„Tanzen im Kindergarten“ von Elisabeth Seippel. 2000. CD ist im Buch enthalten.
„Die Tanzspieldose“ von Lilo Sebastian. 2000. Dazu: CD „Die Tanzspieldose“, Folkloreorchester Ohrwurm, CD 7769.
„Tanzen und Springen – Zwölf historische Tänze aus Renaissance und Barock für Kinder“ von Ingrid Engel. Sämtlich erschienen im Fidula-Verlag, Boppard/Rhein 1998
Die hier vorgestellte Reihe von zwölf Tänzen und fünf Tanzspielen „Tanzen im Kindergarten“ von Elisabeth Seippel ist mehr als nur eine Sammlung von Tänzen für Kinder im Kindergartenalter. Jeder Tanz ist eingebunden in ein Kindergarten-relevantes Thema, zum Beispiel Bären, Feuer, Tauben, Lichter, Sterne...
In einer Einführung umschreibt die Autorin das Thema allgemein und weist auf die Inhalte hin, die jedes Thema vermitteln möchte. Dann folgt eine umfassende Sammlung an Ideen rund um das Thema, die dann auch zum Tanz leiten sollen, ergänzt durch methodische Hilfen für die Tanzvermittlung. Die fünf Tanzspiele können auch ohne Zusammenhang zu einem Thema in den Kindergartenalltag einfließen. Die Musik zu den Tänzen ist auf einer CD im Buch beigelegt. Dabei handelt es sich um vorwiegend bearbeitete Volkstänze aus verschiedenen Ländern. Um die Verbindung zwischen Musik und Bewegung zu verdeutlichen, wäre ein Text für die Melodien der jeweiligen Tänze, die auch abgedruckt sind, hilfreich. So könnten die Melodien beim Erarbeiten vorerst gesungen werden.
„Die Tanzspieldose“ hat einen ähnlichen Ansatz. Auch hier sind die Tänze in Themen eingebunden: Tanz-Spieldose, Vogeltraum, Glöckchentanz, Wasserspiele... Der methodische Teil ist jedoch sparsam. Vorschläge zur Vorbereitung und zur Gestaltung nehmen gegenüber der Tanzbeschreibung wenig Raum ein. Zu vielen Tanzmelodien sind zwar die Texte abgedruckt, jedoch fehlt eine Ablichtung der Melodien. Dennoch befinden sich auch hier einige originelle Ideen zusammengefasst, die viel Freiraum für eigene Ideen der Kinder zulassen.
Ganz anderen Anspruch hat „Tanzen und Springen“ von Ingrid Engel. Hier geht es gezielt um die Vermittlung von Schrittfolgen, Formen, Tempi und Charakter des historischen Tanzes.
Für Kinder ab zirka zwölf Jahren gedacht, sollen sie helfen, die in der Instrumentalpädagogik gespielte Musik auch körperlich zu erfahren und zu verstehen. In einem Vorspann sind die Grundschritte der Renaissance und die des Barock erklärt. Eigene Vorerfahrung der Lehrkraft ist hier sicher hilfreich, um die Bewegungen entsprechend dem Ausdruck der damaligen Zeit ausführen zu können. In wenigen Sätzen beschreibt die Autorin das Wesentliche zu den Tänzen und ihrem historischen Hintergrund. Die Choreografien arbeiten in eher offener, freier Form mit den Charakteristika der einzelnen Tänze. In ihrem Rahmen sind Elemente durchaus austauschbar, und so kann die Musik von den Ausführenden auch neu choreografiert werden. Zu dem Buch sind zwei CDs erhältlich (CD 4469 und CD 4470 „Historische Tänze 1 bzw. 2“ im selben Verlag).
„Start ups 2 – Neues für die Singwerkstatt“ von Werner Rizzi, Fidula-Verlag, Boppard/Rhein 2000
Drei Jahre nach dem Erscheinen von „Start ups“ ist nun der zweite Band da: „Start ups 2“ von Werner Rizzi. Schon der erste Band stellt eine Bereicherung für jeden dar, der mit jugendlichen oder erwachsenen Gruppen singt.
Die Sammlungen kleiner spritziger Ideen ist optimal für einen schwungvollen Einstieg oder für zwischendrin. Aus unterschiedlichen Stilbereichen, zum Beispiel Jazz, Gospel, Rock oder Traditional, hat der Herausgeber Kanons oder einfache mehrstimmige Lieder gesammelt oder selber komponiert.
Die Texte sind schnell zu merken, die Melodien bestehen zum Teil aus zusammengefügten Ostinati oder gehen schnell ins Ohr. Die Zusammenstellung lädt ein, kreativ zu werden. So kann jeder Song verändert werden zum Beispiel durch hinzugefügte Begleitstimmen, Percussioninstrumente oder vereinfacht durch Weglassen der Unterstimmen.
Die Zusammensetzung von Frauen- und Männerstimmen ist flexibel gestaltet. Fehlt eine Männerstimme, kann sie durch ein Instrument ersetzt werden. Die Musik fördert lebendige Methoden zum Erlernen, bereichert durch Bewegung oder Gruppenspiele. Einige können – zusammengefügt oder durch eigene Teile erweitert – auch durchaus bühnenreif gestaltet werden.
„Tänze im Kreis“, Tanzbeschreibungen von Michael Hepp, Band 1 bis 4,
Fidula-Verlag, Boppard/Rhein 1999/2000. Dazu je eine CD erhältlich.
92 Tänze sammeln, bearbeiten und herausgeben – wer macht das nach? Eine Auswahl mehr oder weniger bekannter Tänze hat Michael Hepp zusammengestellt, in der Absicht, brauchbare Einspielungen – das heißt je nach Verfügbarkeit Originale oder gleichwertige Alternativen mit Beschreibungen – verfügbar zu machen.
Die Volkstänze kommen aus verschiedenen Ländern: Israel, Rumänien, Griechenland, Mazedonien, Bulgarien und anderen und sind entweder Kreistänze oder öffnen die Form in Halbkreise oder mehrere kleine Kreise.
Der Schwierigkeitsgrad ist meist als „leicht bis mittelschwer“ angegeben. Diese Wertung setzt jedoch Tanzerfahrung und Vorkenntnisse voraus. Die Tänze haben in den meisten Fällen Titel, die auch in der Übersetzung angegeben werden. Texte von Liedern sind in der Originalsprache und auf Deutsch hinzugefügt.
Hintergrundinformationen finden sich im beschränkten Maße. Um den Tänzen individuelleren Charakter zu geben und sie nicht nur als abstrakte Schrittfolge weiterzugeben, wäre hier mehr Ausführlichkeit – soweit vorhanden – erwünscht.
Die Beschreibung der Tanzschritte ist gut nachvollziehbar und umsetzbar. Das Hinzufügen der Melodie in Notentext würde die Verbindung zur Musik erleichtern. Die vier Bände liefern vielfältiges Material.
Die durch die CDs recht kostspielige Anschaffung lohnt sich vor allem für die, die immer wieder neues Material brauchen und Neues ausprobieren wollen.