Tatort war bis Tourneebeginn die Bayerische Musikakademie in Marktoberdorf, in der das Orchester (nach über 30 Jahren) erstmalig arbeitete, nachdem die Akademie nun über einen eigenen großen Saal verfügt. Dieser wurde auch gleich voll ausgenutzt: Schüler wurden zu den Proben eingeladen und am Abend vor der Abreise kamen viele Besucher zu der öffentlichen Generalprobe – die wirklich eine war, mit Korrekturen nämlich, aber auch mit kleinen Werkeinführungen durch den Dirigenten Thomas Hengelbrock. Immerhin stand neben Vertrautem (Prometheus-Ouvertüre mit der Ballettmusik von Beethoven und Berlioz‘ Symphonie fantastique) auch ein selten gespieltes Werk auf dem Programm: das Klavierkonzert von Witold Lutoslawski mit dem Pianisten Lars Vogt.
Kurz, aber heftig – so könnte man die vergangene Winterarbeitsphase des BJO umschreiben. Kurz, weil sie erst am 2. Januar anfing, statt wie üblich gleich nach Weihnachten (natürlich mit Rücksicht auf das neue Millennium); heftig, weil so viel zu bewältigen war: Nicht nur die Einstudierung des Konzertprogrammes (wohlgemerkt neben der traditionellen BJO-Fete, die innerhalb weniger Tage auf die Beine gestellt werden musste) und eine Leseprobe eines eigens für das BJO komponierten Werkes, sondern dazu noch eine öffentliche Generalprobe und fünf große Konzerte innerhalb einer Woche. Am 18. Januar war dann alles schon wieder vorbei. Tatort war bis Tourneebeginn die Bayerische Musikakademie in Marktoberdorf, in der das Orchester (nach über 30 Jahren) erstmalig arbeitete, nachdem die Akademie nun über einen eigenen großen Saal verfügt. Dieser wurde auch gleich voll ausgenutzt: Schüler wurden zu den Proben eingeladen und am Abend vor der Abreise kamen viele Besucher zu der öffentlichen Generalprobe – die wirklich eine war, mit Korrekturen nämlich, aber auch mit kleinen Werkeinführungen durch den Dirigenten Thomas Hengelbrock. Immerhin stand neben Vertrautem (Prometheus-Ouvertüre mit der Ballettmusik von Beethoven und Berlioz‘ Symphonie fantastique) auch ein selten gespieltes Werk auf dem Programm: das Klavierkonzert von Witold Lutoslawski mit dem Pianisten Lars Vogt. Aber da kam eines Abends noch der Komponist (und designierte künstlerische Leiter der Salzburger Festspiele) Peter Ruzicka nach Marktoberdorf, der im Auftrag des Bundesjugendorchesters ein Werk komponiert hat, das im August unter der Leitung von Gerd Albrecht während der Sommertournee mit 5 Konzerten in Polen und drei in Deutschland (Berlin, Hannover/Expo und Frankfurt am Main) uraufgeführt wird. Eine Leseprobe fand unter seiner Leitung statt, die reichlich Stoff für eine sich anschließende Diskussion bot.Die Konzerttournee führte nach Stuttgart, Karlsruhe, Zürich (Tonhalle), Wiesbaden und Dresden (Semperoper). Die Konzertkritiken konnten sich sehen lassen: Musikalische Sternstunden mit jungen Talenten, Messerscharfes Klangbild, Temperament ohne feige Mittelwerte. Wie schön, dass nach dem Konzert in der ausverkauften Semper Oper in Anwesenheit des sächsischen Ministerpräsidenten Kurt Biedenkopf auf Initiative der Deutschen Stiftung Musikleben noch ein Umtrunk möglich war, der allen den Abschied „versüßte“.