Elvis Costello in Motion Pictures +++ HITCHCOCK
Elvis Costello in Motion Pictures
Universal
Seit den späten 70ern gehört der britische Songwriter Declan MacManus zu den Pop-Ikonen der Insel. Wobei wir ihn natürlich nur als Elvis Costello kennen. Unter diesem Namen, den er nicht ganz zufällig trägt, schaffte er es zur New-Wave-Zeit sogar in die amerikanischen Albumcharts. Eine ganze Generation von College-Radio-Hörern war mit seinen Songs in den 80ern aufgewachsen, die fast zu Gassenhauern wurden. So war es kein Wunder, dass irgendwann in vielen hochgelobten US-Serien, von den „Sopranos“ bis zu „Dr. House“ ein Costello-Song auftauchte. Und in einem der „Austin Powers“-Filme hatte Mr. Costello an der Seite von Burt Bacharach sogar selbst einen Cameoauftritt. Als Straßenmusiker sang er „I‘ll Never Fall In Love Again“. Der fehlt auf diesem Sampler, aber den großen Song, den Costello gemeinsam mit Bacharach für einen der schönsten Musikfilme der 90er geschrieben hat, die Brill-Building-Hommage „Grace of My Heart“, hat der Meister selbst für diese vorzügliche Kompilation ausgewählt: „God Give Me Strength“. Neben seinen Songs aus Filmen wie „The Big Lebowski“ oder „Der Pate III“ gibt es hier auch zwei tolle Coverversionen: Ray Davies‘ „Days“ und Charles Aznavours „She“.
HITCHCOCK (Sony)
Es ist das erste große Highlight des Kinowinters: „Hitchcock“ mit Anthony Hopkins in der Titelrolle. Ein Film über die Dreharbeiten zu „Psycho“ um 1960. Orchestriert hat dieses Biopic Danny Elfman, Tim Burtons Hauskomponist, der bereits für Gus Van Sants „Psycho“-Remake Bernard Herrmanns grandiosen Score adaptiert hatte. Und so ist das musikalische Chämeleon Elfman der ideale Mann für dieses Projekt: „Hitchcock“ erklingt im unverkennbaren Herrmann-Sound. Eine perfekte Fälschung, die zur Hitchcock-Maske von Anthony Hopkins passt. Kannibalisch!