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Link-Tipps 2011/10

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In der Tableiste meines Browsers stehen (v.l.n.r.) mein E-Mail-Postfach, Facebook, die nmz, YouTube, gewissermaßen eine Standardanordnung. Wirklich schwer, um Googles virtuelle Röhre herumzukommen, wenn man kuriose Links zusammenkratzen will. Auch auf Facebook finde ich an meiner eigenen Pinnwand fast nur YouTube-Perlen, doch siehe da: Am 28. August 2011, 14:55 Uhr, präsentierte ich der Facebook-Gemeinde eines der kuriosesten Musiker-Interviews seit Udo Lindenberg in der mobil, ein Gespräch mit der Band SALEM. Diese und andere musikalische Grenzgänger stelle ich hier nun vor, les- und hörbar.

Interview mit SALEM

SALEM, ein Trio aus Michigan/USA, fanden sich 2006 zusammen und vermitteln mit ihrer merkwürdigen Musik, die sich irgendwo zwischen Noise, Hiphop, Electropop, Tangerine Dream und der Metal-Gruppe sunn o))) bewegt und unter der Bezeichnung „Witchhouse“ läuft, ein ebenso merkwürdiges Lebensgefühl: Unendliche Einsamkeit und Weltabgewandtheit klingt aus den profunden Synthesizer-Klangnebeln; die Bühnenshows der scheinbar so gelangweilten wie berauschten Musikern wirken ungemein trashig und charmant-ungekonnt. 

Der Titel ihres Albums „Yes I Smoke Crack“ scheint der endgültige Beweis zu sein, dass hier der Drogenromantizismus der Popkultur vergangener Jahrzehnte in einem puristischem Gewand wiedererweckt werden soll. Im Gespräch über dieses und weitere Themen erntet Timo Feldhaus überraschende Antworten.

Zombie Jazz von without additives

Auf SALEM aufmerksam gemacht hat mich vor kurzem ein Freund aus Hannover, Sebastian Wendt, der sich als hochkreativer Komponist und Free-Jazzer hervorgetan hat und mit allen Klarinetten von normal bis Kontrabass Gründungsmitglied der Formation without additives [-+]*** ist. Zusammen mit der Sängerin Julia Mihàly, dem Komponisten Damian Marhulets und dem Kontrabassisten Frederik Möhle, allesamt bereits illustre Persönlichkeiten der zeitgenössischen Szene, kreiiert er unter dieser Marke „some of the very amusing apocalyptic music around“, gespeist aus „zombie-porno movies, french chanson, and trashy witch house klezmer tunes“ – oder einfach „perverse pøp“, so die Selbstdarstellung der Band, die ein paar spektakuläre Aufnahmen zusammengestellt hat.

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