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Der Komponist Bertold Hummel starb im Alter von 76 Jahren

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Bertold Hummel, einer der profiliertesten zeitgenössischen deutschen Komponisten starb im Alter von 76 Jahren in Würzburg.

Er erlag am Freitag nach kurzem Leiden in einer Würzburger Klinik einer schweren Krankheit. Sein kompositorisches Schaffen umfasst über 200 Werke. Einer seiner Schaffens-Schwerpunkte lag bei katholischer Kirchenmusik. Daneben schrieb er auch Sinfonien, Ballette, Kammermusik, Schlagzeugkonzerte sowie Bühnen- und Filmmusiken. Als Kompositionslehrer formte er eine ganze Nachwuchsgeneration zeitgenössischer Komponisten mit. In Verbänden und Gremien, beispielsweise bei der Gema, profilierte er sich als kenntnisreicher engagierter Streiter für musikalische Belange.

Biographie in Stichworten:

BERTOLD HUMMEL, geboren am 27. November 1925 in Hüfingen (Baden),
1947 - 1954 Studium an der Musikhochschule Freiburg i. Breisgau, Komposition bei Harald Genzmer, Violoncello bei Atis Teichmanis, 1954 - 1956 Konzertreisen als Komponist und Cellist,
1955 Heirat mit der Geigerin Inken Steffen, 6 Söhne,
1956 - 1963 Kantor in Freiburg i. Brsg. und freier Mitarbeiter des Südwestfunks Baden-Baden.
1963 Berufung als Kompositionslehrer an das damalige Staatskonservatorium in Würzburg,
1963 - 1988 Leiter des Studios für Neue Musik Würzburg.
1974 Ernennung zum Professor,
1979 - 1987 Präsident der Hochschule für Musik in Würzburg (seit 1988 deren Ehrenpräsident),
1982 in die Bayerische Akademie der Schönen Künste gewählt,
die ihn 1996 mit dem von ihr vergebenen Friedrich-Baur-Preis auszeichnete.
1998 Kulturpreis der Deutschen Katholiken.

In der kommenden Ausgabe der nmz erscheint eine Würdigung dieser großen Komponistenpersönlichkeit.
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