Hauptrubrik
Banner Full-Size

8.2.: bildende kunst aktuell +++ bildende kunst

Publikationsdatum
Body

Beeskow: Größte Sammlung von DDR-Auftragswerken im Kunstarchiv +++ New York: Katharina Sieverding - Ausstellung im MoMA +++ Emden: Munch-Ausstellung bricht alle Rekorde +++ Recklinghausen: Bilder von Bram Bogart in der Kunsthalle +++ Dessau: Ausstellung zu «Bauhaus-Objekte - Bauhaus-Dialoge»

Beeskow: Größte Sammlung von DDR-Auftragswerken im Kunstarchiv
Beeskow (ddp-lbg). Das Kunstarchiv Beeskow gilt als größte Sammlung von Kunst aus dem einstigen Besitz von Parteien, Massenorganisationen und staatlichen Stellen der DDR. Es war Anfang der 90er Jahre vom letzten DDR-Kulturminister Herbert Schirmer als Dokumentationszentrum für DDR-Kunst aufgebaut worden. Im November 2002 übertrugen Brandenburg und Berlin die Sammlung treuhänderisch an den Landkreis Oder-Spree. Beide Länder unterstützen das Kunstarchiv jährlich mit jeweils 53 700 Euro für Verwaltungs- und Lagerkosten. Mecklenburg-Vorpommern beteiligt sich lediglich mit Projektmitteln, für die Landschaftsausstellung sind das 5000 Euro.
Der Bestand an Malereien ist nach Angaben des Landkreises bereits komplett inventarisiert und digital erfasst, bis Ende des Jahres soll auch der Grafikbestand folgen. Dann seien die Daten auf CD-ROM verfügbar. Voraussichtlich ab 2006 sollen Teile auch im Internet abrufbar sein. Ein Fachbeirat mit Vertretern aller drei Länder befindet darüber, wie die Arbeiten präsentiert und genutzt werden. Im vergangenen Jahr besuchten rund 33 000 Menschen die verschiedenen Ausstellungen auf Burg Beeskow.
Das Ausstellungszentrum ist dienstags bis sonntags von 11.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. http://www.burg-beeskow.de

New York: Katharina Sieverding - Ausstellung im MoMA
New York (ddp). Die erste umfassende Einzelausstellung der deutschen Künstlerin Katharina Sieverding in New York geht in die Verlängerung. Die Schau unter dem Titel «Close up» im Ausstellungshaus P.S.1 des Museum of Modern Art (MoMA) wird wegen des großen Erfolgs noch bis zum 24. Februar zu sehen sein. Die im Oktober eröffnete Ausstellung biete einen umfassenden Überblick ihrer Arbeit vom Ende der 60er Jahre bis in die Gegenwart und habe einige ihrer bedeutendsten fotografischen, seriellen Installationen zum Schwerpunkt, teilten die Kunst-Werke in Berlin am Montag mit. Zudem werden zwei ihrer Filme gezeigt sowie wichtige monumentale Einzelarbeiten und Archivmaterial, das einen Einblick in das politische und soziale Klima der 60er und 70er Jahre ermöglicht.
Die 1944 in Prag geborene Sieverding hat durch ihr Werk wesentlich zur Erweiterung der aktuellen Kunstpraxis beigetragen und konsequent ihr eigenes Abbild seit den 60er Jahren als Anlass und Auslöser für Reflexionen über die politischen, sozialen und geistigen Ebenen der Gesellschaft zur Verfügung gestellt. Sieverding wurde im Oktober 2004 mit dem Goslarer Kaiserring, einem der weltweit renommiertesten Preise für zeitgenössische Kunst, als geehrt.
Vom 1. Oktober an wird «Close Up» als deutlich veränderte Ausstellung in den Kunst-Werken in Berlin zu sehen sein. Zur Ausstellung ist ein von Klaus Biesenbach herausgegebener Katalog erschienen, der in über 550 Seiten einen Gegenstandskatalog des frühen Bildarchivs der einflussreichen Künstlerin darstellt.

Emden: Munch-Ausstellung bricht alle Rekorde
Emden (ddp). Eine Ausstellung mit Bildern des norwegischen Malers Edvard Munch hat der Kunsthalle in Emden einen Besucheransturm beschert. Mehr als 121 000 Gäste wurden in der am Sonntag zu Ende gegangenen Schau gezählt. «Mein Mann wäre sehr glücklich, wenn er das noch erlebt hätte», sagte Kunsthallen-Chefin Eske Nannen am Montag.
«Edvard Munch - Bilder aus Norwegen» war den Angaben zufolge die mit Abstand erfolgreichste Ausstellung in der Geschichte des Museums. Erstmals in Deutschland wurden in der Anfang Oktober eröffneten Schau 64 Ölgemälde aus der zweiten Lebenshälfte des Norwegers gezeigt. http://www.kunsthalle-emden.de

Recklinghausen: Bilder von Bram Bogart in der Kunsthalle
Recklinghausen (ddp-nrw). Die Kunsthalle Recklinghausen zeigt ab Sonntag Bilder des belgischen Malers Bram Bogart. Die Arbeiten des gebürtigen Niederländers sind häufig so groß und schwer, dass sie auf Ständern im Raum präsentiert werden müssen, wie die Kunsthalle am Montag mitteilte. Bogart verwendet eine Mischung aus Gips und Leim, die er durchfärbt und mit Spachteln oder Bürsten dick wie Mörtel auf einer Leinwand aufträgt.
Die internationale Anerkennung verdankt der Künstler seinem malerischen Werk, das sich aus dem Informell der 1950er Jahre entwickelte und zu immer voluminöseren, kräftig pigmentierten Bildern führte.
Bei der Ausstellung in Recklinghausen werden 32 teilweise großformatige Gemälde aus fünf Jahrzehnten sowie zwölf malerische Vasenobjekte präsentiert, die erst in den vergangenen Jahren entstanden sind.

Dessau: Ausstellung zu «Bauhaus-Objekte - Bauhaus-Dialoge»
Dessau (ddp-lsa). Unter dem Titel «Bauhaus-Objekte - Bauhaus-Dialoge» wird am 17. Februar eine Ausstellung im Dessauer Meisterhaus Muche/Schlemmer eröffnet. Sie gibt Auskunft über die Geschichte des Bauhauses und Diskussionen, die in der Hochschule zu Fragen der Gestaltung geführt wurden, wie die Stiftung Bauhaus Dessau am Montag in der Muldestadt mitteilte. Dargestellt werden die Kreativität der Institution, Etappen ihres Erfolges und auch ihr Scheitern.
Gezeigt werden den Angaben zufolge Objekte aus Kunst, Design, Fotografie und Architektur. Eine besondere Rolle spiele der Ausstellungsort. Die Meisterhäuser seien als ehemalige Künstlerhäuser selbst Bauhaus-Exponate.
In den Meisterhäusern in Dessau lebten und wirkten in den 20er Jahren bedeutende Künstler des Bauhaus-Stils, darunter Walter Gropius, Georg Muche und Oskar Schlemmer. Wegen ihrer Geschichte und Architektur wurden die Bauwerke 1996 zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt.
http://www.bauhaus-dessau.de