyklus» heraus. Seine phantasievollen und emotional wirksamen Werke sind von starker Farbigkeit geprägt und von hohem humanistischen Gehalt.
Die Ausstellung ist bis zum 20. Oktober täglich von 10.00 bis 18.00 Uhr zu besichtigen.

Berlins Kunstszene gets british
Berlin (ddp). Die Berliner Kunstszene wird in diesem Herbst britisch. Zu dem Projekt Berlin-London 2002 werden von September bis Dezember Schriftsteller, Filmemacher, Fotografen und bildende Künstler aus der britischen Metropole in der deutschen Hauptstadt zu Gast sein, sagte die Kulturreferentin des British Council, Elke Ritt, am Mittwoch in Berlin. Das gemeinsame Projekt vom British Council Berlin und dem Goethe Institut Inter Nationes soll den partnerschaftlichen kulturellen Austausch der beiden Kunst-Metropolen intensivieren und langfristige kreative Kooperationen aufbauen.
Ein Highlight des Projekts Berlin-London 2002 ist der so genannte Gallery Swap. Elf Londoner Galerien werden dabei ihre Ausstellungsräume mit Galerien in Berlin-Mitte tauschen und ihre Künstler in den jeweiligen Partnergalerien präsentieren. Anlässlich des Internationalen Literaturfestivals Berlin verwandelt sich der British Council in ein «House of Poetry», in dem Londoner und Berliner Autoren gemeinsame Lesungen veranstalten. Das Medium Film erhält mit der Reihe «Shoot, Shoot, Shoot» seine Plattform, und Freunde des Digital-Films kommen beim Festival «Onedotzero_Berlin 2002» im Kino Central auf ihre Kosten.
Das komplette Programm von Berlin-London 2002 ist im Internet unter www.britishcouncil.de/berlin-london oder unter www.goethe.de/berlin-london zu finden.