Ihre Ausführungen im oben genannten Artikel zum Bestand des Deutschen Rundfunkarchivs, (DRA) – Standorte: Frankfurt am Main und Potsdam-Babelsberg – sind sehr zu begrüßen, und von unserer Gesellschaft wird das Bemühen um den Erhalt des DRA sehr unterstützt. In beiden Archivbeständen befinden sich zum Teik rare Musik-Tondokumente, zum Beispiel von dem Kielschüler Ignacy Jan Paderewski aus dem September 1945 (!), Einspielung/Aufnahme eines Werkes beim damaligen Rundfunk in der Sowjetischen Besatzungszone (ab 1949 DDR-Rundfunk).
Es kann nicht sein, dass die ARD als Trägerin der Einrichtung DRA 15 Prozent der Kosten einsparen will und drei Optionen vorschlägt, die als dritte die Abschaffung des Archivs beziehungsweise Übertragung an einen anderen (privaten?) Träger vorsieht. Sie schreiben mit Recht, dass der öffentlich-rechtliche Rundfunk „unter … dramatischen Erosionserscheinungen“ leidet. Wie kann er da noch seinem Kultur- und Bildungsauftrag für die Gesellschaft nachkommen? Die FKG hofft, dass die nmz sich weiterhin vehement für die Erhaltung des DRA einsetzt und andere Komponisten-Fördergesellschaften und Musikeinrichtungen dabei publizistisch unterstützt.
Peter Pfeil (Friedrich-Kiel-Gesellschaft e.V.)