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Schrottland ist eine Reise wert

Untertitel
Im fünften Band der Ritter Rost-Reihe geht’s in den Urlaub
Publikationsdatum
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Endlich Urlaub! Nach vier erfolgreichen Bänden mit spannenden Geschichten, in denen es um Ritterspiele, Gespenster-Jagd, anstrengende Hexen und nebenbuhlend protzende Prinzen ging, haben sich der preisgekrönte (Leopold ’97 & ’99) Ritter Rost und sein Gefolge einen Urlaub redlich verdient.

Ritter Rost macht Urlaub, Terzio, Möllers & Bellinghausen Verlag GmbH, München 2000, ISBN 3-89835-704-X, 48 Seiten mit Noten und Musik, 39,90 Mark. Endlich Urlaub! Nach vier erfolgreichen Bänden mit spannenden Geschichten, in denen es um Ritterspiele, Gespenster-Jagd, anstrengende Hexen und nebenbuhlend protzende Prinzen ging, haben sich der preisgekrönte (Leopold ’97 & ’99) Ritter Rost und sein Gefolge einen Urlaub redlich verdient. Aber wo kann sich der Blechritter wohl am besten erholen, na? Klare Sache, im Schrottland natürlich! Und da einem dauerhaft schlechtes Wetter ziemlich auf die Nerven gehen kann, beschließen Ritter Rost, Burgfräulein Bö mit ihrem sprechenden Hut, das Pferd Feuerstuhl und der Drache Koks sofort loszufliegen. Der absolut knuffige Graf Zacharias von Zitzewitz mit seinen unterschiedlichen Socken nimmt die ganze Bagage in seinem Tigerenten-gestreiften Zeppelin mit und bringt sie sicher ins Land der Erholung.

Obwohl... die Erholung muss zunächst noch etwas warten, denn was wäre das für ein Ritter Rost-Buch, wenn alles sofort glatt ginge? Eben, und deshalb müssen sie alle zunächst kleine und große Abenteuer bestehen, um am Ende schließlich friedlich den Urlaub genießen zu können.

Das Schrottland erinnert übrigens sehr ans Ruhrgebiet mit seinen Zechen, und wer weiß, vielleicht könnte man auch dort die drohende Arbeitslosigkeit mit so banalen Dingen wie Spitzendeckchen bekämpfen, einen Versuch wäre es wert. – Ach, das verstehen Sie jetzt nicht?

Dann lesen Sie doch einfach die neuen Abenteuer von Ritter Rost und Sie werden merken, dass das Team Hilbert/Janosa – auch dieses Mal wieder – nicht nur Ihre Kinder, sondern auch Sie verzaubern wird. Mit der bewährten Mischung aus Humor, Fantasie und Musik gelingt es den beiden wieder einmal, den Leser in den Bann der rostigen Abenteuer zu ziehen. Aber eigentlich ist man bei der Lektüre dieses Buches nicht nur Leser, sondern auch Betrachter und Zuhörer. Dafür sorgen zum einen Jörg Hilberts liebevoll-witzige Bilder, zum anderen Felix Janosas Musikeinlagen; schließlich ist das Ganze ja ein Musical und da darf flotte Musik nicht fehlen! Richtige Ohrwürmer sind beispielsweise das Wetterlied „Sieben Wochen Regen“, die Arie der Prinzessin Magnesia „Eine ganz bezaubernde Schlampe“ oder „Kennst Du das Land“. Letzteres bringt einen frischen Wind in den berühmten Klassiker, denn wer will schon wie ursprünglich Goethes Figur Mignon (aus „Wilhelm Meisters Lehrjahre“) nach Italien reisen, wenn es auch das Schrottland sein könnte? Eine Alternative, die sicherlich selbst Goethe reizvoll finden würde.

Sie werden sich freuen, dass auch wieder viele der alten Bekannten auftauchen.

Was sag ich da, Bekannte? Es sind wohl eher schon Freunde, nach all den gemeinsam bestandenen Abenteuern, oder? Was meinen Sie?

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