Ein „Freestyler“ ist ein Tänzer, der ohne festgefügte Formeln, dafür mit fantasievollen Bewegungsfiguren über einen Beat tanzen kann. Für diese Tänzer basteln DJs und Produzenten rasante Mixbeats aus HipHop, Techno und Drum’n’Bass – in denen alle Elemente auf die richtige Mischung aus Flow und Breaks abgestimmt sind. Die finnischen Bomfunk MC’s geben nun eine gewisse Prise Popappeal dazu, sodass die Einzelteilchen deutlicher als üblich wie melodische Motive funktionieren. Dabei spielt nicht der etwas eintönige Rapgesang die wesentliche Rolle, sondern der stark synkopierte Bass (vor allem im B-Teil) und vor allem die standardisierten Scratch-Pattern. Der sympathische junge Kerl, der sich da so cool durch das hübsche Video spult, macht es vor: Die ein oder andere Zeile singt er schon noch mit, aber deutlicher markiert er auf seinem Spaziergang jene Turntable-Breaks. Luftgitarre ist out, Luftscratchen ist der neue Style.
Ein „Freestyler“ ist ein Tänzer, der ohne festgefügte Formeln, dafür mit fantasievollen Bewegungsfiguren über einen Beat tanzen kann. Für diese Tänzer basteln DJs und Produzenten rasante Mixbeats aus HipHop, Techno und Drum’n’Bass – in denen alle Elemente auf die richtige Mischung aus Flow und Breaks abgestimmt sind. Die finnischen Bomfunk MC’s geben nun eine gewisse Prise Popappeal dazu, sodass die Einzelteilchen deutlicher als üblich wie melodische Motive funktionieren. Dabei spielt nicht der etwas eintönige Rapgesang die wesentliche Rolle, sondern der stark synkopierte Bass (vor allem im B-Teil) und vor allem die standardisierten Scratch-Pattern. Der sympathische junge Kerl, der sich da so cool durch das hübsche Video spult, macht es vor: Die ein oder andere Zeile singt er schon noch mit, aber deutlicher markiert er auf seinem Spaziergang jene Turntable-Breaks. Luftgitarre ist out, Luftscratchen ist der neue Style. class="line">EMINEM: The Real Slim Shady (Interscope/Universal)Spinettsounds sind seit einiger Zeit sehr beliebte melodische Motive in den Arrangements der R&B- und HipHop-Produzenten. Auch Dr Dre unterlegte die neue Single seines Schützlings Eminem mit diesem stoisch aushaltenden, niedlichen Klang. Instrumental passiert kaum mehr, gegen Ende stärken dezente Synthi-Flächen den Refrain und ein entzückend schiefes Flötenmotiv gesellt sich dazu. Die Dramaturgie funktioniert allein über die schnarrenden Raps des erfolgreichen Rüpels. Ansonsten erinnern die neuen, das zweite Album promotenden Erzählungen von Eminems Alter Ego „Slim Shady“ unmissverständlich an die letzjährige Debütsingle. Einen netten ästhetischen Reiz bietet die Videofassung des Stücks: Die unzähligen Zensurauslassungen der dirty words, also die Löcher im Flow der Raps, etablieren sich mittlerweile als eine eigenwillige rhythmische Qualität.