Die Sippe aus Dublin sind nicht die ersten, denen die Produzenten des Mainstreams diesen bestimmten Sound für das offensichtlich unentbehrliche, irisch angehauchte Marktsegment verpasst haben. Vergegenwärtigt man sich, dass dieses Arpeggio der Gitarrenharmonien in Moll, dass dieser spezielle Kiekser der weiblichen Stimme in der Refrainmelodie sowie eine grundsätzliche melancholische Power im gleichen Tenor zuletzt bei den Cranberries zu vernehmen war, wird einem das Ausmaß der Standardisierung deutlich. Die Stumpfheit scheint mit „Breathless“ allerdings einen neuen Höhepunkt erreicht zu haben: Bryan-Adams-Macher Mutt Lange hat Hand angelegt. Die Drums zockeln im typischen europäischen Schlagerbeat unter einem Lied daher, das mit Stichworten wie „Feel“, „Love“ und „Long for your kiss“ jeder originellen Wendung zielsicher ausweicht. Im Video vollziehen die drei Schwestern per Wüsten- und Biker-Thematik den Schritt zu weltmarktgerechten US-Rock-Sirenen.
Die Sippe aus Dublin sind nicht die ersten, denen die Produzenten des Mainstreams diesen bestimmten Sound für das offensichtlich unentbehrliche, irisch angehauchte Marktsegment verpasst haben. Vergegenwärtigt man sich, dass dieses Arpeggio der Gitarrenharmonien in Moll, dass dieser spezielle Kiekser der weiblichen Stimme in der Refrainmelodie sowie eine grundsätzliche melancholische Power im gleichen Tenor zuletzt bei den Cranberries zu vernehmen war, wird einem das Ausmaß der Standardisierung deutlich. Die Stumpfheit scheint mit „Breathless“ allerdings einen neuen Höhepunkt erreicht zu haben: Bryan-Adams-Macher Mutt Lange hat Hand angelegt. Die Drums zockeln im typischen europäischen Schlagerbeat unter einem Lied daher, das mit Stichworten wie „Feel“, „Love“ und „Long for your kiss“ jeder originellen Wendung zielsicher ausweicht. Im Video vollziehen die drei Schwestern per Wüsten- und Biker-Thematik den Schritt zu weltmarktgerechten US-Rock-Sirenen.MORCHEEBA: Rome Wasn’t Built In A Day (wea)Vor fünf Jahren haben sie als TripHop-Band in der zweiten Reihe angefangen, aber lange hielt der Trend nicht mehr. So mussten die Godfrey-Brüder und ihre Sängerin Skye Edwards mit der Zeit sonniger werden. Die Aufgabe haben sie mit der neuen Single perfekt gelöst. Perfekt heißt in diesem Fall mit dem den Briten eigenen Gespür für die richtige Soul-Mischung zur richtigen Zeit. Konsequent baut sich der Song bis zum langen Call&Response-Finale samt Chor und sattem Bläsersatz auf, vergisst auch zwischendrin die 70er-Jahre-Referenz per surrendem Gitarrensolo nicht und kann sich zudem auf die stilsichere Intonation von Edwards verlassen. Die Atmosphäre der sonnigen dreieinhalb Minuten setzt auch das Video trefflich um: Ein kollektiver Formationstanz im Einkaufszentrum – und schon ist die Welt ein bisschen ertäglicher.