Robert Schumann: Konzert in a-Moll für Violoncello und Orchester. Bärenreiter BA 08839 (Partitur), BA 08839-90 (Klavierauszug), BA 10967 (Transkription für Violoncello und Streichquartett)
Notentipp 2025/02
Mit seinem 1850 ohne äußeren Anlass oder Auftrag komponierten Cellokonzert gab Robert Schumann der Gattung einen wichtigen Impuls. Für die heikle Klangbalance zwischen dem nicht in allen Lagen gleichermaßen durchsetzungsfähigen Soloinstrument und einem romantischen Orchesterapparat fand er überzeugende Lösungen. Auf eine in diesem Zusammenhang weitgehend übersehene Praxis macht Kate Bennett Wadsworth, die Herausgeberin dieser ausgezeichneten neuen Edition aufmerksam: Schumann sah wohl für die Begleitung vieler Solostellen eine reduzierte Orchesterbesetzung vor. Das Werk kam zunächst weder bei Solisten noch bei Kritikern besonders gut an. Sie störten sich am eher unspektakulären Solopart, der statt virtuoser Kabinettstückchen das sanglich-melodische Potenzial des Instruments in den Vordergrund stellt, und an der teilweise kammermusikalisch zurückhaltenden Anlage des Orchestersatzes. Die Herausgeberin hat nun offenbar genau dies zum Anlass für eine reizvolle Transkription genommen, in der das nunmehr bei manchen Tuttistellen mitspielende Solocello nur von einem Streichquartett begleitet wird. Angesichts ihres hervorragenden Einführungstextes zur Neuausgabe – inklusive aufführungspraktischer Hinweise – verwundert es ein wenig, dass sie diese Transkription unkommentiert lässt.
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