Am 26. März, dem 25. Todestag von Eugen Jochum, wurde erstmals der Eugen-Jochum-Preis verliehen. Preisträger des mit 3000 Euro dotierten Preises ist der Dirigent Christoph Altstaedt. Die 2011 gegründete Eugen Jochum Stiftung widmet sich der Erarbeitung des umfangreichen Nachlasses des Dirigenten.
Sie fördert eine ausführliche Biographie Jochums und will jüngere Dirigenten auszeichnen, die sich bereits am Anfang ihrer Laufbahn künstlerisch profiliert haben. Stiftungsvorstand ist die Tochter Jochums, Veronica Jochum v. Moltke.
Christoph Altstaedt studierte Klavier und Dirigieren in Detmold, Hannover und Berlin. Er vervollkommnete seine Ausbildung in Meisterkursen – ermöglicht durch ein Stipendium des Deutschen Dirigentenforums – u.a. bei Kurt Masur, Sebastian Weigle und Bernard Haitink. Außerdem war er im Rahmen des Composer Projekts der Lucern Festival Academy Assistent von Pierre Boulez. In der Spielzeit 2006/2007 war er am Münchner Staatstheater am Gärtnerplatz engagiert. Gastdirigate führten ihn zu renommierten Orchestern wie den Bamberger Symphonikern – Bayerische Staatsphilharmonie, der Staatskapelle Weimar und an die Komische Oper Berlin. Derzeit hat er die Position des Chefdirigenten beim Tiroler Symphonieorchester Innsbruck inne. Zudem ist er Kapellmeister der Deutschen Oper am Rhein in Düsseldorf. 2002 gegründete Christoph Altstaedt das »Junge Klangforum Mitte Europa«, das Musiker aus Deutschland, Polen und Tschechien zusammenzuführt.