Berlin - Die Musik-Preisträger des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft stehen fest: Den mit 10.000 Euro dotierten Musikpreis im Fach Violine erhält die 25-jährige Marie-Claudine Papadopoulos aus Mannheim, wie der Kulturkreis am Mittwoch in Berlin mitteilte. Der mit 5.000 Euro dotierte zweite Preis geht an die 25-jährige Marie-Stéphanie Radauer-Plank aus Hannover.
Eine besondere Anerkennung, dotiert mit 1.000 Euro, wird dem 20-jährigen Albrecht Menzel aus Graz verliehen. Das Preisträgerkonzert findet am 21. Oktober in Nürnberg bei der 61. Jahrestagung des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft statt. Neben dem Preisgeld und weiteren Konzerten beinhaltet die Auszeichnung eine CD-Produktion sowie die Uraufführung eines Auftragswerks.
aus der Pressemeldung des Kulturkreises der Deutschen Wirtschaft:
Die Preisträger
1. Preis (10.000 Euro) Marie-Claudine Papadopoulos
(25 Jahre, Hochschule für Musik und Darstellende Kunst Mannheim)
Marie-Claudine Papadopoulos wurde 1987 in Straßburg geboren und begann mit fünf Jahren ihr Violinstudium am „Conservatoire National de Région de Strasbourg“. Von 2003 bis 2011 studierte sie bei Prof. Ulf Hoelscher an der Musikhochschule Karlsruhe (1. Preis mit Auszeichnung). Derzeit studiert sie in der Solistenklasse bei Prof. Nodel an der Musikhochschule Mannheim. Sie konzertierte bereits mit namhaften Orchestern wie der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz, der Capella Istropolitana, dem Orquestra do Norte und der Slowakischen Sinfonietta unter Dirigenten wie Volker Schmitt- Gertenbach, Kaspar Zehnder, Christoph Mueller, Andreas Henning, Eckart Fischer, José Ferreira Lobo und David Geringas. Sie ist Preisträgerin und Finalistin vieler internationaler Wettbewerbe wie dem „Andrea Postachini Wettbewerb“, dem „Henri Marteau Wettbewerb“, dem „Felix Mendelssohn Bartholdy-Wettbewerb“, dem „DAAD- Preis“ und dem Kulturfonds der Stadt Salzburg. Im März 2011 erhielt Marie-Claudine Papadopoulos den 1. Preis beim „Wettbewerb der Frühlingsakademie Neustadt an der Weinstrasse“ mit anschließendem Konzertengagement mit der Deutschen Staatsphilharmonie Rheinland-Pfalz. Marie-Claudine Papadopoulos spielt auf einer Violine von Petrus Guarnerius aus dem Jahre 1745, die ihr die Landessammlung Baden- Württemberg zur Verfügung stellt. Beim Violinwettbewerb 2012 „Ton und Erklärung – Werkvermittlung in Musik und Wort“ des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft erhält Marie-Claudine Papadopoulos den ersten Preis („Musikpreis des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft“).
2. Preis (5.000 Euro): Marie-Stéphanie Radauer-Plank
(25 Jahre, Hochschule für Musik und Theater Hannover)
Marie-Stéphanie Radauer-Plank wurde 1986 in Salzburg geboren und erhielt mit vier Jahren ihren ersten Geigenunterricht. Im Alter von 10 Jahren wurde sie in die Vorbereitungsklasse von Prof. Benjamin Schmid und Prof. Lukas Hagen an der Universität Mozarteum Salzburg aufgenommen. Im Herbst 2005 begann sie ihr Studium bei Prof. Ulf Schneider an der Hochschule für Musik und Theater Hannover, wo sie seit 2009 in der Soloklasse (Konzertexamen) studiert. Marie-Stéphanie Radauer-Plank ist Preisträgerin der französischen Stiftung „Natixis“ der Banque populaire, 3. Preisträgerin des „Internationalen Louis-Spohr-Wettbewerbs“ in Weimar und 1. Preisträgerin bei internationalen Violinwettbewerben in Gorizia, Turin und Pietra Ligure. Konzertengagements hatte sie u. a. beim Festival de Menton (F), Eilat Chamber Music Festival (ISR), dem Internationalen Musikfest Goslar (D) sowie dem Palpiti Festival of international Laureates (USA). Solistisch und kammermusikalisch trat sie mit bekannten Künstlern wie etwa Julius Berger, Wolfram Christ, Leonid Gorokhov, Lukas Hagen, Tatjana Masurenko und Hagai Shaham auf.
Beim Violinwettbewerb 2012 „Ton und Erklärung – Werkvermittlung in Musik und Wort“ des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft erhält Marie-Stéphanie Radauer-Plank den zweiten Preis.

Besondere Auszeichnung für Albrecht Menzel (1.000 Euro)
(20 Jahre, Universität für Musik und darstellende Kunst Graz)
Albrecht Menzel, geboren 1992 bei Dresden, erhielt seinen ersten Violinunterricht mit vier Jahren. Seit 2007 wird er von Prof. Boris Kuschnir an der Universität für Musik und darstellende Kunst Graz unterrichtet. Albrecht Menzel ist Preisträger internationaler Wettbewerbe, wie Jugend musiziert (1. Bundespreis und Eduard-Söring-Preis 2007), Internationaler Louise Henriette Wettbewerb 2004 (1. Preis und eine Goldmedaille), Internationaler Kocian Wettbewerb 2006 (1. Preis) und Internationaler David Oistrach Violin Wettbewerb Moskau 2010 (3. Preis). Sein Solistendebüt gab er mit 13 Jahren bei den Dresdner Musikfestspielen. Konzertauftritte führten den Geiger in Länder Europas, Russland, Türkei und Israel. Er gastierte bei den Festspielen Mecklenburg-Vorpommern, beim Rheingau Musik Festival, bei „Moscow meet Friends“, den Festivals in Verbier und Gstaad und ist in der Laeiszhalle Hamburg, Muziekgebouw Eindhoven und im „House of Music“ in Moskau aufgetreten. Als Solist konzertierte Albrecht Menzel mit Orchestern wie der Heidelberger Philharmonie, der Hamburger Camerata, der Polnischen Kammerphilharmonie, dem State Symphonie Orchestra New Russia. Bei den Mendelssohn Festtagen 2011 spielte Albrecht Menzel mit dem Leipziger Sinfonie Orchester das Mendelssohn Violinkonzert op. 64 unter der Leitung von Maestro Kurt Masur. Albrecht Menzel spielt ein Instrument von Giovanni Francesco Pressenda, Turin 1829, aus dem Deutschen Musikinstrumentenfonds der Deutschen Stiftung Musikleben. Beim Violinwettbewerb 2012 „Ton und Erklärung – Werkvermittlung in Musik und Wort“ des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft erhält Albrecht Menzel eine besondere Anerkennung.Der Jury gehörten in diesem Jahr an:
Prof. Ulf Hoelscher (Hochschule für Musik Karlsruhe, Vorsitz)
Oswald Beaujean (Leiter der Zentralredaktion BR-Klassik beim Bayerischen
Rundfunk)
Dr. Harald Eggebrecht (Süddeutsche Zeitung)
Prof. Rainer Kussmaul (Hochschule für Musik Freiburg)
Pamela Rosenberg (American Academy, Berlin)
Dr. Stephan Frucht (Geschäftsführer des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft)
Eine weitere Stimme hat das Musikgremium des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft im BDI e.V.
Unterstützt wird der Wettbewerb vom Musikgremium des Kulturkreises der deutschen Wirtschaft, dem Bayerischen Rundfunk, dem Münchner Rundfunkorchester, Munich Re und der Walter und Charlotte Hamel Stiftung.