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Noten-Tipps 2014/12

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Johann Fischer (1646–1716 oder 1717): Ouverture á 5 F-Dur für Oboe, 2 Violinen, Viola und B.c. (oder Oboe, Violine, 2 Violen), herausgegeben von Hans Bergmann. Partitur und Stimmen. Erstausgabe. Ed. Walhall EW 612 +++ Max Reger (1873–1916): Orgelwerke ohne Opuszahl. Urtext, herausgegeben von Michael Kube. Henle HN 762. ISMN M-2018-0762-1 +++ Johann Gallus-Mederitsch (1752–1835): Fantasia Terza für 2 Violinen und Violoncello. Erstdruck herausgegeben von Peter Erhart. Partitur & Stimmen. Doblinger DM 1442 +++ Pepi Hofer (*1955): Trios für junge Streicher. Dreistimmige Spielstücke für 2 Violinen und Violoncello in der ersten Lage. 3 Spielpartituren. Edition Kunzelmann GM-1895c

Johann Fischer (1646–1716 oder 1717): Ouverture á 5 F-Dur für Oboe, 2 Violinen, Viola und B.c. (oder Oboe, Violine, 2 Violen), herausgegeben von Hans Bergmann. Partitur und Stimmen. Erstausgabe. Ed. Walhall EW 612

Ungewöhnlich für damals: Ein konzertierendes Blasinstrument zeichnet diese Suite nach französischem Gusto aus. Der festlichen Ouverture folgen fünf Tänze, geschrieben zur Ergötzung und zum Gebrauch von Liebhabern, dennoch ein einfallsreiches, kunstvoll motivisch bestimmtes Gewebe, das kontrapunktisch geschickt durch die Streicherstimmen und den Basso wandert. Geschrieben hat sie der in Augsburg gebürtige und daselbst ausgebildete Musiker, der als Geiger und Komponist vokaler und instrumentaler Musik in geistlichen und höfischen Diensten nach vielen Stationen bis ins Baltikum kam. Ediert nach der Handschrift in der Universitätsbibliothek Uppsala.

Max Reger (1873–1916): Orgelwerke ohne Opuszahl. Urtext, herausgegeben von Michael Kube. Henle HN 762. ISMN M-2018-0762-1

Hier kann man den unbekannten Reger mit einigen vernachlässigten Werken kennenlernen, zusammengetragen aus verstreuten und versteckten Quellen, aus Alben und Zeitschriftenbeilagen. Sie stammen aus gelegentlichen Aufträgen. Jetzt eignen sie sich ganz gut als Vorgriff, als Vorbereitung auf seine größeren Orgelwerke. Das macht dieses Album für den angehenden Organisten besonders wertvoll. Neun Prä- und Postludien, Fugen, Variationen, sechs (unterschiedlich anspruchsvolle, zum Teil nur 14 bis 15 Takte umfassende) Choral-gebundene Präludien für den kirchenmusikalischen Gebrauch. Der Herausgeber Kube erläutert in seinem Vorwort für jedes dieser Stücke die Geschichte seiner Entstehung. Das überschaubare, großzügige Notenbild im Querformat kommt Regers Schreibstil mit seinen ausführlichen Interpretationsangaben enorm entgegen.

Johann Gallus-Mederitsch (1752–1835): Fantasia Terza für 2 Violinen und Violoncello. Erstdruck herausgegeben von Peter Erhart. Partitur & Stimmen. Doblinger DM 1442

Pausenlos geht Doblingers Diletto Musicale auf Entdeckungssuche, diesmal fündig geworden in der Stiftung Mozarteum, was Wagenseils Kontrapunkte-Schüler und Freund von Franz Xaver Mozart für die kammermusikalische Praxis in einem Wiener Erstdruck von 1800 hinterlassen hat. Eines seiner drei Streichtrios, das in A-Dur, ist hier „Urtext-nahe“ für die Spielpraxis aufgearbeitet und entpuppt sich als ein lohnendes Opus.

Pepi Hofer (*1955): Trios für junge Streicher. Dreistimmige Spielstücke für 2 Violinen und Violoncello in der ersten Lage. 3 Spielpartituren. Edition Kunzelmann GM-1895c

Autohupe, Telefon, Streetmusic – 21 solch lustige Titel lassen die didaktische Hauptsache vergessen. Langsam steigert er die rhythmische Notenwerte, übt die Bogenführung bei 2, 3 und 4 gebundenen und rhythmisierten Noten und dann noch das frühe Zusammenspiel, alles schon in der ersten Lage.

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