Dresden - Der renommierte südafrikanisch-britische Geiger Daniel Hope verantwortet ab sofort das Konzertprogramm der Dresdner Frauenkirche von 2019 bis 2024. Der 44-Jährige übernimmt die neu geschaffene Position des Künstlerischen Leiters (Artistic Director), wie die Stiftung Frauenkirche Dresden am Freitag mitteilte. Es sei ihm «eine große Ehre», sagte Hope. «Die Musikgeschichte wurde so intensiv von Dresden und Sachsen geprägt, und ich finde es besonders spannend, auf ein solches Fundament weiter aufbauen zu dürfen.»
Die Frauenkirche sei einmalig - sowohl als Gotteshaus als auch als Symbol für Frieden, Versöhnung und Toleranz. «Das sind ebenfalls die Werte, an denen ich festhalte.» Hope erinnerte daran, dass sein Mentor Yehudi Menuhin und weitere Teile seiner Familie Benefizkonzerte für deren Aufbau gegeben hätten. «Damit schließt sich ein Kreis.» Hopes Familie emigrierte wegen der Apartheid nach Paris. Er studierte an der Royal Academy of Musik und war das jüngste Mitglied des Beaux Arts Trios.
Der sozial engagierte Wahlberliner, der als Brückenbauer zwischen künstlerischen Welten, Generationen und Religionen gilt, wird an der Frauenkirche auch das Thema Frieden und Versöhnung mit ausgestalten. Er zeigte sich besorgt «über jeden Ruck nach rechts». Man müsse versuchen, Menschen zuzuhören, betonte Hope. «Die Musik bietet diese Chance, so dass man zumindest auf einen Dialog hoffen kann.»