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Bund fördert Kultur in Berlin mit über 300 Millionen Euro +++ Doppel-Ausstellung zum «Heiligen Reich» kostet acht Millionen Euro +++ Literaturstipendien - 10 000 Euro für fünf Thüringer Schriftsteller
Bund fördert Kultur in Berlin mit über 300 Millionen Euro
Berlin (ddp-bln). Der Bund wird die Berliner Kultureinrichtungen bis 2004 mit über 300 Millionen Euro unterstützen. Dies geht einem von Kulturstaatsminister Julian Nida-Rümelin (SPD) vorgelegten Bericht für den Zeitraum 2001 bis 2004 hervor, dem das Bundeskabinett in Berlin zustimmte.
Der Bericht, in dem die Bundesregierung jährlich über Fortschritte und Erfahrungen in der Hauptstadtförderung berichtet, hat in diesem Jahr vor allem einen Schwerpunkt. Drei der vom Bund institutionell geförderten Einrichtungen - die Berliner Festspiele GmbH, die Haus der Kulturen der Welt GmbH und der Martin-Gropius-Bau - werden ab August 2002 in der «Kulturveranstaltungen in Berlin GmbH» fusioniert. Ohne dass sich für das Publikum etwas ändert, sollen auf organisatorischer Ebene Synergieeffekte erzielt und den beteiligten Institutionen kulturelle Impulse gegeben werden. Die Einrichtungen erhalten im Jahr 2002 insgesamt rund 23 Millionen Euro.
Die anderen vom Bund geförderten Einrichtungen wie das Jüdische Museum Berlin (12,3 Millionen Euro), der Hauptstadtkulturfonds (10,4 Millionen Euro) und die Stiftung Preußischer Kulturbesitz (22,4 Millionen Euro) werden weiter in dem bisherigen Umfang unterstützt. Seit 2001 partizipiert Berlin auch an dem Programm «Kultur in den neuen Ländern», mit dem der Bund seit 1999 die Sanierung und Erneuerung der kulturellen Infrastruktur in den neuen Ländern betreibt.
Doppel-Ausstellung zum «Heiligen Reich» kostet acht Millionen Euro
Magdeburg (ddp-lsa). Die für 2006 in Magdeburg und Berlin geplante Ausstellung über das «Heilige Reich» wird rund acht Millionen Euro kosten. Der Betrag wird je zur Hälfte vom Kulturhistorischen Museum der Landeshauptstadt sowie dem Deutschen Historischen Museum Berlin aufgebracht, wie die Stadt Magdeburg am Mittwoch mitteile. Die Elbestadt hofft auf die finanzielle Hilfe des Landes sowie Unterstützung durch Sponsoren. In den beiden Museen soll anknüpfend an die Magdeburger Ottonen-Ausstellung im vergangenen Jahr die Geschichte des «Heiligen Römischen Reiches» gezeigt werden.
Anlass für die Exposition mit dem Arbeitstitel «Das heilige Reich. Von deutschen Königen und römischen Kaisern 962 bis 1806» ist der 200. Jahrestag des Endes des «Heiligen Römischen Reichs», das mit der Kaiserkrönung Ottos des Großen 962 in Rom seinen Ausgang nahm. In seiner staatlichen Organisation hatte es bis zum 6. August 1806 Bestand. Es verband über geographische, ethnische und konfessionelle Grenzen hinweg große Teile des heutigen Europas.
Die Ausstellung soll zeitgleich in beiden Städten gezeigt werden. In Magdeburg wird die mittelalterliche Geschichte «Von den Ottonen bis zu den Staufern» und «Spätes Mittelalter - Reich und territoriale Gewalten» zu sehen sein. In Berlin wird der neuzeitliche Abschnitt mit den Kapiteln «Reichsreform und konfessionelles Zeitalter und »Vom Westfälischen Frieden bis zum Ende des Reiches" vorgestellt.
In Vorbereitung der Ausstellung wird die Sanierung des Kulturhistorischen Museums fortgesetzt, in dem 2005 die neue stadthistorische Ausstellung dauerhaft Platz finden wird. Sie schlägt den Bogen von der ersten Erwähnung Magdeburgs bis in das 21. Jahrhundert. Nach dem Auszug des Museums für Naturkunde sollen 2006 bis 2008 in einem weiteren Bauabschnitt die Räume sowie noch nicht sanierte Magazine erneuert werden. Insgesamt müssen der Stadt zufolge nochmals 7,6 Millionen Euro fließen, um die Rekonstruktion und Modernisierung des 1906 errichteten Museums abzuschließen.
Literaturstipendien - 10 000 Euro für fünf Thüringer Schriftsteller
Erfurt (ddp-lth). Der Freistaat unterstützt fünf Thüringer Schriftsteller finanziell. Das Land vergab Stipendien im Gesamtwert von 10 000 Euro für Literaturprojekte mit besonderem Bezug zu Thüringen, teilte das Kunstministerium am Mittwoch in Erfurt mit. Je 2 500 Euro erhalten der Rudolstädter Matthias Biskupek, Marita Poser aus Gera und die Jenaerin Ines Eck. Je 1250 Euro gehen an die ebenfalls aus Jena stammende Ursula Martin und an Antje Babendererde aus Liebengrün.