Christoph Heinrich Meyer: Die AMA-Blockflötenschule. 125 Seiten (mit CD), 26.80 Mark. AMA-Verlag ISBN 3-927190-87-X.
Dies ist eine sehr behutsame Schule, man nimmt sich viel Platz, um in die Grundbegriffe des Flötenspiels, der Haltung, des Ansatzes, der Fingerstellungen einzuführen. Und dann geht es gleich an die hörende Kontrolle der ersten Töne, auf die Schönheit und Rundheit des einzelnen Tons. Klappt es nicht sofort, dann werden Hilfestellungen und Korrekturen angeboten. Und es bleibt zunächst bei Einton-Stücken; immer das h. Erst ungeordnet frei als Nachmachen von Regentropfen, dann mit verschiedenen einfachen Rhythmisierungen. Wieder Innehalten und Vorbereitung auf den Tonwechsel. Bei knapp einem Drittel des Buches ist man bei drei Tönen (h, a, g) angelangt und mit denen kann man schon kleine Stücke spielen. So geht es weiter, immer Schritt für Schritt, immer mit dem Lauschen auf das Ergebnis. Fürsorglich tritt die rechte Hand hinzu, endlich erste Zweistimmigkeiten. Dann folgt noch eine Auswahl von volksmusikalischen Stücken, in denen man sich allmählich freier bewegt. Eine Schule, die sich Mühe gibt, dem Auffassungstempo ganz junger Schüler einfühlsam gerecht zu werden.
Mattias Schwabe: Starke Stücke. 48 Seiten, 28.- Mark. Bärenreiter 8142.
Das ist eine wirklich kunterbunte Ansammlung von Klavierstücken, die als Ergänzung zum ersten, dem Anfängerstadium entwachsenen Klavierunterricht gedacht ist. Ein Spiritual kreuzt seinen Weg mit einem Scherzo von Haydn, trifft auf einen Blues oder einen Volkstanz von Bartók und liebäugelt auch mal mit leicht aleatorischen Spielanweisungen. Das ist viel Material, um eine Klavierschule begleitend aufzulockern, um erste Vortragsstücke des jungen Schülers je nach individuellem Geschmack zu ermöglichen – möglichst sogar auswendig, denn die kurzen Stücke sind so ausgewählt, dass das Behalten der musikalischen Struktur in vielen Fällen vereinfacht wird.
Peter Michael Haas: Spiel Akkordeon. Der neue Weg Akkordeon zu lernen.180 Seiten, mit CD. AMA-Verlag 610252.
Auf mich wirkt dieses sehr umfangreiche und ausführliche Schulwerk für den Anfang des Akkordeon-Spiels manchmal ein wenig zu umständlich. Es richtet sich im Grunde, auch wenn Kapitel 1 mit einem Foto eines Kleinkindes mit Klein-Akkordeon begonnen wird, eher an größere Schüler. Auf kindgerechte Verständnishilfen oder Illustrationen wird nämlich verzichtet. Dann aber changiert die Schule zwischen graduellem Voranschreiten von zu erarbeitenden Stücken, die immer wieder durch allgemeine musikalische Erörterungen und durch Ausführungen zu spieltechnischen Praktiken unterbrochen sind. Viele Stücke sind Kompositionen des Autors, was zu einer gewissen stilistischen Einseitigkeit führen könnte.
The Associated Board Of The Royal Schools Of Music: Jazz Piano. ABRSM Publishing, Vertrieb Bärenreiter-Verlag, Kassel.
Skalen, Höraufgaben, Spielstücke, Harmonielehre, Anleitungen zu Improvisation und Komposition sowie fünf Minus-One-CDs: Das Unterrichtswerk „JazzPiano“ tritt mit dem Anspruch an, eine umfassende Schulung zum Jazzpianisten zu leisten, und zwar vom Anfänger bis zum Fortgeschrittenen. Ein knapp zweihundertseitiger Lehrerband von Charles Beale enthält klar gegliederte Handreichungen wie man seine Schüler an den Jazz heranführen kann – derart methodisch durchdachtes Material für Jazzpiano findet sich nur selten. Gleichzeitig legt Beale Wert auf eine sinnvolle Balance zwischen Regelwerk und Freiheit, zwischen Technik und Feeling. (Kann auch in Einzelausgaben peu à peu erworben werden.)