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Daniel Barenboim verlässt Mailänder Scala zwei Jahre früher

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Mailand - Der Musikdirektor der Mailänder Scala, Daniel Barenboim, verlässt das Opernhaus zwei Jahre früher als geplant. Barenboim, der auch Generalmusikdirektor der Berliner Staatsoper ist, werde seinen Posten in Mailand Ende 2014 abgeben, teilte Intendant Stéphane Lissner laut italienischen Medienberichten offiziell mit. «Eine Epoche geht zu Ende», sagte er zu Barenboims nahendem Abschied.

 

Als Grund für das vorzeitige Ende der Zusammenarbeit nannte Lissner die vielen Projekte Barenboims. «Ich denke, es gibt andere Projekte, zum Beispiel die Divan-Akademie mit Frank Gehry in Berlin», sagte er. Nach dem Vorbild seines weltberühmten West-Eastern Divan Orchestra baut Barenboim in Berlin eine Akademie auf, in der junge Musiker aus der arabischen Welt und aus Israel ausgebildet werden sollen. Den geplanten Konzertsaal entwirft der US-Architekt Gehry.

Im Jahr 2014 werde Barenboim planmäßig alle seine Verpflichtungen an der Scala wahrnehmen, hieß es. In den italienischen Medien wurde auch über einen anderen Grund für Barenboims Abschied spekuliert: Intendant Lissner, der den Stardirigenten vor einigen Jahren nach Mailand geholt hatte, verlässt das Opernhaus im September 2014 und wechselt nach Paris. Sein Nachfolger wird der Österreicher Alexander Pereira - dieser will den Berichten zufolge den Posten des Musikdirektors mit einem Italiener besetzen. Als Nachfolger von Barenboim ist der italienische Dirigent Riccardo Chailly im Gespräch.

Über einen vorzeitigen Abgang des 70-jährigen Barenboim aus Mailand war bereits seit längerem spekuliert worden. Ursprünglich wäre der Vertrag des argentinisch-israelischen Stardirigenten, der seit 2011 Musikdirektor der Scala ist, Ende 2016 ausgelaufen.

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