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Architektur-Quartett mit Adrienne Goehler

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Pressemitteilung der Bundesarchitektenkammer 01/2002

Das zweite Architektur-Quartett in Berlin geht am 19. März 2002 an den Start. Adrienne Goehler, bis Januar 2002 Berliner Kultursenatorin, nimmt die Position der interessierten Laiin ein. Als Architekturkritiker wirken Rainer Haubrich (DIE WELT), Benedikt Hotze (BauNetz) und Niklas Maak (FAZ) mit.
Das Quartett wird drei aktuelle Berliner Bauwerke besprechen: das Cantianhaus von Michael Peter in Prenzlauer Berg, das Paul-Löbe-Haus von Stephan Braunfels in Mitte und das Tempodrom von von Gerkan, Marg und Partner in Kreuzberg. Die Kritiker werden dem Publikum die Gebäude vor der Diskussion in Text und Bild präsentieren.

Die drei ausgewählten Objekte spannen einen weiten Bogen. In der
nach dem königlich preußischen Baurat Johann Gottlieb Cantian
benannten Straße im Stadtteil Prenzlauer Berg baute Michael Peter ein
Appartementhaus mit vielen Extras. Alle 27 Eigentumswohnungen haben
einen Blick ins Grüne. Weitere Besonderheiten sind variable
Grundrisse und eine edle Ausstattung: „Wir lieben die soliden, die
echten, alltäglichen und einfachen Dinge.“, so der Architekt. Auch
die Entstehung des Cantianhauses ist ungewöhnlich. Architekt und
Bauträger traten unter verschiedenen Firmenbezeichnungen auf, sind
aber Familienmitglieder.
Der nach dem letzten demokratischen Reichstagspräsidenten Paul Löbe
benannte Bundestagsbau im östlichen Spreebogen komplettiert das
Parlaments- und Regierungsviertel. In acht Rotunden brachte Stephan
Braunfels die Ausschüsse des Bundestages unter, in fünf Seitenkämmen
Teile der Verwaltung und 170 Büros für Bundestagsabgeordnete. Der
Architekt schuf ein „Haus für die gläserene Demokratie“, eilte der
Wirklichkeit aber etwas voran. Alle Ausschussräume haben
Besuchergalerien, die Sitzungen sind jedoch in der Regel bisher nicht
öffentlich.
Mit der Gestalt des neuen Tempodroms am Anhalter Bahnhof knüpfen von
Gerkan, Marg und Partner an das alte Tempodrom an. Über der Rundform
einer Arena erhebt sich ein zackiges Zeltdach. Die Größe der Arena
ist wandelbar. Sie fasst bis zu 3763 Zuschauer. Das Tempodrom
beherbergt auch ein „Liquidrom“. In einem 122 qm großen Becken können
150 Personen an Unterwasserkonzerten teilnehmen.
Der Ort des Architektur-Quartetts ist mit dem ehemaligen
DDR-Staatsratsgebäude beziehungsreich gewählt. Nach 1990 fanden dort
viele Architekturdiskussionen und Preisgerichte statt.
Zum Quartett lädt die Bundesarchitektenkammer im Rahmen der
„Initiative Architektur und Baukultur“ und mit freundlicher
Unterstützung von Gerling ein. Beginn ist um 20 Uhr im alten Kinosaal
(2. Obergeschoss). Der Zutritt erfolgt über den Haupteingang
Schlossstraße 1. Der Eintritt ist frei.

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Bundesarchitektenkammer e.V. • Askanischer Platz 4 • 10963 Berlin
Dr. Claudia Schwalfenberg • Referentin für Öffentlichkeitsarbeit
Tel./Fax: +49 - (0)30 - 26 39 44 - 40 /- 90
Schwalfenberg [at] bak.de (Schwalfenberg[at]bak[dot]de)
http://www.bundesarchitektenkammer.dehttp://www.bundesarchitektenkamme
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