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Musikmanager Siggi Loch erhält den jazzahead!-Škoda-Award

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Bremen - Der Musikproduzent und ACT Labelchef Siggi Loch ist am Freitag, 20. April, mit dem Preis der Bremer Musikmesse «Jazzahead», dem jazzahead!-Škoda-Award, ausgezeichnet worden. Er erhielt die Ehrung für besondere Verdienste um den Jazz als Kulturgut. Vom Hobbyschlagzeuger und Plattensammler habe er sich zum Produzenten und Chef seines eigenen Labels entwickelt.

Loch habe entscheidende Impulse im Dienste des Jazz gegeben, lobten die Organisatoren. Der Produzent will das Preisgeld von 15 000 Euro aus eigenen Mitteln verdoppeln und damit ein Bandprojekt mit einigen der besten und vielversprechendsten jungen Jazzmusiker Deutschlands ins Leben rufen. Als musikalischen Leiter des Projekts konnte Loch den britischer Schlagzeuger Pete York gewinnen.

​Im Vorfeld der Preisverleihung teilte Loch mit, dass "die aktuelle Debatte über eine Förderung des Jazz mit öffentlichen Mitteln ... im Grunde für zu kurz gedacht" sei. "Unterstützung der Künste ist wichtig, aber der Erfolg eines Jazzmusikers entscheidet sich nicht nach dem Grad seiner öffentlichen Förderung. Unsere Musiker müssen vielmehr lernen, dass ihr Erfolg von der Fähigkeit abhängt, ein Publikum für ihre Musik zu begeistern. Das geht nur über die Bühnenerfahrung. Außerdem fehlt vielen jungen Musikern das Wissen über die Geschichte des Jazz. Doch wer seine Geschichte nicht kennt und ehrt, der hat  keine Zukunft. Nur wer erkannt hat, wie man mit dem Publikum interagiert, sich selbst positioniert und Bühnenpräsenz entwickelt, ist am Ende in der Lage, eigenständig wirtschaftlich erfolgreich als Jazzmusiker zu agieren.".

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