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Arbeiten von Jehuda Bacon im Willy-Brandt-Haus +++ «Blauer Reiter» zurück in München +++ Claudia Desgranges stellt in Mülheim/Ruhr aus
Arbeiten von Jehuda Bacon im Willy-Brandt-Haus
Berlin (ddp-bln). Eine Kunstausstellung mit Arbeiten von Jehuda Bacon wird heute Abend (19.30 Uhr) im Willy-Brandt-Haus eröffnet. Zum 75. Geburtstag des 1929 als Sohn einer jüdischen Familie im tschechischen Ostrava geborenen Künstlers zeigt der Freundeskreis Willy-Brandt-Haus e.V. bis 10. Oktober die Schau mit dem Titel "Das Antlitz», wie ein Sprecher mitteilte.
Bacon geriet mit 13 Jahren in die Deportationsmaschinerie des Nazi-Regimes. Er überlebte die Zeit in den Konzentrationslagern und wurde Anfang 1945 durch US-Soldaten befreit. Seinen seit Jugendtagen gehegten Wunsch, Bildender Künstler zu werden, setzte er 1946 nach seiner Auswanderung nach Palästina in die Tat um. Er studierte an der renommierten Bezalel-Kunstakademie in Jerusalem, an die er 1959 nach mehreren Studienreisen in Europa als Professor für Grafik und Zeichnen berufen wurde.
In seinem Arbeiten sucht Bacon immer wieder das Antlitz des Gegenüber. Im Malen, Zeichnen, Skizzieren, im Klären und Verzerren des Antlitzes setzt er sich mit seiner Biographie auseinander. Die Wiederentdeckung der Farbe als Mittel künstlerischen Gestaltens spielt dabei eine wichtige Rolle.
«Blauer Reiter» zurück in München
München (ddp-bay). Nach dem erfolgreichen Sammlungstausch mit dem Kölner Museum Ludwig ist die weltweit größte «Blaue-Reiter»-Sammlung wieder im Münchner Lenbachhaus zu sehen. 67 Gemälde und 20 graphische Meisterwerke der Künstlergruppe sind in die Landeshauptstadt zurückgekehrt, wie eine Museumssprecherin am Mittwoch in München sagte. In einer neu erarbeiteten Präsentation werden vor allem die Glanzlichter der Sammlung gezeigt. Verändert wurde unter anderem die farbige Gestaltung der Wände sowie die Hängung der Werke. Ergänzt ist die Schau durch selten gezeigte Werke von Franz Marc, Paul Klee und August Macke.
Die Werke des «Blauen Reiter» sind im Lenbachhaus wie bereits vor dem Tausch im ersten Obergeschoss des Museums zu sehen. Das Kölner Gastspiel der «Blauen-Reiter»-Sammlung wurde von mehr als 200 000 Kunstfreunden gesehen. Die im Austausch in München gezeigte Picasso-Schau erlebten über 175 000 Kunstfreunde.
In einer bislang einmaligen Aktion hatten beide Museen vom 13. März bis 27. Juni ihre bekanntesten Exponate ausgetauscht.
Claudia Desgranges stellt in Mülheim/Ruhr aus
Mülheim/Ruhr (ddp-nrw). Das Mülheimer Kunstmuseum in der Alten Post widmet sich ab Donnerstag dem Werk der Kölner Künstlerin Claudia Desgranges. Bis zum 17. Oktober werden 23 zum Teil großformatige Arbeiten unter dem Titel «zeitstreifen» zu sehen sein, wie die Einrichtung am Mittwoch mitteilte. Die Bilder der Kölnerin zeichnen sich durch Farbenvielfalt und eine spezielle expressive Malweise aus.
Anstelle von Papier oder einer Leinwand verwendet Desgranges den Angaben zufolge Aluminium als Malgrund und lässt die Farben ineinander fließen. Zur Schau ist auch ein Katalog erschienen. «Zeitstreifen» ist bereits die zwölfte Dauerausstellung in diesem Jahr im Kunstmuseum in der Alten Post.