The Family Way, +++ Rise of the Planets of Apes
The Family Way, Varese/Colosseum
Das Drama „The Family Way“ mit der wunderbaren Haley Mills ist ein kleines Juwel der britischen Filmgeschichte der Sixties. Den Score für diesen Film komponierte 1966 der Mann, der ein Jahr vorher den meist- gecoverten Song des 20. Jahrhunderts geschrieben hatte: Paul McCartney. Varese Sarabande ist es zu verdanken, dass dieser einzige Filmscore des großen Songwriters wieder zu entdecken ist. Um es vorweg zu sagen, es ist kein großer Wurf. Paulchen hat ein paar Melodien dafür geschrieben, die zwischen „Here, There And Every-
where“ und Tiomkins berühmtem „The High and The Mighty“-Thema hin und her pendeln, und George Martin, der musikalische Mastermind der Beat-les hat diese im „Swinging London“ und Brass-Sound orchestriert. Aber sie passen perfekt zu dieser Geschichte des „Alfie“-Schöpfers Bill Naughton. Aufgenommen hat George Martin diesen charmanten Score im Dezember 1966, um die Zeit der Studio-Sessions zu „Strawberry Fields Forever“ und „When I’m Sixty-Four“.
Rise of the Planets of Apes, Varese/Colosseum
Die Affen sind wieder einmal ins Kino zurückgekehrt. „Planet der Affen: Prevolution“ heißt das Prequel der Reihe bei uns etwas affig affektiert. Die Musik dafür lieferte „Harry Potter“-Komponist Patrick Doyle. Einst, in den späten 60ern war der innovative, elektronische Score zum ersten „Planet der Affen“-Film der endgültige Durchbruch gewesen für einen der originellsten Komponisten des Silbernen Zeitalters der Filmmusik: Jerry Gold- smith. Als Tim Burton 2001 ein intelligentes Remake des Science-Fiction-Klassikers inszenierte, war natürlich auch sein Hauskomponist Danny Elfman auf dem Planeten mit dabei, der die „Affen“ im typischen Burton-Sound tanzen ließ. Patrick Doyle passt sich nun mit seinem perkussiven Score sehr dem Hollywood-Sound von 2011 an.