Hamburg - Bravo-Rufe und langanhaltender Applaus für «Verdi und die Dame mit Noten»: Die Operncollage des 1948 geborenen Komponisten Mathias Husmann hat als Auftragsarbeit der privaten Hamburger Kammeroper dort am Dienstagabend erfolgreich Welturaufführung gefeiert.
Das Libretto erzählt die historische Liebesgeschichte zwischen dem italienischen Musikgenie (1813-1901, «Nabucco», «La Traviata») und der gefeierten Sängerin Giuseppina Strepponi, die dem jungen, an sich zweifelnden Bauernsohn erst zu seiner Karriere verhalf. Husmann zitiert zahlreiche der sehr melodiösen Arien Verdis und bricht sie mit eigenen, teils sperrig-düsteren Schöpfungen, die das Seelenleben der Liebenden spiegeln.
In der Inszenierung von Andreas Franz betören dabei Luminita Andrei mit Glocken klarem Sopran und Marius Adam mit wohltönendem Bassbariton. Mitten auf der kleinen Hamburger Barockbühne erweckt ein sechsköpfiges Ensemble unter Dirigent Florian Csizmadia auf Geige, Violoncello, Klarinette, Fagott, Schlagwerk und Klavier die Noten von gestern und heute zu bewegendem Klangleben.