Wie präsentiert man allseits bekannte, leichte Klavierstücke des ganz jungen Mozart in einer ansprechenden, lehrreichen, aber zugleich unterhaltsamen Ausgabe? Die sich darüber Gedanken machten, nämlich Felix Janosa und Jörg Hilbert, kamen auf eine witzige Idee: Von Mottenfraß heimgesuchte Noten, eingebunden in eine Geschichte mit den gleichen Löchern, müssen zur Entzifferung mit den passenden Aufklebern versehen werden. Sie geben Mozart einen unsichtbaren Begleiter, eine Motte, mit auf seine ausgedehnten Reisen und lassen sie von ihrem „erfülletem Leben, das sie gänzlich der musica (nämlich ihrem verzehr) gewidmet“ erzählen. Die in „Motten=rechtschreybung“ verfasste, mit passenden Illustrationen ergänzte Geschichte wird wohl nicht ohne Schmunzeln gelesen werden. Im Gegensatz dazu steht die „ernste“ Musik – kleine Stücke, die Mozart auf seiner Reise nach Paris (1763) komponierte sowie dem Londoner Skizzenbuch und Nannerls Notenbuch entnommene.
Felix Janosa/Jörg Hilbert: „Die Mozart-Motte“. Edition Conbrio bei Hug&Co. Musikverlage, Zürich. Wie präsentiert man allseits bekannte, leichte Klavierstücke des ganz jungen Mozart in einer ansprechenden, lehrreichen, aber zugleich unterhaltsamen Ausgabe? Die sich darüber Gedanken machten, nämlich Felix Janosa und Jörg Hilbert, kamen auf eine witzige Idee: Von Mottenfraß heimgesuchte Noten, eingebunden in eine Geschichte mit den gleichen Löchern, müssen zur Entzifferung mit den passenden Aufklebern versehen werden. Sie geben Mozart einen unsichtbaren Begleiter, eine Motte, mit auf seine ausgedehnten Reisen und lassen sie von ihrem „erfülletem Leben, das sie gänzlich der musica (nämlich ihrem verzehr) gewidmet“ erzählen. Die in „Motten=rechtschreybung“ verfasste, mit passenden Illustrationen ergänzte Geschichte wird wohl nicht ohne Schmunzeln gelesen werden. Im Gegensatz dazu steht die „ernste“ Musik – kleine Stücke, die Mozart auf seiner Reise nach Paris (1763) komponierte sowie dem Londoner Skizzenbuch und Nannerls Notenbuch entnommene. class="vorspann">Sabine Holtkamp-Wippich: Cosima die Musik-Katze. Edition Conbrio bei Hug&Co. Musikverlage, Zürich.Jeder Instrumentallehrer befindet sich einmal in der Situation, feststellen zu müssen, dass der eine oder andere Schüler im Anfangsunterricht die Noten doch noch nicht ganz beherrscht oder auf rhythmischem Gebiet unsicher ist. Meist fehlt es dann, soweit man sich nicht selbst zu helfen weiß, an geeignetem Übmaterial, das dem Schüler hilft, diese Lücken zu schließen. Die Konfrontation mit diesem Problem mag die Autorin bewogen haben, ihre in jahrelanger Unterrichtstätigkeit entwickelten Rätsel und Spiele in einem Arbeitsbuch herauszugeben. In Zusammenarbeit mit Jörg Hilbert, der in bewährter Weise die Illustrationen übernahm, entstand ein lebendiges Heft, nicht zuletzt wegen der Hauptfigur, der Katze Cosima. Die Schüler begleiten sie willig bei ihrem Streifzug durch die Grundlagen der Musik: Sie „würfeln“ Noten, sortieren Liedteile, erkennen Rhythmen, Notenwerte und Pausen und ordnen sie Taktarten zu, es gibt eine Geschichte mit Noten anstelle von Buchstaben, Töne mit Vorzeichen werden trainiert, musikalische Begriffe wiederholt, Instrumente abgefragt und Kreuzwörter gerätselt.
Farbige Aufkleber, versehen mit den Ergebnissen der Aufgaben, müssen an richtiger Stelle angebracht werden (was ja Kindern sowieso Freude macht) und beleben optisch den ansonsten in schwarzweiß gehaltenen Band. Ein Domino zum Ausschneiden, bei welchem der Notenwert an den passenden Pausenwert angelegt werden muss (hier hat sich leider ein Druckfehler eingeschlichen), erfordert Konzentration. Um einen höheren Trainingseffekt erzielen zu können, sollten zu jedem Thema zusätzlich Aufgaben gesucht werden. Die Notenkärtchen mit den Noten der C-Dur-Tonleiter lassen sich zum Beispiel mit Bleistift-Vorzeichen versehen zu jeder anderen Tonleiter zusammenlegen oder doppelt als Memory verwenden. Schüler, die Probleme auf musiktheoretischem Gebiet haben, sollten auf diese Neuerscheinung der Edition Conbrio zurückgreifen.
Erik Satie: Leichte Klavierstücke und Tänze. Bärenreiter Kassel BA 6574.
Satie gehört sicher zu den Komponisten, die im Klavierunterricht wenig präsent sind. Zum einen hat Satie speziell für Kinder wenig komponiert (geeignet für den Anfangsunterricht sind die drei Zyklen der „Kinderstücke“). Zum anderen scheint es die äußere Form einiger seiner durchweg kurzen, überschaubaren Klavierstücke zu sein: Satie fügt ihnen Stories hinzu – entweder den Stücken vorangestellt oder inmitten der Notenzeilen –, verzichtet ab und an auf Taktstriche und Doppelstrich am Schluss. Mit dem Witz dieser Texte muss ein Schüler schon etwas anfangen können; er ist allerdings auch der Einzige, der diese Texte ließt. Das Vorlesen während des Spiels hat Satie ausdrücklich nicht gewünscht. Michael Töpel als Herausgeber der vorliegenden Sammlung möchte nun mit dieser die vielleicht auch vorhandene Lücke geeigneter Literatur, die über mehrere Jahre hinweg dem Schüler das Werk Saties näher bringen kann, schließen. Seine Auswahl traf er in der Absicht, möglichst viele verschiedene Charaktere und Stimmungen, Humor und Mystifikationen in Stücken mit steigendem Schwierigkeitsgrad vorzustellen. Sie sind zum großen Teil verschiedenen Zyklen entnommen und gestatten einen Einblick in die kompositorische Entwicklung Saties zwischen 1888 und 1920. Neben weniger bekannten Werken wie zum Beispiel „Berceuse“, „Songe-Creux“, „La bain de mer“, „Seul à la maison“, „Danse cuirassée“ stehen die beiden erfolgreichen Frühwerke „Gymnopedie“ und „Gnossienne“ (1890) sowie die „Sonatine bureaucratique“, eine Verballhornung von Clementis C-Dur-Sonate, die dann auch noch im Original angefügt ist. Der Eigenart Saties entsprechend soll dieser Ausgabe Töpels ein Text mit auf den Weg in die Praxis gegeben werden: „...Erik Satie, dem sanften mittelalterlichen Musiker, der sich in dieses Jahrhundert verirrte, um seinem Freund, Claude Debussy, Freude zu machen.“ ( Debussy am 27. Oktober 1892)
Laura und Cesar Marinovici: Klaviermusik für Kinder. edition merseburger 2125 und 2128.
Ähnlich wie Bartók in seinem „Mikrokosmos“ versuchen die Autoren auch, hier allerdings in viel kleinerem Stil, musikalische und spieltechnische Entwicklung zu verbinden. Das Einbeziehen folkloristischer, typisch rhythmisch-metrischer, melodischer Elemente spielte bei der Entstehung dieser kurzen, immer schwerer werdenden Stücke eine wichtige Rolle. Sie sind Mittel zum Zweck und dienen dem Erlernen spezieller technischer Grundlagen. Hierzu finden sich im Anhang seitenweise Fingerübungen, die, nummeriert, vor dem Erarbeiten eines Stückes trainiert werden sollen. Die von den Herausgebern geforderte Aufsicht des Lehrers beim Üben sollte man unbedingt befolgen, oder der Lehrer muss anhand der körperlich-manuellen Entwicklung des Schülers entscheiden, wann Dehn-, Spreiz- und Fesselübungen zum Beispiel angegangen werden können. In jedem Band ist ein Stück zu vier Händen, in dem das Thema eines der vorangegangenen Stücke Verwendung fand („Rumänisches Tänzchen“, „Marsch der Zwerge“). Ab dem zweiten Unterrichtsjahr können über mehrere Jahre verteilt diese insgesamt 14 Stücke im Lehrplan berücksichtigt werden.