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Enrico Lübbe soll Intendant für Schauspiel Leipzig werden

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Leipzig - Der Schauspieldirektor des Theaters Chemnitz, Enrico Lübbe, soll neuer Intendant des Leipziger Schauspiels werden. Eine 13-köpfige Auswahlkommission habe sich mehrheitlich für Lübbe ausgesprochen sagte ein Stadtsprecher am Mittwoch der dapd und bestätigte damit einen entsprechenden Bericht der "Leipziger Volkszeitung". Der Berufung des 37-Jährigen müsse der Stadtrat noch zustimmen, hieß es.

 

Der Auswahlkommission, der neben Stadträten, Intendanten, Kritikern und Hochschulen auch Leipzigs Oberbürgermeister Burkhard Jung (SPD) angehörte, lagen insgesamt rund 40 Bewerbungen vor. Daraus wurden zunächst zehn Bewerber für ein Vorstellungsgespräch eingeladen, aus denen wiederum vier in die engere Wahl kamen. In der letzten Runde setzte sich dann Lübbe durch. Über seine Ernennung soll den Angaben zufolge bei der Ratssitzung am 20. Juni abgestimmt werden, nachdem der Theatermann sich den Stadträten vorgestellt hat.

Lübbe wurde 1975 in Schwerin geboren. Von 1993 bis 1999 studierte er Kommunikations-, Medien- und Theaterwissenschaft an der Universität Leipzig, von 1998 bis 1999 war er Regieassistent am Schauspiel Leipzig. Bereits mit elf Jahren wurde er einem größeren Publikum bekannt, als er in der DDR-Fernsehproduktion "Alfons Zitterbacke" die Titelrolle übernahm.

Als Gastregisseur war Lübbe bereits an zahlreichen Häusern innerhalb und außerhalb Deutschlands tätig. So inszenierte er 2010 auf Einladung am Bayerischen Staatsschauspiel München am Residenztheater "Rose Bernd" von Gerhart Hauptmann. Zu Beginn der Spielzeit 2011/2012 erarbeitete er am Schauspiel Frankfurt "Die Räuber" von Friedrich Schiller. Es folgen Horváths "Geschichten aus dem Wiener Wald" am Berliner Ensemble, auf Einladung des Volkstheaters Wien eine Neuerarbeitung des "Urfaust" sowie an der Staatsoper Hannover die deutsche Erstaufführung von Manfred Trojahns "Orest".

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