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Schau im August Macke Haus - Nauen und seine Beziehung zu Frankreich +++ Regensburg zeigt Werkschau zu Friedensreich Hundertwasser +++ Olafur Eliasson bespielt den Kunstbau des Münchner Lenbachhauses
Schau im August Macke Haus - Nauen und seine Beziehung zu Frankreich
Bonn (ddp-nrw). Das Bonner August Macke Haus zeigt eine Ausstellung des Krefelder Expressionisten Heinrich Nauen. Von Sonntag an bis zum 9. Juni 2003 sind 40 Arbeiten, darunter auch ein bislang unbekanntes Stilleben, zu sehen. Im Mittelpunkt der Schau steht der französische Einfluss Nauens, wie Museumsdirektorin Klara Drenker-Nagels am Freitag in Bonn sagte.
Der 1880 in Krefeld geborene Nauen ging 1905 mit seiner Frau, Marie von Malachowski, nach Paris, wo sie beide an der Académie Julian studierten. In Galerien und Museen hatten sie die Gelegenheit, sich mit dem Impressionismus, dem aufkommenden Fauvismus und der Malerei van Goghs auseinanderzusetzen. Nach weiteren Aufenthalten in Berlin und Studien in Düsseldorf, München und Stuttgart kehrte Nauen 1911 an den Niederrhein zurück. In den zwanziger Jahren wurde er als Professor für Malerei an die Düsseldorfer Kunstakademie berufen, bis die Nationalsozialisten sein Werk schließlich als entartet diffamierten. 1940 starb Nauen in Kalklar.
Die Ausstellung ist dienstags bis freitags von 14.30 bis 18.00 Uhr, an den Wochenenden und feiertags von 11.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. Der 150-seitige Katalog zur Ausstellung kostet elf Euro. Der Eintritt kostet 3,50 Euro, ermäßigt 2,50 Euro.
Regensburg zeigt Werkschau zu Friedensreich Hundertwasser
Regensburg (ddp-bay). Eine umfassende Werkschau zum Schaffen Friedensreich Hundertwassers ist ab nächster Woche im Regensburger Salzstadel zu sehen. Von Mittwoch bis 6. Mai werden insgesamt 400 Exponate des österreichischen Malers gezeigt, darunter fast das komplette grafische Werk von 1951 bis 1998. Zu sehen sind außerdem zahlreiche Architekturentwürfe und Dokumente zu Projekten und Plänen des vor drei Jahren gestorbenen Künstlers und Ökologen. Außerdem werden Originalposter präsentiert, die Hundertwasser für Umweltaktionen und -organisationen schuf, sowie eine Auswahl aus seinem Briefmarkenoeuvre.
Die Werke vermitteln einen intensiven Eindruck von Hundertwassers Denk- und Gefühlswelt, wie ein Sprecher des Veranstalters am Freitag sagte. Mit seiner im Jugendstil wurzelnden Kunst rebellierte Hundertwasser gegen die gerade Linie und plädierte stattdessen für runde, vegetative Formen als Ausdruck seiner Naturnähe und lebensreformerischen Haltung. Der Großteil der Werke stellte eine private Sammlerin für die Ausstellung zur Verfügung. Zu der Schau erscheint ein Katalog.
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Olafur Eliasson bespielt den Kunstbau des Münchner Lenbachhauses
München (ddp-bay). Das Münchner Lenbachhaus zeigt von 8. März bis 15. Juni eine Ausstellung des dänischen Künstlers Olafur Eliasson. Der 1967 in Kopenhagen geborene und in Island aufgewachsene Künstler überzeugt seit Jahren mit seinen Installationen und Landschaftsfotografien. Den Kunstbau des Lenbachhauses bespielt Eliasson nun mit einer Lichtinstallation, zugleich ist zur Münchner Schau ein Kunstband seiner in Island entstandenen Landschaftsfotografien erschienen.
Die Arbeit Eliassons ist stark von seiner Kindheit in Island geprägt. Auch in der Münchner Schau ist das zu beobachten: Die Installation «Sonne statt Regen» setzt sich mit Lichtphänomenen der Natur auseinander. Permanent changierende Licht- und Farbschattierungen nehmen den gesamten Raum ein und verwandeln ihn in ein Kaleidoskop aus Farbe, Licht und Bewegung.
Eliassons ist ein Meister künstlicher Landschaften. So hatte er als Beitrag zur Biennale 1997 die Innenstadt Johannesburgs zu einem «work in progress» gemacht. Der Künstler ließ die Wasserhydranten der sonnenverbrannten südafrikanischen Metropole öffnen und setzte einen Teil der Stadtlandschaft unter Wasser. Ein Jahr später kombinierte er im nordischen Klima Islands eine einfache Stahlkonstruktion und eine Sprinkleranlage und schuf so einen glitzernden Eispavillon. 2001 verwandelte der Däne den vierstöckigen Glaskubus des Kunsthauses Bregenz in eine künstliche Welt aus Nebel- und Seenlandschaften, die sich ständig veränderten.
Das für die Münchner Eliasson-Ausstellung gestaltete Künstlerbuch zeigt eine große Auswahl von Landschaftsfotografien. Die hoch aufgelösten fotografischen Porträts Islands begleiten Eliassons Installationen seit vielen Jahren. Sie bestechen durch Farbenpracht und Schärfe und kontrastieren so mit dem Abstraktheit seiner raumbezogenen Werke. Das Buch ist im Hatje Cantz Verlag erschienen und kostet 78 Euro. Lenbachhaus und Kunstbau sind dienstags bis sonntags von 10.00 bis 18.00 Uhr geöffnet.
http://www.lenbachhaus.de